24.08.2010, 09:41 Uhr | Z. Tomsic/S. Ewald
In den Metropolen dieser Welt gibt es sie schon lange - so genannte Aussichtsplattformen, die den Besuchern einen unvergesslichen Überblick über den Großstadtdschungel verschaffen. Mittlerweile erobert dieser Trend auch die Alpenregionen. Wie gewaltige Kranausleger ragen sie über steil abfallende Felswände, unter dem Glasboden geht es hunderte von Meter in die Tiefe: Hier wird Panoramagenuss mit einem gehörigen Schuss Nervenkitzel geboten. Mehrere stählerne Stege recken sich mittlerweile in den Berghimmel. Sehen Sie sich die spektakulärsten Aussichtsplattformen der Alpen in unserer Foto-Serie an.
Kärnten lockt seit Juli 2010 mit einer neuen Besucherattraktion. Auf Österreichs höchster Staumauer eröffnete eine spektakuläre Aussichtsplattform, die den Superlativen des Sperrbauwerks gerecht wird. Wie ein Wasserfall stürzt der neue Skywalk über die Mauerkante in die Tiefe. Die Besucher schweben förmlich über dem Abgrund, mit freier Sicht auf den 200 Meter tiefen Abgrund, sowie die umliegende Bergwelt. Die Attraktion befindet sich rund um die Malta Hochalmstraße. Die Aussichtsplattform ermöglicht den sonst nicht möglichen Zugang zur Außenhülle des Mauerkörpers, der sich hier über die Köpfe der Besucher wölbt. Diese können die Mauer anfassen, sich die ungeheuren Wassermengen dahinter vorstellen und die Kraft des Bauwerks spüren. Große Sitzstufen in der Mitte der Plattform laden zudem zum Verweilen, Genießen und Staunen ein. Die Bauherren setzen mit diesem Projekt neue Maßstäbe im Bereich Aussichtsplattformen und schaffen so auf eindrucksvolle Weise ein neues Highlight.
Die Aussichtsplattform "AlpspiX" wurde am 4. Juli 2010 eröffnet und liegt knapp über der Bergstation der Alpspitzbahn in 2628 Metern Höhe. Das besondere ist, dass die Plattform über den Berg hinaus ragt und so direkt über dem Abgrund schwebt - ein bisschen wie der spektakuläre Skywalk mit Glasboden am Grand Canyon. Möglich machen dies bei "AlpspiX" zwei je 24 Meter lange Stahlarme. Die beiden Stege sind x-förmig angelegt, daher der Name der Plattform. Jeweils 13 Meter ragen sie ins Nichts und geben den Blick frei in die Tiefe und auf die Alpen. Die restlichen jeweils 11 Meter sind fest im Fels verankert und garantieren die nötige statische Sicherheit. An der Spitze der Plattform garantiert eine hohe Glaswand dafür einen klaren Blick. Der Gitterrost am Boden hat neben zusätzlichem Nervenkitzel auch einen ganz pragmatischen Grund: So kann im Winter der Schnee direkt durchfallen und belastet die Plattform nicht.
Mit ihren fünf Fingern sieht sie aus wie eine Hand, die bis zu acht Meter weit aus einer 400 Meter hohen Felswand herausragt: Die im Oktober 2009 eröffnete Aussichtsplattform am Krippenstein im Dachstein-Massiv bietet einen fantastischen Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe Hallstatt und den Hallstätter See im österreichischen Salzkammergut. Jeder einzelne der fünf Finger hat es in sich. Der Boden des Ringfingers beispielsweise besteht aus Glas und gestattet einen Blick auf den 400 Meter weiter unten liegenden Ort Krippenbrunn. Im Boden eines anderen Fingers ist ein Guckloch ausgespart, das Mutigen einen direkten Blick in die Tiefe erlaubt. Der Mittelfinger hingegen ist für die Öffentlichkeit gesperrt - auf ihm befindet sich ein Trampolin, das nur für geübte Base-Jumper gedacht ist.
Ein tolles Bergpanorama verspricht auch der in der Dachstein-Tauern-Region erbaute "Sky Walk" um den Hunerkogel. Bis zu 150 Besucher können die rund 2700 Meter hohe balkonartige Plattform besuchen. Über 360 Grad schweift von dort der Blick der Besucher über das Bergpanorama von Slowenien im Süden bis nach Tschechien im Norden. Beim Blick nach unten stockt sogar den Hartgesottensten einen Moment lang der Atem, denn 250 Meter geht es senkrecht in die Tiefe. Angst, dass die Terrasse kippt, braucht indes niemand zu haben. Die Plattform kann eine Belastung ertragen, die einer Schneedecke von acht Metern entspricht, und sie könnte einer Windstärke von 210 Stundenkilometern standhalten.
