18.02.2008, 11:08 Uhr
Bad Harzburg gehört zu den 3-Top-Heilbädern Niedersachsens. (Foto: dpa)(Foto: dpa)Die Kurorte und Heilbäder in Deutschland genießen einen guten Ruf, doch einige sind besser als andere: Das ergab jetzt eine groß angelegte Studie des Europäischen Tourismus Instituts (ETI). Bei dem Vergleich von 158 deutschen Heilbädern und Kurorten haben Bad Neuenahr (Rheinland-Pfalz), Bad Zwischenahn und Langeoog (beide Niedersachsen) am besten abgeschnitten. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Studie hervor, die vom ETI in Trier veröffentlicht wurde. Die Studie zeigt nach Angaben des Instituts, "in welchen Orten gesunder Urlaub mit höchster Wohlfühlqualität möglich ist" - und kürt somit Deutschlands beste Kurorte. An der bisher größten Untersuchung dieser Art hatten Orte aus acht Bundesländern (Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Thüringen) teilgenommen. Zu den Auftraggebern gehören neben Ministerien einiger Länder auch zahlreiche Kurorte sowie Tourismusverbände. Insgesamt gibt es mehr als 350 staatlich anerkannte Bäder und Kurorte in Deutschland.
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Bei den Mineral- und Moorheilbädern führten Bad Harzburg, Bad Neuenahr und Bad Zwischenahn die Wertung an, bei den Seebädern platzierten sich die "Drei Kaiserbäder" auf der Ostseeinsel Usedom und Zingst (Mecklenburg-Vorpommern) sowie das Nordseeheilbad Langeoog vorn. Bad Bevensen, Bad Iburg (Niedersachsen) und Tecklenburg (Nordrhein-Westfalen) bildeten die Spitzengruppe der Kneipp-Kurorte. Bei den heilklimatischen Kurorten lagen Bad Harzburg (Niedersachsen), Winterberg (Nordrhein-Westfalen) und Manderscheid (Rheinland-Pfalz) vorn.
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Niedersachsen stellte mit 40 Orten etwa ein Viertel der Teilnehmer und fast die Hälfte der insgesamt 36 Bundessieger. Gewinner waren Orte, die bei der Auswertung nach verschiedenen Kriterien in einer von drei Zielgruppen (Gesundheitstouristen, Wohlfühlurlauber und Erholungstouristen) im Spitzenfeld abschnitten. 83 Prozent der Gäste in den Kurorten sind Erholungstouristen, 7 Prozent kommen zur gezielten Behandlung eines Leidens und 10 Prozent gelten als "Wohlfühlurlauber".
Wissenschaftliche Mitarbeiter hätten die 158 Orte ein Jahr lang auf die kurmedizinischen Angebote sowie auf Gastronomie, Unterbringung, Landschaft, Verkehrsverhältnisse, Freizeitangebote und auch auf "örtliche Atmosphäre" hin untersucht. Ziel sei eine "ehrliche Standortanalyse und eine Fülle an Handlungsvorschlägen" für die Verantwortlichen gewesen. Das ETI veröffentliche daher keine vollständigen Listen, aus denen auch besonders schlechte Bäder und Kurorte ersichtlich wären. Die Studie sage auch nur etwas über die Qualität des "gesundheitstouristischen Angebots" aus - und nichts darüber, wie gut oder schlecht die Orte wirtschafteten. Einige Kurorte hatten bereits im Vorfeld Teilergebnisse der Studie bekannt gegeben.
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Quelle: dpa
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