18.05.2011, 14:00 Uhr | Markus Roman
6800 Kilometer lang, das Symbol für die Trennung von Ost und West, die Grenze zwischen NATO-Staaten und Mitgliedern des Warschauer Pakts - und bald ein Radweg? Entlang des Sinnbild des Kalten Kriegs, dem Eisernen Vorhang, soll ein Radweg entstehen, der laut Allgemeinem Deutschen Fahrrad-Club ADFC auf voller Länge bis spätestens 2020 befahrbar ist. Ziel der Route von der norwegisch-russischen Grenze an der Barentssee bis zum Schwarzen Meer an der bulgarisch-türkischen Küste ist es, den Verlauf und die Geschichte des Eisernen Vorhangs erfahrbar zu machen. Sehen Sie Impressionen entlang des "Iron Curtain Trail" auch in unserer Foto-Show.
Die Route startet an der norwegisch-russischen Grenze und folgt dann der finnisch-russischen Grenze über die Küsten der baltischen Staaten und Polens nach Usedom. In Mecklenburg-Vorpommern verläuft der Weg ebenfalls an der Küste entlang bis an die Elbe zum niedersächsischen Schnackenburg. Von dort führt die Strecke entlang der früheren innerdeutschen Grenze nach Süden. Der Radweg verläuft teils auch auf bereits ausgezeichneten Fernradwegen, wie etwa dem Elberadweg. Der Initiator des so genannten "Iron Curtain Trail" ist der Europa-Abgeordnete Michael Cramer, der sich in der Vergangenheit erfolgreich für einen Radweg entlang dem Verlauf der Berliner Mauer einsetzte. In drei Radreiseführern beschreibt er, wie man bereits jetzt den Eisernen Vorhang per Rad erlebt.
Bis 2020 soll der Radweg vor allem durchgehend beschildert, auch regional beworben und mit besserer Infrastruktur versehen werden. In Deutschland sei der Weg bislang nicht separat ausgezeichnet und man müsse mancherorts noch befahrene Straßen nutzen, sagte Cramer t-online.de. Auch seien bestimmte Streckenabschnitte in schlechtem Zustand. Zudem soll der "Iron Curtain Trail" in das Netz europäischer Radwege als 13. Eurovelo-Route integriert werden. Für den Ausbau des Radwegs gibt es europäische Fördermittel, aber auch lokale Finanzierung durch die beteiligten Länder und Regionen sei laut Cramer notwendig. Die Gesamtkosten für den Radweg konnte Cramer nicht abschätzen. Seiner Einschätzung nach seien die nötigen Investitionen relativ gering und rentierten sich. Laut Cramer zeigten mehrere Studien, nach denen Rad-Touristen im Schnitt mehr Geld ließen als solche Besucher, die mit dem Auto anreisen.
Der Verlauf des Radwegs orientiert sich laut Cramer an mehreren Kriterien. So soll der Radweg so nah an der ehemaligen Grenze wie möglich verlaufen, dabei aber so komfortabel wie möglich befahrbar sein. Ebenso sollen stark befahrene Straßen vermieden werden. Um die Geschichte der Strecke zu verdeutlichen, soll der Radweg teils auf der West-, teils auf der Ostseite der früheren Grenze verlaufen. Auch soll der Weg im Verlauf so viele Museen und Gedenkstätten wie möglich integrieren, die sich mit der Thematik des Kalten Krieges und der europäischen Teilung beschäftigen. So sieht die Route etwa einen Besuch der Gedenkstätte Point Alpha an der hessisch-thüringischen Grenze vor, wo sich einst NATO und Warschauer-Pakt-Posten gegenüberstanden. Nicht aufgenommen in den Streckenverlauf sind dagegen große Städte oder andere touristische Punkte, die keinen direkten Bezug zum Eisernen Vorhang haben.
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Quelle: dpa , mro
Claasje van Wetschewell schrieb:
am 19. Mai 2011 um 19:48:51
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Eiserner Vorhang
Der kalte Krieg - herrliche Zeit. Da war die Welt noch in Ordnung. Die Feinde waren hinterm Zaun, heute haben wir sie im Land.
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He schrieb:
am 19. Mai 2011 um 19:24:30
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@Deutscher
Richtig.In Deutschland sollte alles deutsch bezeichnet werden.Mit dem Englisch,kommen viele nicht zurecht.Wer Fremdwörter
gebraucht,kann weder Englisch,noch richtiges Deutsch.
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Deutscher schrieb:
am 19. Mai 2011 um 18:56:42
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WIESO "Iron Curtain Trail" ???
Wieso muß man das schon wieder auf englisch benennen? Ist "Eiserne Tour" oder "Eiserner
Vorhang Strecke" etwa nicht "cool" genug, oder nicht protzig genug? Es geht um eine ehemalige DEUTSCHE Grenze. Es waren Deutsche, die unter dem Eisernen Vorhang gelitten haben. Und die Amtssprache in Deutschland ist nunmal DEUTSCH, und nicht englisch! Wie blöd kann man denn noch werden?
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