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Bergen: Das Tor zu Norwegens Fjordlandschaft

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Bergen: Das Tor zu Norwegens Fjordlandschaft

16.06.2011, 11:20 Uhr | Horst Heinz Grimm, dpa/tmn

Bergen zählt zu den regenreichsten Städten Norwegens und ist trotzdem beliebt - die Stadt nördlich des 60. Breitengrades ist das Tor zu den Fjorden. (Foto: www.visitnorway.com/Andrea Giubelli/dpa/tmn)

Bergen zählt zu den regenreichsten Städten Norwegens und ist trotzdem beliebt - die Stadt nördlich des 60. Breitengrades ist das Tor zu den Fjorden. (Foto: www.visitnorway.com/Andrea Giubelli/dpa/tmn)

Grauer Himmel, Regen - kein geeigneter Urlaubsort? Blödsinn. Denn trotz schlechten Wetters ist Bergen unter Touristen beliebt. Kein Wunder, das Tor zu Norwegens Fjordlandschaft gehört mit malerischen Kaianlagen, einer atemberaubenden Landschaftskulisse und einem nahegelegenen Hafen für Kreuzfahrtschiffe zu den populärsten Reisezielen. Sehen Sie Bergen auch in unserer Foto-Show.

Trotz schlechten Wetters beliebt

Obwohl Bergen zu den regenreichsten Städten Europas gehört, erfreut es sich trotzdem größter Beliebtheit unter Touristen. Denn die norwegische Stadt nördlich des 60. Breitengrades präsentiert sich als Tor zu den Fjorden, tief in die Felslandschaften geschnittenen Meeresbuchten. Die bieten nämlich ein so eindrucksvolles Naturschauspiel, dass Besucher auch grauen Himmel und viele Regenschauer hinnehmen. Von Frühjahr bis Herbst legen fast täglich Kreuzfahrtschiffe im Hafen an, der der Stadt seit dem Mittelalter Bedeutung verschafft.

Ein Labyrinth aus Gassen

Die alte Kaianlage Bryggen erinnert so intensiv an die Vergangenheit, dass sie die Unesco schon 1979 als Welterbe auszeichnete. Besonders malerisch zeigt sie sich zur Wasserseite. In einer Reihe stehen dort die Holzhäuser mit bunten Fassaden, vor denen deutsche Kaufleute der Hanse ab 1360 für vier Jahrhunderte ihren Handel trieben. Dahinter erstreckt sich ein Labyrinth kleiner Gassen. An vielen Stellen bieten jetzt Kunsthandwerker ihre Arbeiten an.

Populär unter Studenten

Ein kleines Museum stellt anschaulich dar, unter welchen Umständen die Kaufleute damals in ihrer Niederlassung lebten und arbeiteten. "Bryggen ist ein anschauliches Beispiel hanseatischer Baukunst", erklärt Sivert Mundal aus Oslo, der an der örtlichen Universität Geschichte studiert. Bergen und Universität? Der Norweger lacht. "Wir haben hier vier Hochschulen mit deutlich mehr als 20.000 Studenten", berichtet er dem überraschten Besucher. Die Stadt selbst hat etwa 260.000 Einwohner.

Frische Delikatessen vom Fischmarkt

Nach Oslo ist sie immerhin die zweitgrößte Stadt des Landes und auch für die Versorgung der Erdölfelder vor der Küste ein wichtiger Stützpunkt. "Vom Fischfang allein leben wir längst nicht mehr", erklärt Mundal. Der Fischmarkt am Ende des Hafens scheint dies zu beweisen. "Hier ist kaum noch etwas los", bedauert Fredrik, einer der Händler, und deutet auf die portionsweise abgepackten Schalentiere unterschiedlicher Größe, die sich Touristen an Ort und Stelle schmecken lassen. Daneben gibt es Souvenirs wie Handarbeiten und Pelze.

Ein Tag in Bergen

Für einen Stadtbummel durch Bergen reicht ein Tag. Von Bryggen sind es nur wenige hundert Meter zur Festung Bergenhus an der Hafeneinfahrt, dem Symbol königlicher Macht gegenüber den einflussreichen Handelsherren der Hanse. Während des Zweiten Weltkrieges - die deutsche Wehrmacht hatte Norwegen besetzt - wurde die Burganlage mit der frühgotischen Håkonshalle und dem Rosenkrantz-Turm schwer beschädigt. Heute ist sie aber wieder aufgebaut und teilweise zu besichtigen.

