27.06.2011, 17:00 Uhr | Julia Rothhaas/srt
Ein Schwimmbecken, eine Liegewiese, ein Kiosk: So stellt sich der Deutsche gemeinhin ein Freibad vor. Dagegen ist nichts zu sagen, doch manche Schwimmbäder haben eben auch mehr zu bieten als nur das. Wir stellen Ihnen die schönsten Freibäder Deutschlands vor - auch in unserer Foto-Show.
Seit 1899 erfrischen sich die Münchener im Maria Einsiedel-Bad im Süden der Stadt. Das 2750 Quadratmeter große Becken, das einen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich hat, begeistert mit seinem ökologischen Konzept: Seit 2008 übernehmen Mikroorganismen die biologische Reinigung des Badewassers. Hundertprozentig ökologisch ist das Wasser auch im Isarkanal, der fast 400 Meter durch die Anlage fließt. Besonders beliebt ist der "Eiskanal" an heißen Tagen, denn sein Name ist Programm. Man darf sich also nicht wundern, wenn nach jedem Sprung in den Kanal ein lautes Quieken zu hören ist.
Wer ins Opelbad auf den Wiesbadener Neroberg fährt, der kommt nicht nur, um ein wenig zu schwimmen. Denn vom Beckenrand des 65 Meter langen Schwimmer- wie Nichtschwimmerbeckens hat man einen sensationellen Blick über die Stadt sowie auf die nahe gelegenen Wälder und Weinberge. Während die kleinen Badegäste im Planschbecken mit Rutschbahn toben, ruhen sich die Großen auf den terrassenförmig angelegten Liegewiesen des 14.500 Quadratmeter großen Areals aus. Das Freibad besitzt zudem eine Finnische Sauna für etwa 40 Personen und ein Restaurant. Das wird - eben wegen des schönen Panoramas - nicht nur von Badegästen genutzt.
Früher wurden hier bis zu 8600 Tonnen Koks am Tag produziert, mittlerweile gilt die Kokerei Zollverein in Essen als Industriedenkmal. Zwischen den ausrangierten Maschinen und Kühltürmen schimmert heute ein blauer Pool, der als Kunstprojekt von den Künstlern Dirk Paschke und Daniel Milohnic aus Überseecontainern zusammengeschweißt wurde. Sonnen kann man sich in der bizarren Anlage auf Sonnendecks aus Holz, die den Pool umgeben. Das Becken ist nur fünf Meter breit und zwölf Meter lang, aber die Atmosphäre einmalig. Seit 2001 ist das Werkschwimmbad für Wasserfreunde geöffnet und der Eintritt erfreulicherweise frei.
Lange war die Zukunft des Felsenbad Pottenstein in Oberfranken ungewiss, doch 2001 wurde das ungewöhnliche Freibad nach Jahren des Verfalls wiedereröffnet. Sein 1620 Quadratmeter großes Becken liegt unterhalb einer riesigen Wand aus Dolomitfelsen, ein beeindruckender Anblick für Schwimmer und Sonnenanbeter. Doch nur die Hälfte des Badesees kann benutzt werden, denn das Becken wird als Biotop und damit als natürlicher Wasserfilter genutzt.
Eine gute Idee und ein außergewöhnliches Flair bietet das Badeschiff im Berliner Osthafen. Ein altes Transportschiff wurde als Pool umgebaut, der auf der Spree schwimmt, während man selbst im azurblauen Wasser liegt. Das Badeschiff ist über hölzerne Sonnendecks erreichbar, auf denen ab und zu Konzerte, Partys oder auch mal Yogakurse stattfinden. Das 32 Meter lange und acht Meter breite Schwimmbecken ist aber nicht nur im Sommer zugänglich: Im Winter sorgen zwei Saunen auf dem Boot für ein ungewöhnliches Erlebnis.
Wer im Brentano-Bad in Frankfurt am Main badet, hat das Gefühl, man könne noch Stunden geradeaus schwimmen. Denn das größte Beckenbad Deutschlands ist 220 Meter lang und 50 Meter breit, und sieht von oben aus wie eine riesige Lagune in Form eines Kreissegments. Rund um das Freibad im Frankfurter Stadtteil Rödelheim wachsen zwar keine Mangrovenbäume, dafür kann man sich aber unter hiesige alte Bäume setzen oder durch die parkartige Anlage spazieren. Auch abends ist hier viel geboten, denn das Brentano-Bad wird regelmäßig zum Open-Air-Kino.
