04.07.2011, 14:51 Uhr | srt/Sibylle von Kamptz
Glück gehabt: Befände sich die Zugspitze samt dem dazugehörigen Bergmassiv nur ein paar hundert Meter weiter westlich, dann wäre sie ein österreichischer Gipfel unter vielen. Der Ruhm als höchster Berg Deutschlands würde dann dem Watzmann gebühren. Doch der 2962 Meter hohe Zugspitzgipfel liegt gerade noch auf bayerischem Gebiet und erfreut sich deshalb bei Urlaubern großer Beliebtheit. Schauen Sie sich in unserer Foto-Show an, was Sie so alles auf der Zugspitze erwartet.
Bis zu 5000 Besucher tummeln sich pro Tag auf der Zugspitze. Damit ist allerdings nicht die Felsspitze des Ostgipfels mit dem fotogenen vergoldeten Kreuz gemeint, sondern die modernen Bergbahnstationen, die klimatisierten Ausstellungsräume und die betonierten Aussichtsterrassen. Bei gutem Wetter genießt man eine grandiose Fernsicht auf über 400 Gipfel in Österreich, Italien, der Schweiz und Deutschland, darunter die Tiroler Wildspitze, der Großglockner, der Ortler und der Piz Bernina. An weniger klaren Tagen liegt einem zumindest das Voralpenland mit seinen Seen zu Füßen.
Von Anfang an wurde die exponierte Lage des Gipfels vielfältig genutzt - das meteorologische Observatorium ist seit Juli 1900 in Betrieb. "Die Station ist immer besetzt", sagt Margit Schennach von der Tiroler Zugspitzbahn. Sturmböen mit 335 Stundenkilometern wurden bereits gemessen, 50 bis 60 Gewitter pro Jahr umtosen den Gipfel. Die maximale Schneehöhe von 9,40 Metern wurde indes bereits 1944 notiert - in den letzten Jahrzehnten ging der Gletscher, auf dem im Winter neun Skilifte fahren, kontinuierlich zurück.
Der hochalpine Gipfel ist fest in Menschenhand: 1926 begann die "technische Umklammerung" des Berges, wie es Margit Schennach ausdrückt. Die erste Bahn von österreichischer Seite endete noch 160 Meter unterhalb des Gipfels. In der Folge lieferten sich Bayern und Tirol ein regelrechtes Wettrennen um den Berg - mehrere Berghütten und Bahnen, Hotels und weitere Forschungsstationen entstanden. Events wie Sonnenaufgangs-Fahrten, Fondue-Abende, das Zugspitz-Oktoberfest und auch der nicht unumstrittene Zugspitzlauf locken Besucher an. Bei der Extremveranstaltung, die jedes Jahr im Juli stattfindet, überwinden die besten Bergläufer die 17,9 Kilometer lange Strecke und über 2200 Höhenmeter von Ehrwald bis zum Gipfel in gerade einmal zwei Stunden.
Die meisten Gipfelstürmer trauen sich die Besteigung der Zugspitze, für die man mindestens acht Stunden rechnen muss, vernünftigerweise nicht zu. Sie können zwischen drei Aufstiegshilfen wählen: In Garmisch-Partenkirchen startet die Zahnradbahn, die über Grainau und Eibsee in einer guten Stunde durch einen viereinhalb Kilometer langen Tunnel auf das Zugspitzplatt in 2600 Meter Höhe fährt. Mit der Gletschergondelbahn geht es dann in vier Minuten auf den Gipfel. Die Eibsee-Seilbahn schwebt ab Eibsee in zehn Minuten auf den Gipfel. Etwas preiswerter erreichen Besucher den Zugspitzgipfel, wenn sie 20 Kilometer weiter die Tiroler Zugspitzbahn in Ehrwald besteigen, die ebenfalls nur zehn Minuten unterwegs ist.
Eine alte Zollstation, flankiert von Grenzschildern, erinnert an Zeiten, in denen man seinen Ausweis vorzeigen musste, um die komplette Aussicht genießen zu können: Genau über den Westgipfel der Zugspitze verläuft die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. Heute besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ferienregionen "Zugspitzland" rund um Garmisch-Partenkirchen und der "Tiroler Zugspitzarena" mit Ehrwald und Lermoos. Dennoch buhlen mit der "Erlebniswelt Zugspitze" auf Tiroler Seite und der Ausstellung "Tourismus, Technik, Natur - die Zugspitze" auf deutscher Seite zwei Museen, in denen jeweils die Geschichte der Seilbahnen beleuchtet wird, um Besucher.
Vor allem der Bau der ersten Bahn wurde landesweit als "heldenwürdige Herausforderung" gefeiert und beeindruckte die Zeitgenossen. So auch den in Murnau weilenden Dichter Ödön von Horvath, der in seinem Stück "Die Bergbahn" das gewaltige Vorhaben thematisierte. Ein Aufsichtsrat lobt dabei den ehrgeizigen Zeitplan: "Es wäre doch auch zu traurig, wenn man im 20. Jahrhundert noch derart vom Wetter abhängen müsste!" Doch auch im 21. Jahrhundert hat sich daran nichts geändert. So ist es ratsam, vor der Bergfahrt die Wetterprognose zu beachten. Schneefälle, Minusgrade und eisige Windböen auch im Sommer sind auf der Zugspitze keine Seltenheit.
Weitere Informationen:
Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, Olympiastr. 27, 82467 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/7970, www.zugspitze.de, www.gapa.de, www.zugspitzland.de. Das Ticket "Zugspitz-Rundreise" umfasst die Fahrt mit der Zahnrad-, der Gletscher- und der Eibseebahn und kostet für Erwachsene 48 Euro und für Kinder von sechs bis 15 Jahren 27 Euro, Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 114 Euro.
Tiroler Zugspitzarena, Am Rettensee 1, A-6632 Ehrwald, Tel. 0043/5673/20000, www.zugspitzarena.com;
Tiroler Zugspitzbahn, Obermoos, A-6632 Ehrwald, Tel. 0043/5673/2309, www.zugspitze.at. Das Gipfel-Ticket "Erlebnis Zugspitze" umfasst die Berg- und Talfahrt auf den Zugspitz-Gipfel und den Eintritt in das Museum "Faszination Zugspitze" und kostet für Erwachsene 35,50 Euro, für Kinder von sechs bis 15 Jahre 21,50 Euro, Familienkarte für zwei Erwachsene und zwei Kinder 94 Euro.
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Quelle: srt
dieter schrieb:
am 7. Juli 2011 um 16:08:36
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Zugspitze
schade um die zerstörte Natur. und alles nur, damit das Geld in der Kasse klingelt.
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billemaus schrieb:
am 5. Juli 2011 um 11:53:22
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zugspitze
War im Winter dort, echt zu empfehlen. Naja beim Preis für die Bergbahnen gilt: man hats oder eben nicht.
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Wokkel schrieb:
am 5. Juli 2011 um 11:19:47
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Zugspitze
ist genau 2964 Meter hoch, in der Bergwelt nehmen wir es genau, also der Berg ist nicht 3000 Meter NN!!
Deutschland hat kein Berg
von 3000 Mtr, nie gehabt!
Die Schweiz hat 74 Berge die 4000 Meter hoch sind, dass ist sicher, und dort kann man noch mehr sehen, 1000 Meter höher als die Zugspitze.
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