Wie ein Ufo auf hohen, dünnen Stelzen steht das Panoramaplateau Gaislachkogl. Nur Stahlseile halten den Steg mit Glasboden im Tiroler Wintersportgebiet Sölden, der neben der Bergstation der Gaislachkoglbahn in 3058 Metern Höhe 20 Meter weit ins Nichts ragt. Die größte Plattform ist ein filigranes, ins Freie ragende Rondell, umgeben von einem Gebirge an gleißend weißen Gletscherflächen, kühnen Felszacken, steil abfallenden Flanken und tiefen Tälern. Wer sich bis ans Ende des Stegs wagt, steht losgelöst vom Boden gut 1000 Meter über dem Tal und betrachtet die weiß glitzernden Berge aus einer ähnlichen Perspektive wie Paraglider.
Auch das Skigebiet Hochgurgl lockt mit atemberaubender Sicht: Auf 3080 Metern ragt der "Top Mountain Star" in den Himmel, eine Aussichtsplattform mit Panorama-Bar im futuristischen Look. Architektonisch angepasst an die umliegenden Bergspitzen bietet das "Gipfelhaus" einen Rund- und Weitblick auf die Ötztaler Alpen bis zur Silhouette der berühmten Dolomiten nach Süden. Wer Lust auf eine außergewöhnliche Gipfelparty bekommen hat, kann die Location für solche Anlässe mieten.
Frei schwebend über den Bergen: Nichts für schwache Nerven ist die neue Gipfelplattform "Top of Tyrol" im Stubaital, die den Tirol-Urlaubern einen besonderen Nervenkitzel bereiten soll. Sie ragt am Grat des Großen-Isidor-Gipfels in 3210 Metern Höhe in die Bergwelt hinein - umgeben von 109 Dreitausendern. Bei guter Sicht ist ein grandioser Blick über die Stubaier Alpen bis hin zu den Dolomiten möglich. Neben der Gipfelplattform gibt es noch weitere Aussichtspunkte am Stubaier Gletscher. Bereits an der Bergstation Schaufeljoch genießen Besucher einen Bergblick bis nach Südtirol. Der Kleine Isidor ist ein Dreitausender zum Anfassen. Wer schwindelfrei und trittsicher ist, kann den Gipfel leicht besteigen. In zwanzig Minuten gelangen Wanderer vom Bergrestaurant "Jochdohle", Österreichs höchst gelegenem Restaurant auf 3150 Metern, zum Gipfel auf 3200 Metern und genießen von dort eine herrliche Aussicht. Das Bildstöckljoch, markanter Punkt bei der Überschreitung vom Stubai- ins Ötztal, bietet nicht nur eine grandiose Fernsicht, sondern verzaubert auch mit sagenumwobenen Geschichten, die sich an diesem Punkt ereignet haben sollen.
Alpspix:www.zugspitze.de
Dachstein Skywalk:www.bergfex.at
Top Mountain Star:www.tophotelhochgurgl.com
Top of Tyrol:www.stubaier-gletscher.com
Z. Tomsic/S. Ewald
Axel schrieb:
am 23. August 2010 um 17:57:14
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Skywalk
Erschreckend wie die kranke Gesellschaft in ihrer Raff-und Geldgier den letzten Winkel der Erde aufsuchen um hier Kohle zu
machen.Auch den Verantwortlichen steht eines Tages das Wasser bis zum Hals.Immer weiter bis zur bitteren Neige.
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Fusiontom schrieb:
am 23. August 2010 um 17:52:21
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skywalk
Wenn man auf der Spitze steht, kann man den Himmel und die bergwelt genauso sehen, Ich war da oben, und bin schokiert, wie unsere
Alpenwelt verbaut wird. Mann sieht die Schlucht nicht so, den Abgrund, aber wer raufgewandert ist, weiß woher er kommt, nämlich von unten, wo es auch schön ist.
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festus12 schrieb:
am 23. August 2010 um 17:23:05
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skywalk in den Alpen
nur eines, wie krank ist denn das?? Hab das am Grand Canyon gesehen und fand das schön krank, aber hier in den Alpen
noch viel schlimmer. Mensch was tust Du eigentlich noch alles dieser Erde an???
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