07.09.2010, 10:45 Uhr | Kerstin Seitz
Curaçao - weiße Strände und das Wasser so blau schimmernd, wie der berühmte Likör. Der Orangenlikör ist benannt nach der größten Insel der Niederländischen Antillen, und der ist eigentlich orange und nicht blau. Dennoch wird die Karibikinsel sofort mit dem blauen Likör in Verbindung gebracht. Aber kaum jemand kennt diese Insel, die nicht nur Taucher und Sonnenanbeter anlockt. Sie ist ein Paradies und Wellness für die Augen. Bewundern Sie Curaçao in unserer Foto-Show.
Klar, die Insel bietet all das, was man als Besucher von einer Karibikinsel erwartet: Wunderschöne Strände, kristallklares Wasser in allen Grün- und Blautönen, viel Sonne und angenehme Temperaturen. Doch das ist nicht alles. Auf Curaçao verstecken sich viele kleine Wunder, die entdeckt werden wollen. Kein Geheimtipp ist natürlich die bunte Hauptstadt Willemstad, samt natürlichem Hafen, in dem auch Kreuzfahrtschiffe anlegen. Die Stadt ist unterteilt in die Teile Otrabanda und Punda, die durch die Einfahrtschneise zum Hafen getrennt sind. Über die Königin-Emma-Brücke, die zur Seite schwenkt wenn ein Schiff kommt, besteht allerdings eine Verbindung für Fußgänger. Die Fassaden der Häuser leuchten in allen möglichen Farben, jeder Besitzer kann sein Haus streichen wie er möchte - Hauptsache bunt. Offiziell heißt es, der damalige niederländische Gouverneur litt unter einer Augenkrankheit und ließ die Häuser in unterschiedlichen Farben streichen, damit die Sonnenreflexionen ihn nicht blendeten. Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch darauf hingewiesen, dass er selbst Besitzer einer Farbfabrik war...
Wer Curaçao ganz erleben möchte, muss sich auf die Suche nach den etwas "leiseren" Tönen begeben. Beispielsweise sollte ein Besuch bei der "Kräuterhexe" Dinah Veeris auf dem Programm stehen. In ihrem riesigen Kräutergarten finden sich viele Pflanzen, die vom Aussterben bedroht sind. Sie sagt, sie kenne die geheimen Wirkstoffe der Pflanzen und habe für jedes Wehwehchen das richtige Mittel, das sie im angrenzenden kleinen Shop auch verkauft. Das Ambiente des Gartens wirkt friedlich - hier steht die Zeit. Und sie selbst sagt von sich, dass ihre Kräuter sie jung und fit halten. Dihan Veeris ist auf den Antillen sehr angesehen, teilweise kommen Menschen von weit her, um sich von ihr beraten zu lassen. Eine andere beeindruckende Frau ist Nena Sanchez. Ihre extrem bunte Kunst ist genauso farbenfroh wie die Insel selbst und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Auch sie verkauft ihre Werke in die ganze Welt.
Doch es gibt nicht nur beeindruckende Menschen auf der Insel, sondern auch beeindruckende Tiere. In der "Dolphin Academy" können Besucher mit Delfinen schwimmen, sich Tricks vorführen lassen oder andere Meeresbewohner bewundern. Angegliedert an die Academy ist das "Curaçao Dolphin Therapy & Research Center", in dem Delfine für Therapiezwecke ausgebildet werden. Die Therapien finden direkt vor Ort statt und werden mit Fachleuten aus verschiedenen Bereichen durchgeführt. Wer sich für Geschichte interessiert, ist im Museum Kura Hulanda richtig. Dort wird die Geschichte der Afrikaner und Sklaven auf der Insel beleuchtet. Sie beinhaltet die wohl größte Sammlung afrikanischer Objekte. Neben aller Natur und Kultur darf natürlich auch das kulinarische Vergnügen nicht vergessen werden. Am besten lässt sich die Esskultur der Insel bei "Angelicas Kitchen" erleben. Ja, erleben, denn dort wird unter Anleitung in Gruppen selbst gekocht. Dazu gibt es leckeren Wein, Musik und - nach einer Weile - werden alle Mitglieder tanzend an den Töpfen stehen. Am Ende wird das gezauberte Essen dann gemeinsam verspeist.
Natürlich kann man sich auch bekochen lassen. Genannt seien an dieser Stelle zwei kleine, charmante Möglichkeiten. Das "Rancho El Sobrino" (mit angegliedertem Hotel und Appartments) bietet in sehr gemütlichem Umfeld und liebevoll eingerichteter Location einheimische und internationale Speisen, Gegrilltes und den Fang des Tages (Fisch). Auch einen sehr eigenen Charme hat "Jaanchi's Restaurant", das für seine Fischspezialitäten bekannt ist. Viele bunte Vögel bewegen sich im und um das Restaurant, da der Besitzer sie mit Futter lockt. Auf der Speisekarte findet sich auch die eine oder andere exotische Überraschung. Nach dem Essen gehört ein Absacker zum guten Ton - den kann man in der Netto-Bar, der ältesten Bar auf der Insel, genießen. Doch nur faulenzen ist auch nicht gut. Wie wäre es mit einer Tour auf den höchsten Berg der Insel, den Christoffel Mountain, im gleichnamigen Nationalpark? Von dort ist die Aussicht atemberaubend. Wo viel Wasser ist, sollte es natürlich auch genutzt werden. Ein schöner und vor allem sicherer Wassersport-Spot liegt im sogenannten "Spanish Water". In der Lagune können alle möglichen Sportgeräte ausgeliehen werden. Nach einem ausdehnten Sportprogramm schreit es förmlich nach einem Besuch am klassischen Karibik-Entspannungsort - dem Strand. Erwartungsgemäß gibt es davon jede Menge auf der Insel - welcher einem am besten gefällt, muss man selbst entscheiden. Am besten funktioniert das "Beachhopping" mit dem Mietwagen - so lässt sich auch jedes kleine Geheimnis der Insel entdecken.
