11.01.2012, 08:22 Uhr | Fabian von Poser, SRT
Der Badeort Sharm-el-Sheikh an der Spitze der Halbinsel Sinai in Ägypten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
365 Tage Sonnenschein, warmes Wasser, kurze Flugzeiten und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis: Ägypten ist seit Jahren das Lieblingskind der Reiseveranstalter. Rund ums Rote Meer entstanden in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Ferienwelten, ganze Tourismusregionen wurden aus dem Boden gestampft. Nach den politischen Umwälzungen im letzten Jahr erwachen die Badeorte jetzt zu neuem Leben. In unserer Foto-Show zeigen wir Ihnen, welche Region was bietet.
Vor drei Jahrzehnten war Hurghada der erste Ort Ägyptens, der sich dem Badetourismus verschrieb. Aus dem einst verschlafenen Fischerdorf wurde binnen kürzester Zeit das, was man ein Ferienzentrum nennt. Man mag den Ort nicht als schön bezeichnen: Zahlreiche Hotels sind veraltet oder werden gerade renoviert, an einigen Stellen klaffen leere Baugrundstücke, die Unterwasserwelt wurde vom Tourismus stark in Mitleidenschaft gezogen. Dafür aber liegt der Freizeitwert hier höher als irgendwo anders im Land. Dutzende Tauchbasen buhlen um die Gunst der Touristen, Surfschulen verleihen Bretter, zahlreiche Reisebüros bieten Touren in die Umgebung an. Die langen Sandstrände fallen flach ins Meer ab. Neue Fußgängerzonen mit Cafés und Läden entstehen, abends locken Bars und Diskotheken mit buntem Nachtleben. Und: Im Gegensatz zu El Gouna, Port Ghalib und Taba Heights gibt es hier wenigstens noch ein bisschen ägyptisches Flair. Wer günstig Badeurlaub machen und dabei auch noch etwas erleben will, der ist hier richtig.
Rund 50 Kilometer südlich von Hurghada liegt eine andere neue Urlaubswelt - die der Soma Bay. Die fünf erstklassigen Resorts, darunter ein Sheraton, ein Kempinski Hotel und ein Robinson Club, liegen weit verstreut in einer grünen Parklandschaft, in der auch der vom Stararchitekten Gary Player entworfene Golfplatz liegt. Die gesamte Anlage ist sehr ruhig. Der feine Sandstrand fällt sanft ins Wasser ab, das Hausriff mit den großen Korallentürmen ist mehrere Kilometer lang und zeigt alle Facetten der Unterwasserwelt des Roten Meeres. Auch hier werden diverse Wassersportarten angeboten. Wegen des hier häufig wehenden (aber meist angenehmen) Windes ist die Soma Bay besonders bei Kitesurfern beliebt. Vom Hafen starten Bootsausflüge in die umliegenden Schnorchel- und Tauchreviere.
Viele sagen, El Gouna sei zu steril. Andere suchen genau das. In der Hotelsiedlung rund 25 Kilometer nördlich von Hurghada reiht sich ein schickes Hotel an das andere. Steigenberger, Mövenpick, Sheraton - alle sind sie da. El Gouna ist die Mutter aller künstlichen Ferienwelten Ägyptens. Und das hat einen großen Vorteil: Die Bausünden Hurghadas wurden hier nicht gemacht. Die in einem Wasserareal von etwa 20 künstlichen Lagunen gelegenen Hotels fügen sich harmonisch in die Landschaft ein. Insgesamt stehen mehr als ein Dutzend Hotels verschiedener Kategorien und zahlreiche Villen zur Auswahl. Allerdings haben die meisten Häuser keinen direkten Strandzugang, die Urlauber werden mit dem Shuttle-Boot zu den Stränden gebracht. Zum Freizeitangebot gehören ein 18-Loch-Golfplatz, eine Driving Range, ein riesiger Jachthafen, Dutzende Restaurants, Cafés, Diskotheken, Kinos und Geschäfte. El Gouna bietet viel Luxus und wenig Authentisches. Wer einfach nur entspannen will, der sollte seinen Urlaub hier verbringen.
