12.07.2010, 11:02 Uhr | Zeljka Tomsic
Die kleine Schweiz, bekannt für Uhren und leckere Schoki, sorgt für einen Tourismus-Superlativ: die längste Fußgängerhängebrücke Europas, die am 10. Juli oberhalb von Sattel-Hochstuckli für Besucher freigegeben wurde. Wer die 374 Meter auf dem wackligem Pfad, der sich über dem 50 Meter tiefer gelegenen Lauitobel erstreckt, nicht scheut, wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Einen völlig schwindelfreien Blick auf die kühne Konstruktion des "Raiffeisen-Skywalks" bietet unsere Foto-Serie.
Der "Raiffeisen Skywalk" verbindet den Mostelberg mit dem Mäderenwald und macht somit einen Spaziergang über die Baumwipfel des Lauitobels möglich. Wer sich die Zitterpartie zutraut, bekommt dafür einen unvergesslichen Blick auf das Ägerital mit seinem idyllischen See geboten. Die zwischen 1,80 Meter und 90 Zentimeter breite Brücke wird von vier je fünf Zentimeter dicken Seilen getragen, die mit Erdankern tief mit dem Boden verbunden sind. Jedes davon hat eine Tragkraft von 250 Tonnen. Somit hält die Konstruktion einen Ballast von circa 1050 Personen aus. Die Drehgondelbahn Stuckli Rondo bringt die Besucher direkt bis zur neuen Attraktion, die ganzjährig begehbar und sowohl kinderwagen- wie rollstuhltauglich ist.
Die Bauherren hatten besonders hohe Hoffnungen in den Giganten gesetzt: Die größte Fußgängerhängebrücke der Welt sollte es werden. Leider fehlten hierfür gute 16 Meter, die eine weitere Brücke in Japan aufbringen konnte, wie 20min.ch berichtete. Laut dem Magazin ging auch Platz zwei nur knapp an der Schweiz vorbei, mit gerade mal einem Meter Vorsprung. Immerhin konnten sich die Schweizer Konstrukteure ein Treppchen auf dem Podest sichern und belegten den dritten Platz. Da die anderen beiden Pendants in Asien liegen, kann sich der "Raiffeisen-Skywalk" immerhin mit dem Titel "längste Fußgängerhängebrücke Europas" schmücken. Zumindest so lange, bis der nächste Superlativ kommt. Beim aufgeflammten Wettbewerbswahn in puncto Skywalks, Brücken, Hochhäusern & Co. wird dieser sicher nicht lange auf sich warten lassen.
Weitere Informationen
Sattel-Hochstuckli, Tel. 0041/41/8368088, E-Mail: info@sattel-hochstuckli.ch, Internet: www.sattel-hochstuckli.ch
Zeljka Tomsic
Louis schrieb:
am 14. Juli 2010 um 07:50:56
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Wer hat's erfunden???
Hehe, wer wohl. Die Schweizer :-) Gefällt mir.
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Daniel schrieb:
am 14. Juli 2010 um 07:49:28
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Ja, die Schweizer haben es drauf
Die Schweiz mag sehr klein sein, ist aber auch immer für eine Überraschung gut. Tolle Idee!
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Karl schrieb:
am 14. Juli 2010 um 07:47:29
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Über den Bäumen schweben :-)
Klingt sehr verlockend. Die Brücke ist nicht nur Nervenkitzel pur, sondern bietet auch die Möglichkeit,
Sattel aus einer völlig anderen Perspektive zu erleben...
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