22.03.2011, 11:10 Uhr
Auf eine Zeitreise durch die menschliche Entstehungsgeschichte begeben sich die Besucher ab 2012 im "Darwineum" in Rostock. Das Konzept des Parks verbindet informative Ausstellungen und echte Tiere vor Ort. Bewundern Sie erste Eindrücke des "Darwineums" auch in unserer Foto-Show.
Der Anfang war bescheiden. Vor 112 Jahren legte Carl Lange als erster Tierwärter im einstigen "Hirschgarten" mit Wildschweinen, Rehen und Hirschen den Grundstein für den heute größten Zoo an der Ostseeküste. Seitdem unterliegen die zoologischen Gärten der Welt einem ständigen Wandel. Der Artenschutz, der Bildungsgedanke und die naturnahe Ausgestaltung der Gehege sollen zu einer ganzheitliche Betrachtungsweise von Wildtieren in ihrem Umfeld führen. Der Zoo Rostock erweitert deshalb sein Angebot und mit dem "Darwineum" wird ein visionäres Konzept auf den Weg gebracht. Der Spatenstich ist für April 2011 vorgesehen.
Im "Darwineum" können die Besucher ab Frühjahr 2012 Antworten auf die Frage finden, wo wir herkommen und wie sich aus einzelligem Leben das Wunder "Mensch" entwickelte. Es vereint Geschichte, Mensch und Tier unter einem Dach und bietet eine einzigartige Kombination aus lebendiger zoologischer Sammlung und evolutionsgeschichtlicher Ausstellung. Rund 27 Millionen Euro werden in das Projekt investiert, bei dem der Zoologische Garten Rostock unter anderem mit dem Senckenberg Museum Frankfurt am Main, dem Cultural and Museum Centre Karonga der URAHA-Stiftung Malawi, der Universität Rostock und der Beuth Hochschule für Technik Berlin zusammenarbeitet.
Die Zoobesucher sollen die Entwicklung des Lebens als spannendes Abenteuer erleben. Sie begeben sich auf Charles Darwins Spuren. Galapagosschildkröten empfangen die Besucher in einer großzügigen Außenanlage und nehmen sie mit in die Geschichte der Menschheit. In einer Rotunde (Bereich A) reisen sie eine Milliarde Jahre durch die Zeit. Sie bestaunen die Geburt des Universums und die Entstehung der Erde. Themenboxen zeigen lebende Fossilien wie Schlammspringer, Blattschneideameisen und Schnabeligel. Ergänzt wird die Ausstellung durch imposante Aquarien, in denen sich Malawi-Buntbarsche, Korallen, Seepferdchen und ein Quallenkreisel befinden. Hier ist zu erleben, mit welch schlauen Tricks die Natur sich in den verschiedenen Erdzeitaltern durchsetzte. Die 4000 Quadratmeter große Tropenhalle (Bereich B) ist das neue Zuhause der Menschenaffen. Orang-Utans und Gorillas leben in naturnahen Lebensräumen, vergesellschaftet mit Gibbons, Faultieren, Flughunden und Zwergseidenäffchen. Die Besucher sind mittendrin. Auf geschlängelten Pfaden streifen sie durch die Tropenhalle und bestaunen Terrarien mit Reptilien.
Im 11.000 Quadratmeter großen Außenbereich erleben die Besucher die Gorillas und Orang-Utans scheinbar hautnah. Mit der neuen Unterkunft wird der Rostocker Zoo wieder stärker in die Zucht der Menschenaffen einsteigen und die Gruppengrößen schrittweise ausweiten. Wissenschaft zum Ausprobieren erwartet die Besucher im großen Forschungslabor (Bereich C). Die Entwicklung des Menschen beobachten, experimentieren und die Potentiale der modernen Forschung erkennen - ein Blick in die Zukunft ist möglich. Den Abschluss bildet eine außergewöhnliche Anlage für Kattas, die direkten Kontakt zu dieser interessanten Primatenart ermöglicht. Das stilvolle Erlebnis-Restaurant und der Shop laden zum Verweilen ein.
Weitere Informationen, auch zu Spenden für das "Darwineum": www.darwineum-zoo-rostock.de
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Quelle: t-online.de
Max schrieb:
am 30. März 2011 um 23:21:46
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Wie man Natur kaputt macht
Das Darwineum ist ein Beispiel dafür, wie für monströse Bauten einheimische Natur zerstört wird. Große Teile
des Barnstorfer Waldes, einem beliebten Rostocker Naherholungsgebiet mit vielen alten Buchen, wurden abgeholzt. Das Projekt soll gegen den Willen vieler Rostocker Bürger durchgesetzt werden.
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Kutschkarl schrieb:
am 27. März 2011 um 21:16:23
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Darwineum
Habe soeben die aktuellen PISA-Fragen auf t-online.de gesehen. Dort selbst wird die Evo-theorie als nicht bewiesen dargestellt.
Lehnt man sich mit dem Darwineum nicht ein bißchen weit aus dem Fenster? Gaukelt man dem Normalbürger da nicht was vor?
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