12.05.2011, 14:28 Uhr
Stopp! Wir zeigen Ihnen welche Städte Deutschlands so hässlich sind, dass Sie besser zu Hause bleiben. Autor Martin Nusch hat Deutschland genau unter die Lupe genommen und anstelle eines Reiseführers einen Abreiseführer geschrieben. Humorvoll zeigt er, welche Städte allerhöchstens die Einwohner mögen. Hoffentlich wohnen Sie nicht in Gelsenkirchen, Essen oder Cottbus? Wenn doch, können Sie beruhigt sein, denn der Autor hat fast in jeder Stadt einige Leichen ausgegraben. Mit diesem Wissen kann man besonders gut die Einwohner der verhassten Nachbarstadt ärgern. Welche Orte zu den "88 Städten, die Sie unbedingt verlassen sollten" gehören, erfahren Sie in unserer Foto-Show.
Auf 192 Seiten informiert Martin Nusch über Deutschlands Städte. Der Leser erfährt jedoch nichts von den typischen Sehenswürdigkeiten. Stattdessen hat der Autor Kategorien wie "unbedingt verpassen", "was alle anschauen", "bekannt durch" und "schnell zu besichtigen" eingeführt. Denn man muss doch nun wirklich nicht nach Berlin fahren, wenn man den Reichstag auch im Parlamentsbeitrag der Tagesthemen zu sehen bekommt. Das spare nicht nur Zeit, anschließend kann man schnell wieder zu "Germany's Next Topmodel" zappen, um den Langweile-Faktor wieder zu neutralisieren.
Auch an den traditionellen Gerichten der deutschen Städte hat Autor Nusch keinen Gefallen gefunden. Das Leipziger Allerlei sei schließlich nichts anderes als Pampe aus verkochtem Gemüse und Kölsch ein "bierähnliches Getränk". Doch die Bayern, die sich jetzt eins ins Fäustchen lachen, kommen auch nicht besser weg. Denn das Oktoberfest (das übrigens im September stattfindet) bestehe unter der Woche nur aus alten Münchnern, die sich mit Maß (0,8 Liter!) besaufen und unter die Bank pinkeln. Am Wochenende dagegen gäben sich nur die Touristen im Bierzelt die Kante - dann sei das Oktoberfest in München genauso empfehlenswert wie das in Kanada oder Thailand.
Darf es noch ein Bisschen mehr Zynismus sein? Frankfurt besitze mit der Kreuzung einer acht- mit einer sechsspurigen Straße den hässlichsten "Platz der Republik". Bei Recklinghausen wundert Nusch sich, "Warum wohnen hier freiwillig 120.000 Menschen?". Bonns toilettenschüsselförmiger Bahnhofsvorplatz sei der hässlichste in ganz Deutschland und Berlin im Winter sei ein zugiges Loch mit sibirischen Temperaturen. In Bremen sollten Besucher die Discomeile besser meiden, denn dort müssten Schilder darauf aufmerksam machen, dass das Tragen von Waffen verboten ist. Die Offenbacher seien anscheinend zu blöd zum Autofahren, denn hier passieren die meisten Unfälle. Aber auch über die Darmstädter, die sich selbst als "Heiner" bezeichnen, macht sich er sich lustig: "Ursprünglich war das ein Schimpfwort, aber die Darmstädter merkten es nicht und nennen sich jetzt stolz selbst so."
"Der Abreiseführer - 88 Städte, die Sie unbedingt verlassen sollten", Martin Nusch, Carlsen Verlag, 192 Seiten, 12,90 €, www.carlsen.de
Bonn schrieb:
am 21. Mai 2011 um 15:59:32
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Unnötig
Wie lächerlich nur einen einzigen Ort einer Stadt zu beschreiben. In jeder Großstadt gibt es wohl Orte von denen man sich
fernhalten sollte. Das hat aber mit der Stadt und ihren Sehenswürdigkeiten nichts zu tun. Man könnte hier auch jedes Foto durch ein schönes ersetzen, sodass man dort hin möchte.
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Bremerland schrieb:
am 21. Mai 2011 um 15:41:25
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Die Bremer Dico Meile,
hat mit der Bürgermeister-Schmidt-Str überhaupt NIX zu tun. Scheinbar hat sich Herr Nusch mit seinen Abreiseführer
dort verlaufen als er zum Bahnhof oder Rembertiring, Breitenweg oder Bahnhofstrasse wollte. Alternativ ist im "Vierte" Vor dem Steintor bei Nacht auch jede menge los!...
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Nogy schrieb:
am 21. Mai 2011 um 15:25:30
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Abreiseführer: Bloß weg hier
... deshalb ist vollkommen unklar, wieso manche Leute hier wieder das alte Autokennzeichen "HY" haben
wollen??? Angeblich gibt es keinen Grund hier an die "Wende" zu erinnern...Bevölkerung um 50 (!)% reduziert...Jugend und alle, die etwas leisten wollen wandern weiterhin ab...
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