Typisch skandinavisch: hölzerne Kirchen

Nach dem Vorbild des Doms zu Speyer ließen die deutschen Hansekaufleute die Marienkirche errichten. Lübeck stiftete im späten 15. Jahrhundert den Triptychon-Altar. Um 1150 entstand die Domkirche St. Olav. "Die Stabkirche Fantoft außerhalb der Stadt ist sehr sehenswert, aber ein Nachbau", erklärt Mundal. Diese Art der aus Holz gebauten Gotteshäuser ist typisch für Skandinavien.

Schöner Aussichtspunkt: Floyen

"Lass Dir auf keinen Fall den Panoramablick über die Stadt entgehen", rät Mundals Kommilitonin Kristina Gulbrandsen, als gerade die Sonne die Wolken durchbricht. 320 Meter hoch liegt der Aussichtspunkt Floyen, der mit der zentral gelegenen Standseilbahn bequem zu erreichen ist. Spontan entschließen sich die beiden Studenten ebenfalls zu dem Trip. Man schließt schnell Bekanntschaften in Norwegen.

Eine Fahrt über den Polarkreis nach Kirkenes

Im Verkehrssystem des skandinavischen Landes nimmt Bergen eine wichtige Stellung ein: Es ist Ausgangshafen für die sogenannten Postschiffe, die auf der Hurtigruten das ganze Jahr über verkehren. Sie befördern Passagiere und versorgen die Häfen der Westküste des Landes bis an die Nordspitze Norwegens mit Gütern. Besonders bei deutschen Touristen ist eine Fahrt auf dieser Strecke über den Polarkreis bis nach Kirkenes beliebt.

Landschafts-Erlebnis mit der Bergbahn

Eisenbahnfreunde wie Kurt Glaser aus Wien erreichen das Tor zu den Fjorden auf Schienen. Zwischen der Hauptstadt Oslo und der Hafenstadt im Westen Norwegens verkehren täglich mehrere Züge der Bergenbahn. "Die Strecke ist landschaftlich einmalig schön", schwärmt der Österreicher, "sie durchquert in zahlreichen Tunnels die Berglandschaft teils über der Baumgrenze". Für die 526 Kilometer brauche der Zug gut sieben Stunden.

Kreuzfahrtschiffe sorgen für Einnahmen

In den Waggons trifft man auf Reisende mit schweren Rucksäcken in Outdoor-Kleidung. "Die ganze Gegend eignet sich bestens für Wandertouren", meint Katja Sager, die zum malerischen Aurlandsfjord unterwegs ist. Dazu steigt sie in Myrdal in die "Flåmsbana" um, die sie zur Ortschaft Flåm bringt. Deren Hafen steuern übrigens auch Kreuzfahrtschiffe an und machen den Tourismus zur wichtigsten Einnahmequelle.

"Die Strecke ist landschaftlich sensationell"

Auch Glaser will mit der "Flåmsbana" fahren, die zur Küste 860 Meter Höhenunterschied bewältigt und als eine der steilsten Bahnlinien in Normalspur weltweit gilt. Er will danach allerdings sofort nach Myrdal zur Weiterfahrt nach Bergen zurückkehren. "Die Strecke ist landschaftlich sensationell", begeistert sich der Wiener. Wer die Bahnreise entsprechend plant, hat bequem Zeit für einen solchen Abstecher, ehe der nächste Zug nach Bergen fährt.

Weitere Informationen:

Visit Norway: Caffamacherreihe 5, 20355 Hamburg,Tel.: 0180 / 5001548, www.visitnorway.com
Bahnverbindungen der NSB: http://www.nsb.no
"Flåmsbana": http://www.flaamsbana.no

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Quelle: dpa-tmn

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Kommentare (3)

zum Forum

Thema: "Bergen: Das Tor zu Norwegens Fjordlandschaft"

adyhood schrieb: am 27. Juni 2011 um 12:28:35
(0) (0) bergen
ich war letztes jahr wieder mal in Bergen und war richtig entäuscht,da ich Bergen das letzte mal 1985 besucht habe es wunderschön
fand und nun eine Großstadt mit sehr viel Verkehr und Hektik wiedergesehen habe
mehr Kommentar melden

HTL schrieb: am 20. Juni 2011 um 18:10:45
(0) (0) eine Reise wert
1966 da gewesen. Vielleicht schaffe ich es nochmal.

Kommentar melden

Fjordliner schrieb: am 20. Juni 2011 um 17:45:37
(0) (0) schöner Urlaub
noch 5 Wochen und wir dürfen diese Bilder live sehen

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