21.02.2011, 11:21 Uhr | K. Seitz
Wüste - das klingt im ersten Moment ziemlich langweilig. "Da ist doch nichts" mag man denken. Richtig: Hotelbunker, Partynächte, Pool und Palmen - Fehlanzeige. Aber sie überzeugen durch ihre Einfachheit und stille Schönheit. Schauen Sie sich die schönsten Wüsten der Welt in unserer Foto-Show an.
Jeder kennst sie, zumindest von Namen: Die Sahara. Sie ist mit neun Millionen Quadratkilometern die größte Trockenwüste der Welt. Sie zieht sich von der afrikanischen Atlantikwüste bis zum Roten Meer. Wer sich hier verirrt, ist verloren. Dass diese Wüste zum Großteil aus Steinen und Felsen besteht, wissen die wenigsten. So assoziiert man mit der Sahara doch zuerst riesige Dünen und unendliche Weiten gelben Sandes. Dort gibt es viel zu sehen, auch wenn "Sahara" übersetzt eigentlich "Nichts" heißt. Wirklich viel Sand bietet die Namib an der Westküste Afrikas. In ihr sind einige Nationalparks angesiedelt und ihr Name wird am passendsten mit "Leerer Platz" übersetzt. Die Namib ist für ihre riesigen Dünen bekannt. Der Wind türmt den Sand bis zu 400 Meter hoch auf und bietet durch die ständige Bewegung immer wieder optische Überraschungen.
Auch aus Sand, allerdings aus rotem, besteht die Kalahari in Namibia. Der Wind formte aus diesem feinen Sand die berühmten länglichen "Sand Ridges", die Dünen-Wellen. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv. Auch die Wüste Gobi ist den meisten Menschen ein Begriff. Sie befindet sich in Zentralasien und ist die fünftgrößte Wüste der Welt. Da dort kontinentales Klima herrscht, das heißt, dass es einen Wechsel von Sommer zu Winter gibt, können die Temperaturen dort auch auf bis zu minus 40 Grad sinken. Eine gefrorene Wüste ist eine merkwürdige Vorstellung. Allerdings ist dies nichts Ungewöhnliches. Es gibt sogar Eis- beziehungsweise Kältewüsten wie die Antaktis. Das Wright Valley in der Ross-Wüste liegt auch auf diesem Kontinent und ist der niederschlagärmste Platz auf der Welt. Dort ist es durchgehen so kalt und trocken, dass kein Pflänzchen eine Chance hat zu überleben.
Neben Sand-, Stein- und Eiswüsten gibt es noch das Phänomen der Salzwüste. Beispiele hierfür sind die Große Salzwüste westlich der Rocky Mountains in Utah. Einst existierte hier der Lake Bonneville. Der See trocknete aus und hinterließ eine weiße Salzschicht. Die Sonorawüste gilt als besonders artenreich und vielseitig. Sie zieht sich über Mexiko und Arizona bis nach Kalifornien. Dort findet sich alles: Bergzonen mit einer Höhe von bis zu 3000 Metern und flache Küstenregionen. Sand satt gibt es in der größten Sandwüste der Welt - der Rub al-Khali. Sie zieht sich über fast ein Drittel der arabischen Halbinsel. Das sind über 500.000 Quadratkilometer. In Australien befindet sich eine Wüste, die keine einzige Straße bietet: Die Simpsonwüste im Northern Territory. Wer sich für Dünen interessiert, ist hier richtig. Dort verlaufen die längsten parallel von Nord nach Süd ausgerichteten Sanddünen der Welt. Noch eine der trockensten Wüsten der Welt ist die Atacamawüste in Chile. Das Besondere an ihr ist, dass es dort mehrere Sternwarten gibt. Und so bietet jede einzelne Wüste ihren ganz eigenen Superlativ.
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Quelle: t-online.de
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