Hier werden die Besucher zur Attraktion, denn vom Bistro des Mühltalbads in Darmstadt aus kann man durch eine Scheibe in das Hauptbecken gucken und beobachten, wer den schönsten Kraulstil hat oder wer am tiefsten tauchen kann. Der Blick fällt hier im Freibad im Süden Darmstadts aber auch gern mal auf den nahe gelegenen Frankenstein, doch der gut besuchte Zehnmeter-Sprungturm lenkt leicht von der Naturkulisse ab.
Pack die Badehose ein - dieses Motto gilt nicht für alle Besucher des Inselbads Untertürkheim in Stuttgart. Denn neben den Familien-, Sport- und Springerbecken verfügt das Freibad auch über ein eigenes Nacktbadebecken. Dieses liegt inmitten des großzügigen und abgetrennten FKK-Bereichs, der auch eine eigene Sonnenwiese sowie Duschen und WC-Anlagen hat. Wer seinen Badeanzug anhat, der vergnügt sich auf der 90 Meter langen Wasserrutsche, traut sich auf den Zehnmeterturm oder entspannt auf einer der Unterwassersprudelliegen oder lässt sich an einer Wasserfontäne massieren.
Das Terrassenbad in Bad Kissingen hält, was es verspricht: Die Anlage und die Becken breiten sich auf verschiedenen Terrassen an einem der sonnigsten Hänge der Bayerischen Rhön aus. Zentraler Punkt des Bads ist der Pavillon, von den Einwohnern liebevoll "Weizenturm" genannt, von dem man den perfekten Rundblick über das ganze Gelände hat - bestenfalls mit einem frisch gezapften Weizen aus dem Café. Damit jeder auf seine Kosten kommt, hat das Terrassenbad einen eigenen Mutter-Kind- sowie einen Seniorenbereich, der den unterschiedlichen Bedürfnissen angemessen ist.
Mitten in Hamburg im Park planschen? Kein Problem: Das Freibad grenzt direkt an den großen See im Stadtpark im Stadtteil Winterhude. Im Herzen des 148 Hektar großen Parks stellen sich die Fans des Freibads ihren Liegestuhl auf das Holzdeck am Beckenrand und schwimmen anschließend gemütlich eine Runde im naturbelassenen Wasser, während die Kleinen die größten Sandburgen am Sandstrand bauen. Und im Anschluss gibt es für beide einen Eisbecher im Restaurant mit Blick auf den ehemaligen Wasserturm, der heute das Planetarium beherbergt.
Naturbad Maria Einsiedel, Zentralländstr. 28, 81379 München, www.swm.de;
Opelbad, Auf dem Neroberg, 65193 Wiesbaden, www.wiesbaden.de;
Werkschwimmbad Zollverein c/o Kokerei Zollverein, Ahrendahls Wiese, 45141 Essen-Stoppenberg, www.zollverein.de;
Felsenbad, Pegnitzer Str. 35, 91278 Pottenstein, www.felsenbad.eu;
Badeschiff, Eichenstr. 4, 12435 Berlin, www.arena-berlin.de;
Freibad Brentano, Rödelheimer Parkweg, 60489 Frankfurt am Main, www.bbf-frankfurt.de;
Mühltalbad, Mühltalstr. 72 - 80, 64297 Darmstadt, www.darmstadt.de;
Inselbad Untertürkheim, Inselbad 4, 70327 Stuttgart, www.stuttgart.de;
Terrassenbad, Schwimmbadstr. 9, 97688 Bad Kissingen, www.badkissingen.de;
Naturbad Stadtparksee, Südring 5b, 22303 Hamburg, www.baederland.de.
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Quelle: srt
GERDA schrieb:
am 4. Februar 2012 um 17:01:13
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LEIDER WIRD ABER NUR IN GROSSE STÄDTE INVESTIERT !
frage mich warum nur die großen Städte das GELD dafür haben, die kleinen Städte (
Niederrhein- Emmerich ) haben NICHTS ihren Einwohner zubieten, weder freizeitmäßig noch Kultur und für Kinder und Jugendliche noch weniger, da MUSS die POLITIK das Geld BESSER verteilen, auch sind die Kommunen da gefragt !!!!!
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Gabriele schrieb:
am 28. Juni 2011 um 09:50:22
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Schwimmbäder
Die Bäder sind ja sehr schön, aber bei uns in Bammental / Heidelberg ist ein wunderschönes Waldschwimmbad. 1 Schwimmer, 1
Nichtschwimmer , 1 Kinderbecken , 1 Babybecken , 1 Wassertretanlage ,1 Kiosk ,wo man leckere Sachen zu essen bekommt u.s.w .Große Liegewiesen mit Sonnenschirmen . Kommt einfach mal her .
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Halihalo schrieb:
am 28. Juni 2011 um 09:35:09
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Freibäder
Lindau am Bodensee und Singen kämme für mich auch noch in die Auswahl.
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