30.04.2010, 16:22 Uhr
Der italienische Modeschöpfer Giorgio Armani (75) hat in Dubai sein erstes Hotel eröffnet. Und zwar im höchsten Gebäude der Welt, im Burj Chalifa. Der Designer, der außer Mode auch Möbel, Parfüm, Pralinen und anderes verkauft, hielt die Eröffnungsfeier am 27. April eher schlicht. Zu der Zeremonie kamen auch Vertreter des Immobilienkonzerns Emaar, der den mehr als 800 Meter hohen Wolkenkratzer gebaut hatte. Das Gebäude im Stadtzentrum von Dubai war im Januar eröffnet worden. Sehen Sie das erste Armani Hotel auch in unserer Foto-Serie.
Das Armani Hotel hat 160 Zimmer und acht Restaurants. Außerdem gibt es in dem silbrigen Hochhausturm noch mehr als 140 Luxuswohnungen, deren Inneneinrichtung ebenfalls von Armani entworfen wurde. Der Modemacher plant für die kommenden Jahre noch weitere Hotels - etwa in Italien, Marokko, Ägypten und den USA. Die Luxus-Hotelzimmer und edlen Appartements im höchsten Haus der Welt dürften für die meisten Dubai-Besucher unerreichbar bleiben. Doch viele Touristen werden sich die Liftfahrt zur rundum verglasten Aussichtsetage des Burj Chalifa oder einen Spaziergang durch den Park am Fuße des Turms nicht nehmen lassen. Von Sonntag bis Mittwoch hat "At the Top" zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet, donnerstags bis samstags nur zwischen 10 und 12 Uhr. Für Schüler und Studenten gibt es täglich von 9 bis 10 Uhr ein Zeitfenster mit billigeren Tickets. Auch Gruppen können mit Preisnachlässen rechnen. Ein Spaziergang durch den mehr als zehn Hektar großen Park ist auch ohne Ticket möglich. Zwischen den Grünflächen sind Teiche und Wasserspiele angelegt. Das größte Fontänenbecken ist 900 Meter lang.
Benannt ist der Turm nach dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Chalifa bin Sajed al Nahjan. Bei der Eröffnungsfeier am 4. Januar traten arabische Tänzer auf, und Fallschirmspringer in den Farben des Emirats landeten am Fuß des gigantischen Turms. Medienberichten zufolge waren mehr als 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Das neue Hochhaus sticht alle bisherigen Superlative unter den Wolkenkratzern aus: Der nächste Rivale unter den Bürotürmen, Taipeh 101, wurde längst übertrumpft - dieses Hochhaus in der Hauptstadt von Taiwan bringt es ohne Antenne "nur" auf 508 Meter. Der Burj Chalifa übertrifft auch das bislang höchste Bauwerk der Welt überhaupt - den Sendemast im US-Staat North Dakota mit einer Höhe von 629 Metern. Noch höher war früher nur der Warschauer Sendemast mit 646 Metern, doch der stürzte schon 1991 ein. Der Burj Chalifa mit einer glitzernden Fassade aus Metall und Glas weist noch weitere Rekorde auf: Der Büroturm hat die meisten Stockwerke, nämlich mehr als 160, und die höchste bewohnte Etage eines Gebäudes weltweit. Auch die Aussichtsplattform im 124. Geschoss setzt neue Maßstäbe. Kostenpunkt des Megabauwerks: Geschätzte 970 Millionen Euro.
Die Arbeiten an dem Wolkenkratzer begannen 2004. Zeitweise waren nach Angaben der Immobilienfirma Emaar Properties rund 12.000 Arbeiter pro Tag beschäftigt. Große Teile der Glasfassade lieferte eine ostdeutsche Fabrik: Das Unternehmen Guardian Glas in Thalheim bei Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) erklärte, für den Burj Chalifa sei Spiegelfassadenglas für fast 200.000 Quadratmeter hergestellt worden. Rund 90 Prozent der Büros und Wohnungen sind Emaar zufolge bereits verkauft. Letztlich sollen dort in einer Art "vertikalen Stadt" bis zu 12.000 Menschen wohnen und arbeiten.
Weitere Informationen:www.burjkhalifa.ae (Englisch)
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Quelle: dpa-tmn , dapd , dpa
Lilolau schrieb:
am 28. April 2010 um 14:03:13
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Armer Manni
Ja, so isses, Deppendorfer, und trotzdem würde ich was drum geben, mir eine Nacht da leisten zu können.
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Deppendorfer schrieb:
am 28. April 2010 um 08:29:14
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Armer Manni
Früher unebelte mich nur eine vage Verlustahnung - aber jetzt wird mir mit einem Erleuchtungsblitz klar, was ich bisher auf
unserer Erde vermisst habe: Eine Armanistyle-Hotel-Suite im Riesenbetonphallus von Scheich Muhammad ! Dadurch ist das Luxusleben endlich wieder lebenswert geworden! Und zur Not kann man sich ja noch ein paar Inseln von The World kaufen ! Dubai - ein Riesensandkastenspielplatz für Superreiche und jene Stiefellecker, die die anhimmeln !
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