26.04.2011, 10:35 Uhr
Riesenaffen verirren sich nur noch selten auf die Spitze, aber nicht zuletzt der King-Kong-Film hat das Empire State Building in den USA zum wohl berühmtesten Wolkenkratzer der Welt gemacht: Nun wird es 80. Bewundern Sie das Bauwerk auch in unserer Foto-Show.
Der Hollywood-Star ist schon 80, doch dank unzähliger Filme bekommt er noch immer täglich Besuch von Tausenden von Fans aus aller Welt. Der kantige Typ ist längst nicht mehr das Maß aller Dinge, aber er ist ein Klassiker mit bewegter Vergangenheit und vielleicht der berühmteste seiner Art: Das Empire State Building, jahrzehntelang der höchste Wolkenkratzer der Welt und eines der bekanntesten Bauwerke der Erde, wird 80 Jahre alt. Zumindest jährt sich seine offizielle Eröffnung durch den US-Präsidenten zum 80. Mal.
Auch wenn Hollywood den Riesenaffen King Kong nicht auf der Spitze hätte herumturnen lassen, wäre das Empire State Building eine Berühmtheit geworden. Denn als solches war es angelegt: Das höchste Bauwerk der Welt sollte es werden. "Bill, wie hoch kannst Du bauen, ohne dass es umfällt?" soll Investor John Jakob Raskob den Architekten William Lamb gefragt haben. Auf 320 Meter einigte man sich, deutlich höher als alles andere in New York und auf der Welt.
Wenn da nicht das Chrysler Building gewesen wäre. Das war mit 282 Metern angekündigt. Also plante die konkurrierende Bank of Manhattan zwei Fuß höher: 282,60 Meter. Doch im letzten Moment krönte Architekt William van Alen sein Bauwerk mit der bis heute atemberaubenden Spitze, die das Chrysler Building nicht nur zum vielleicht schönsten Wolkenkratzer der Welt, sondern vor allem zum höchsten machten: 319 Meter - da konnte Raskob beim Empire State Building nicht einfach nur einen einzigen Meter mehr haben.
Also wurde neu geplant und auf den Bau, einem schlichten Klotz mit ein paar Vorsprüngen, einfach noch ein zweiter gesetzt. Der Turm auf dem Turm machte das Gebäude zum Rekordhalter: 381 Meter hoch. Die 20 Jahre später montierte Antenne brachte es auf knapp 444 Meter. Doch das war nicht mehr wichtig. Entscheidend war: Das Empire State Building war das höchste Gebäude der Welt. Und während die Baurekorde heute alle paar Jahre purzeln, hielt dieser bis 1972 - bis das World Trade Center kam.
Ein Rekord ist heute nicht mehr zu sehen: Das Empire State Building wurde in atemberaubender Geschwindigkeit gebaut. Nachdem das alte Waldorf-Astoria-Hotel an der Ecke Fifth Avenue, 33. Straße abgerissen war, wuchs der Art-deco-Bau täglich, stündlich, ja minütlich. Im September 1930 wurden in nur zehn Tagen 14 Stockwerke gebaut. Das klappte, weil viele Teile vorgefertigt und der Einsatz der 3500 Bauarbeiter geradezu militärisch geplant war. Nach nicht einmal 14 Monaten war der Riesenbau fertig. Der Preis des Erfolgs: 14 Arbeiter waren ums Leben gekommen. Beim Bau des Chrysler Buildings war es kein einziger gewesen.
Doch als der damalige US-Präsident Herbert Hoover am 1. Mai 1931 vom Weißen Haus in Washington aus die Lichter des Empire State Building einschaltete, war es zuerst ein Empty State Building, ein leeres Gebäude. Denn inzwischen hatte die Weltwirtschaftskrise zugeschlagen. Hatte sich in den vier Jahren zuvor die Bürofläche in Manhattan noch fast verdoppelt, standen jetzt die Büros leer - auch im höchsten Gebäude der Welt. Zudem konnte doch kein Luftschiff auf dem Dach festmachen, wie es die Planer versprochen hatten. Viel zu windig da oben, wie jeder Tourist bestätigen kann.
1933 wurde das Hochhaus Kulisse des Kassenschlagers King Kong. Wie der Affe im Film stürzten später Dutzende Menschen von dem Gebäude in den Tod - meistens Selbstmörder, der erste schon, bevor es fertig war. Längst versperren Gitter den Lebensmüden den Weg und den Touristen die Sicht. Mehr als eine Million Besucher kommen im Jahr. Nach 20 Dollar, der Sicherheitskontrolle, stundenlangem Warten und der Fahrt mit einem Expresslift belohnt - bei dichtem Gedränge - ein atemberaubender Blick auf das atemberaubende New York. Dafür gehen manche sogar zu Fuß. Wie der Baden-Württemberger Thomas Dold, der schon sechsmal den jährlichen Treppenlauf gewonnen hat. Zehn Minuten braucht er für die 1576 Stufen.
Es gibt noch viele Geschichten über das Empire State Building zu erzählen. Wie von dem Bomber, der sich 1945 im Nebel verirrte und in den 80. Stock krachte. 14 Menschen starben. Oder von der Selbstmörderin, die 1979 von einer Böe auf einen Vorsprung geweht wurde und überlebte. Oder dem Palästinenser, der 1997 sieben Menschen niederschoss. Im Licht des Turms ist viel passiert. Das Licht ändert sich übrigens ständig: Rot und grün ist es zu Weihnachten, ganz bunt zu Ostern und orangefarben an Halloween. Goldfarben war es für Königin Elizabeth und schwarz-rot-gold für Deutschland. Einmal, 2004, blieben die Lichter sogar für 15 Minuten aus - als Reminiszenz für Fay Wray, die mit 96 gestorben war: King Kongs "weiße Frau".
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Quelle: dpa
der Bär schrieb:
am 30. April 2011 um 19:09:18
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@Rolf Günter
zu dem damaligen Unfall war das Empire State Buildung neuer gewesen wie bei dem attentat die World Trade Center lol.Und aus was
glaubst du wurden damals Flügel gebaut ? Aus massiven Eisen ? looool. Hinsetzen und deine antiami Maske abnehmen und mal die Logik walten lassen!!
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Stephan schrieb:
am 30. April 2011 um 17:11:16
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xxx
Quatsch kein Blech Rolf - selbst ein Bomber aus den 2. Weltkrieg wog nicht den Bruchteil eines der Jets die heute hunderte Passagiere
transportieren.Der Bomber damals ist Buchstäblichen im Haus stecken geblieben so lahm ist die Propellermaschine eingeschlagen.
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Kurt schrieb:
am 28. April 2011 um 13:29:55
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Ach je
das man bei jedem Bericht immer wieder den Vergleich zieht... Nur übersieht man dabei, daß der Jet das über 10fache Startgewicht
hat und die doppelte Geschwingigkeit erreicht, und das Empire ist aus Marmor und Grantit. Naja, vielleicht redet ja irgendwann einer, der an der Verschwörung beteiligen hunderten Menchen irgendwann :-)
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