06.04.2009, 15:48 Uhr
Das Erdbeben in Mittelitalien hat mehrere Straßen in Mitleidenschaft gezogen (Grafik: dpa)
ItalienDramatische Szenen nach Erdbeben
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Ein Fahrverbot wurde dem Autoclub zufolge auf beiden Autobahnen für Lastwagen über 7,5 Tonnen ausgesprochen. Ausgenommen sind Rettungsfahrzeuge und Laster mit Hilfsgütern. Auch beim Bahnverkehr sind Behinderungen nicht ausgeschlossen. Das gilt laut ADAC vor allem für die regionalen Verbindungen. Urlauber, die in den kommenden Tagen aus Deutschland nach Italien reisen wollen, müssten wegen der aktuellen Einschränkungen darauf nicht verzichten, sagte Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE) in Stuttgart. "Das ist kein Grund, nicht zu fahren." Zahlreiche wichtige Urlaubsregionen wie das Piemont, Venezien, Ligurien oder die Toskana erreichen Touristen aus dem Norden weiterhin problemlos.
Das Auto mal stehen lassen
"Die Abruzzen sind kein Haupturlaubsziel", sagte Hillgärtner. "Und die A24 ist vor allem als Verbindung zwischen beiden Küsten wichtig." Hinzu komme, dass viele aktuelle Straßensperrungen in der kommenden Osterwoche möglicherweise längst wieder aufgehoben seien. Die Behinderungen durch die Folgen des schweren Erdbebens sollten allerdings Urlauber einkalkulieren, die mit dem Auto nach Süditalien reisen wollen. Generell und in diesem Fall noch mehr gelte der Ratschlag, nicht samstags, sondern an einem Werktag in den Urlaub zu starten. In der Osterwoche dürfte dem ACE zufolge der Gründonnerstag der erste Hauptreisetag sein.
Wer sich derzeit in der betroffenen Region aufhält, sollte unbedingt die Anweisungen der Behörden befolgen. Urlauber sollten nach einem Rat des ADAC das Katastrophengebiet vorerst meiden. Wer in den nächsten Tagen Richtung L’Aquila fahren muss, kann sich vor Reiseantritt beim ADAC über die aktuelle Autobahnsperrungen informieren.
Von dem schweren Erdbeben, das Mittelitalien am Montagmorgen erschüttert und zum Teil schwere Schäden verursacht hat, sind auch touristische Sehenswürdigkeiten betroffen. Dazu zählt beispielsweise die Kathedrale von L'Aquila, wie der ADAC mitteilt. Die Hauptstadt der Region Abruzzen mit heute rund 70.000 Einwohnern wurde bereits im 13. Jahrhundert vom Stauferkaiser Friedrich II. gegründet, der lange Zeit in Italien lebte.
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Quelle: dpa-tmn
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