Paradera Kräutergarten von Dinah Veeris, Seru Grandi Kavel 105A, Brand'a Riba: www.dinahveeris.com;
Künstlerin Nena Sanchez: Coral Estate, Rif St. Marie Kavel 900, Curaçao, Netherlands Antilles, nena@nenasanchez.com, Studio: 599.9.869.4965, Gallery: 599.9.738.2377, Fax: 599.9.864.0965 www.nenasanchez.com
Dolphin Academy at Curaçao Sea Aquarium, Willemstad, Tel: 5999 4658900, www.dolphin-academy.com;
Curaçao Dolphin Therapy & Research Center: T: (+5999) 461 9886 / (+5999) 461 9771, F: (+5999) 461 9889, info@curacaodolphintherapy.com, www.curacaodolphintherapy.com;
Museum Kura Hulanda: Klipstraat 9 (Otrobanda) Willemstad, Tel.: +5999 434 7765 - Fax: +5999 454 7705, museum@kurahulanda.com, www.kurahulanda.com/museum;
Angelicas Kitchen: Hoogstraat 49, Willemstad, Tel. + 599-9 510 3699, Fax + 599-9 869 6582, info@angelicas-kitchen.com, www.angelicas-kitchen.com;
Rancho El Sobrino: Weg naar knip z/n, Phone: +(599-9) 888-8822 / 864-0493, Fax: +(599-9) 869-4015, E-mail: info@ranchoelsobrino.com, /www.ranchoelsobrino.com;
Jaanchi's Restaurant: Westpunt 15, Westpunt, Tel. (599-9) 864-0126;
Netto Bar: Breedestraat 143 (O), + 599 9 462 5188, www.nettobar.com;
Pro Sail Curaçao: Tel no. (5999-) 5656070 or (5999)7672233, Marine Watersport Centre, Brakkeput Ariba 1, info@prosailcuracao.com, www.prosailcuracao.com;
Christoffel National Park, Savonet z/n, P.O. Box 2090, Willemstad, Tel: +(5999) 864-0363 , info@christoffelpark.org, www.christoffelpark.org
Anreise: Martinair und KLM fliegen mehrmals wöchentlich via Amsterdam nach Willemstad (www.martinair.de; www.klm.de), Flugdauer: zehn Stunden, Preis für Hin- und Rückflug etwa 800 Euro.
Reisezeit: Curaçao ist ein ganzjähriges Reiseziel. Es gibt keine Regenzeit, kaum Temperaturunterschiede, August und September sind die wärmsten Monate. Die Insel liegt außerhalb des Hurrikangürtels.
Einreise: Für die Einreise genügt ein sechs Monate gültiger Reisepass.
Impfungen: Es sind keine Impfungen nötig.
Zeit: Die Zeitverschiebung beträgt minus fünf Stunden (Winter) und sechs Stunden (Sommer).
Landessprache: Holländisch, Umgangssprache kreolisches Papiamentu
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Kerstin Seitz
Eto schrieb:
am 27. März 2011 um 21:09:40
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Curacao
War auch da und die einheimischen sind nett und freundlich.Deutscher denken dass sie überall sch.... bauen dürfen und können ein
Beispiel Mallorca aber dort stoßen sie auf Gegenwehr und jetzt auf einmal sind die Leute dort nicht freundlich?
Sie sollten sich schämen.
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tom schrieb:
am 12. September 2010 um 19:26:24
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??
man muss den einheimischen zu verstehen geben, dass man kein makamba (holländer) ist und uhr werdet sehen, wie gastfreundlich sie doch
sein können. sie haben mit den holländern schlechte erfahrungen gemacht und denken alle hellhäutige sind makamba. deutsche mögen sie, solange sie keinen scheiss mit den einheimischen machen. denn das spricht sich auf der kleinen insel schnell rum.
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tom schrieb:
am 12. September 2010 um 19:18:49
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???
gipsy hast du dich verlaufen? man geht doch nicht in den armenviertel (boca sami) wandern! ich nehme an, dass du in barbara beach und
coral estate nicht reingelassen wurdest. da hast du was verpasst. burgen ab 2 millionen aufwärts. mit der freundlichkeit der einwohner habe ich bis jetzt nur positives erlebt. es kommt auch darauf an, wie man sie behandelt. mehr mals erlebt, einen einheimischen 1 bier ausgegeben und 2-3 zurück bekommen.
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