Noch vor zehn Jahren redete niemand über den 150 Kilometer langen Küstenstreifen um Marsa Alam ganz im Süden Ägyptens. Heute liegt dort eines der modernsten Touristenzentren des Landes. Während sich in den verstreut um die Städtchen Marsa Alam und El Quseir liegenden Hotels vor allem Ruhesuchende und Taucher wohlfühlen, erwartet Besucher in Port Ghalib jedes erdenkliche Freizeitvergnügen. Erst 2007 eröffnet, scharen sich die mehr als 20 Hotels um die zentrale Marina. Der kuwaitische Geschäftsmann Mohamed Al Kharafi hat die Luxuswüstenstadt auf dem Reißbrett entworfen. Fast alle Hotels bieten Fünf-Sterne-Komfort. An der beinahe einen Kilometer langen Uferstraße reihen sich mehr als 150 Geschäfte, Restaurants, Bars, Kinos und Diskotheken wie an einer Perlenkette auf. Im Gegensatz zu Hurghada sind die Riffe um Port Ghalib noch weitgehend unberührt, dazu werden diverse Wassersportarten wie Wasserskifahren, Surfen, Parasailing und Hochseefischen angeboten.
Das Panorama von Sharm-el-Sheikh an der Spitze der Halbinsel Sinai ist unübertroffen. Hinter der Stadt erhebt sich das zerklüftete Sinai-Gebirge mit dem berühmten Mosesberg und dem Katharinenkloster, davor strahlt türkisblau das Meer. Wie so oft waren es die Taucher, die die Gegend entdeckten. Ende der 80er Jahre setzte der große Boom ein. Im Eiltempo entstand das größte Badeziel des Sinai. Alle renommierten Hotelketten ließen sich hier nieder. Die Strände sind nach wie vor ein Traum, die Korallenriffe und Tauchreviere noch weitgehend intakt. Dazu lädt das Hinterland zu spannenden Ausflügen ein. Sharm-el-Sheikh bietet die perfekte Kombination aus Freizeit und Erleben. Tipp: Wer es lieber etwas ursprünglicher, aber nicht weniger komfortabel mag, der sollte einen der beiden nordöstlich gelegenen Orte Dahab und Nuweiba wählen. Hier warten teilweise noch unberührte Sandstrände.
Vielleicht sind die Strände von Taba nicht so spektakulär wie in anderen Teilen des Landes. Dafür besticht der nördlichste Badeort im Golf von Aqaba durch seine Lage im Vierländereck Ägypten, Israel, Jordanien und Saudi-Arabien. Von vielen Hotels bietet sich ein grandioser Blick auf die Nachbarstaaten. Ganz neu ist Taba Heights, die hochmoderne Hotelstadt der Orascom-Gruppe. Sie ist bunt und verfügt über weite Grünanlagen. Neben zahlreichen Restaurants und Geschäften haben sich dort viele Hotelketten eingekauft, darunter Hyatt, Marriott, Intercontinental und Sofitel. Die Bucht schmiegt sich an die beeindruckende Kette des Sinai-Gebirges, das Wasser ist kristallklar. Zum Sportangebot gehören Surfen, Segeln, Golf und natürlich Tauchen. Zum Flughafen von Taba sind es nur 40 Kilometer, nach Eilat in Israel weniger als 20, nach Aqaba in Jordanien gerade mal 25 Kilometer. Deswegen werden von dort auch Ausflüge in die jordanische Felsenstadt Petra angeboten.
Weitere Informationen:
Generalkonsulat der Arabischen Republik Ägypten, Tourismus-Abteilung, Kaiserstr. 66, 60311 Frankfurt, Tel. 069/252153, E-Mail: info.de@egypt.travel, Internet: www.egypt.travel
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Quelle: srt
Andreas schrieb:
am 26. Januar 2012 um 16:12:14
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Ägypten / Tunesien
Wenn ich ständig Russen, verdreckte Strände, ständigige Anquatscherei haben will und wenn ich noch zusätzlich
beschissen werden will auf dem Basar kann ich direkt eine Reise nach Russland oder Ukraine buchen ohne Umweg über Ägypten !
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wernary schrieb:
am 8. Dezember 2011 um 15:32:13
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Ägypten
Wir waren Im november 2011 in der Nähe von Marsa alam.Von den Kavallen in Kairo keine Spur.Alles so wie Es immer war
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Ali schrieb:
am 22. September 2011 um 11:06:47
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SuperSuper
Fahrt nur hin, in das Land in dem die Revolutionswirren noch nicht ausgestanden sind. Ganz nach der Empfehlung von C. Roth. Wenn
dann der Flieger nicht rechtzeitig kommt, zittern die morschen Knochen und Deutschland muss eine Evakuierung starten. Klappt alles, seid ihr super cool!
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