26.11.2009, 09:29 Uhr
Österreich: Viel Schnee auf dem Hintertuxer-Gletscher (Foto: dpa)Während mancherorts der Schneefall nicht aufhören will, müssen andere Skigebiete noch auf das weiße Gold warten. Hunderte Skiresorts weltweit sind inzwischen geöffnet. In Österreich bereitet sich Ischgl auf die große Eröffnungsparty an diesem Wochenende vor und erwartet dazu 20.000 Besucher, wenn Kate Perry kommt und dem alpinen Lifestylezentrum einheizt. Lech Zürs und St. Anton müssen dagegen ihre Saisoneröffnung nach hinten verlegen – der Schnee dort reicht momentan nicht aus.
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Während einige Skigebiete aufgrund starker Schneefälle früher die Saison einläuten, müssen andere ihre Auftakt-Events vertagen. Ein gemischtes Bild zeigt sich nicht zuletzt an Westeuropas höchstem Berg, dem Mont Blanc: Während Chamonix auf der französischen Seite gestern 50 cm Neuschnee an der mittleren Bergstation meldete, gab Courmayeur auf der italienischen Seite des Berges bekannt, dass es sein für dieses Wochenende geplantes Opening aus Mangel an Schnee vertagen müsse. Trotz einigen Schneefalls im Oktober und Anfang November haben insbesondere warme Temperaturen den Schnee in manchen Skigebieten schmelzen lassen und der Schneeproduktion entgegengewirkt. Wärme ist stets ein Problem für diejenigen Skiresorts, die in künstliche Schneeproduktion investieren, um damit eine "Schneegarantie" bieten zu können.
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In manchen Skigebieten sind die Temperaturen allerdings niedriger und es schneit kräftig, etwa in Zermatt oder Gstaad – Glacier 3000. Für beide Skigebiete gab Skiinfo gestern einen Powderalarm wegen mehr als 20 cm Neuschnees in nur 24 Stunden. Mit Laax und Saas Fee, melden zwei weitere große Schweizer Skigebiete 15 und 10 cm Neuschnee. In Österreich ist das Bild gemischter. Einige Resorts öffnen nun nach Plan, aber andere müssen das Opening erst einmal aussetzen: Lech Zürs um eine Woche, bis zum 5. Dezember und St. Anton auf zunächst unbestimmte Zeit. Dennoch hat etwa Sölden in den vergangenen 24 Stunden weitere 10 cm Neuschnee hinzubekommen und erreicht jetzt auf dem Gletscher eine Schneehöhe von 82 cm. 16 Skilifte sind dort derzeit in Betrieb. Andere österreichische Gletscherskigebiete können ebenfalls nicht über Schneemangel klagen: Bei jeweils 170 cm Schneehöhe und schönem Wetter ist heute nicht nur der Hintertuxer Gletscher für den Wintersport geöffnet, sondern auch der Mölltaler Gletscher. Dort lässt es sich nahe dem Skiort Heiligenblut gegenwärtig also hervorragend Skifahren und Snowboarden – an der Rückwand des Großglockners, des mit 3798 Metern höchsten Berges in Österreich.
Auch in Ischgl in Tirol herrschen laut Andrea Gintsberger vom Tourismusverband Paznaun – Ischgl "perfekte Schneebedingungen" für das Opening am kommenden Wochenende. 50 cm Schnee liegen dort im Moment. "Ab 27. November 2009 sind alle Lifte geöffnet und auch die Abfahrt bis ins Tal ist gesichert", erklärt Gintsberger. Mit einem gültigen Skipass sei der Eintritt zum Konzert von Katy Perry, am Sonntagabend frei. "An diesem Tag erwarten wir rund 20.000 Gäste!"
In Italien hat neben Courmayeur auch Monterosa bekannt gegeben, den Saisonauftakt zu verschieben. Andernorts in Italien schneit es jedoch immer noch. So wird Dolomiti Superski an diesem Wochenende pünktlich öffnen. Das dazugehörige Skigebiet Alta Badia gehört zu den größten Profiteuren der letzten Schneefälle – 45 cm kamen dort in den letzten Tagen hinzu. Auch Cervinia löste gestern mit 25 cm Neuschnee einen Powderalarm aus. Mit insgesamt 25 Eilmeldungen wegen 20 cm Neuschnee und mehr liegt Italien damit in der beginnenden Wintersportsaison an der europäischen Spitze der starken Schneefälle, knapp vor der Schweiz (23 Powderalarms). Auch der italienische Presena Gletscher bei Passo Tonale kommt mit 130 cm auf eine der größten Schneehöhen in Europa.
Auf der anderen Seite des Globus wurden bei der zeremoniellen Eröffnung von Niseko, eines der beliebtesten Skigebiete auf der japanischen Insel Hokkaido, Kränze niedergelegt. Hunderte Skifahrer strömten anschließend zu den Liften, um zum ersten Mal in der Saison den frischen Schnee zu genießen. Eher pures Staunen als Genuss riefen die derzeitigen Rekordschneefälle an der Westküste Kanadas hervor. Die Lawinengefahr ist dort inzwischen teilweise bedenklich hoch. In den kanadischen Skigebieten Mount Washington und Whistler wurden bereits eine Woche vor Monatsende die Allzeit-Schneefallrekorde für den November eingestellt. In Whistler fielen in nur einem Monat gigantische fünf Meter Schnee.
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Quelle: t-online.de
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