17.12.2009, 10:59 Uhr
"Best Job in the World": Inselwart Ben Southall tritt Heimreise (Foto: Tourism Queensland)Der Inselwart Ben Southall tauscht Badehose gegen Wintermantel. Sein "Best Job in the World" auf der australischen Insel Hamilton Island in Queensland neigt sich dem Ende zu. Seit Juli arbeitet der Brite auf der Trauminsel. Ausgeschrieben wurde die Stelle als Inselwart vom Fremdenverkehrsamt Queensland. Arbeiten wo andere Urlaub machen - sechs Monate durfte Southall in einer Villa im Great Barrier logieren und die Inselwelt kennen lernen. Einzige Aufgabe war es, einen Blog über seine Erlebnisse zu führen. Obendrauf gab es noch ein saftiges Taschengeld. Doch nun heißt es für den 34-jährigen Koffer packen - pünktlich zu Weihnachten wird er das sonnige Australien verlassen und zurück nach England fliegen.
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Mitte Dezember erhielt Southall Verstärkung von seiner Familie. Die letzte Aufgabe des Inselwarts bestand darin, der Welt einen Einblick in ein typisches Weihnachtsfest im Queensland-Stil zu geben. Das bedeutet: Meeresfrüchte statt Gans und Sand statt Schnee - aber auch in Australien musste der Brite nicht auf die grüne Tanne verzichten. Ebenso wenig wie auf die lieben Verwandten: Southalls Eltern sowie Onkel und Tante konnten sich selbst ein Bild von der sonnigen Arbeitsstelle ihres Sohnes beziehungsweise Neffen während der letzten sechs Monate machen. Auch als Weihnachtsmann machte sich der Brite gut - allerdings ohne Rentierschlitten, dafür verteilte er standesgemäß die Präsente per Jetski an die restlichen Inselbewohner. Der Tourismuschef von Queensland, Anthony Hayes ist überwältigt von dem Erfolg der Marketing-Kampagne: "Unser Ziel war es, Queensland als Reiseziel in das Bewusstsein der Menschen zu bringen - und ich bin glücklich, dass uns das mehr als gelungen ist. Die letzte Besucherumfrage ergab, dass es eine Steigerung an Gästen aus Großbritannien und Europa gab, besonders im Bereich der jüngeren Reisenden."
Ben Southall hatte sich wie zehntausende andere Menschen - darunter auch Deutsche - um den Job in Australien beworben. Die Aufgabe: den Swimmingpool sauber halten, sich amüsieren, ein bisschen Fische füttern - und darüber in einem Blog berichten. Ein halbes Jahr lang durfte der Brite mit seiner kanadischen Freundin in einer Luxus-Villa am Meer wohnen. Für das süße Nichtstun gab es vom 1. Juli dieses Jahres an auch noch sechs Monatsgehälter von etwa 12.500 Euro. Die Vergabe des Traumjobs hatte weltweit für Medienrummel gesorgt und die Sehnsüchte etlicher Sonnenanbeter geweckt.
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