Frankreich setzt bei seiner Quartier-Wahl auf das La Mirador Kempinski in Mont Pèlerin in der Schweiz (Foto: Mirador)Luxuriöse Wellnessbereiche, exquisite Nobel-Restaurants und riesige Golfanlagen - Europas Fußballelite logiert bei der Europameisterschaft fürstlich in den feinsten Hotels der Gastgeberländer Schweiz und Österreich. Gucken Sie rein in die EM-Quartiere der EM-Mannschaften.
Nicht nur für die deutsche Nationalmannschaft gilt im schweizerischen Ascona im Tessin "un po di piu" - "Ein bisschen mehr". Mit diesem Satz wirbt die 5-Sterne-Residenz "Il Giardino", die das DFB-Team vom 3. Juni an beherbergen wird. "Wir haben hier das Paradies gefunden", frohlockte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff nach der Buchung der Luxus-Herberge. Die Gemeinde Ascona lässt sich den Aufenthalt Deutschlands 185.000 Euro kosten, von denen unter anderem eine spezielle Beleuchtung des Ortes, ein Medientreffen mit Ausflug und Abendessen und ein Gala- Abend vorgesehen sind.
Auch andere Orte glauben als Gastgeber das große Los gezogen zu haben. "Darf ich es mit einem Wort auf den Punkt bringen?: Mega! Bei uns ist alles Euro 2008", beschreibt Klaus Lorenz seine Vorfreude auf Weltmeister Italien. Lorenz ist Leiter des Tourismus-Referates der Stadt Baden bei Wien und spricht voller Begeisterung von der "Squadra Azzurra", die ihr Quartier im Badener Hotel Schloss Weikersdorf beziehen wird. Während der EM dreht sich in dem 25.000-Einwohner-Ort in Niederösterreich alles um den südlichen Nachbarn vom Appenin. "Das ist eine Jahrhundertchance für Baden", sagt Lorenz. Er erwartet 300 bis 500 internationale Journalisten, die durchgängig ebenfalls in Baden logieren werden. Dafür putzt sich der Ort mit Investitionen von etwa 300.000 Euro heraus.
Österreich setzt auf das gute Omen der Vergangenheit
Gastgeber Österreich hofft bei der eigenen Hotelwahl auf ein gutes Omen. Wie vor der WM 1978, als das ÖFB-Team dem großen Rivalen Deutschland beim 3:2-Sieg die Schmach von Cordoba zufügte, residiert die jetzige Mannschaft von Trainer Josef Hickersberger im Balance Resort Stegersbach. Großer Pluspunkt der Anlage ist ein 2000 Quadratmeter großer Wellnessbereich.
Ein ganzes Hotel für die Schweiz
Luxus pur und besonderen Service genießt auch Partner-Gastgeber Schweiz in der Nobelherberge Panorama Resort & Spa in Feusiberg. Die Schweizer Nati hat das Hotel komplett und exklusiv gebucht, die Zufahrt wird gesperrt. Für das leibliche Wohl der Schweizer Stars sorgt indes ein Deutscher: Der Bayer Richard Lang wurde 2007 Kochweltmeister.
Frankreich nächtigt bei den Schweizer Nachbarn
Insgesamt haben sich die 16 Teilnehmer-Nationen gerecht auf beide Gastgeber-Länder verteilt. Jede Auswahl wähnt sich dabei im persönlichen Paradies. Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech setzt bei seiner Wahl für das La Mirador Kempinski in Mont Pèlerin auf Schweizer Diskretion. "Da können wir uns in aller Ruhe und Gelassenheit auf unsere Arbeit konzentrieren", sagte Domenech.