14.09.2011, 12:03 Uhr | Markus Roman
Der Pool in Form eines Pluszeichens soll das Wasser der New Yorker Flüsse filtern. (Quelle: www.pluspool.org/PR)
Baden im New Yorker Hudson River klingt nach einem schmutzigen Vergnügen - egal, wie heiß es im Big Apple gerade ist. Doch wenn es nach den Plänen dreier junger Designer geht, könnte das kühle Bad im Fluss bald möglich werden - und das ganz gefahrlos. Sie planen einen Pool in Form eines Plus-Zeichens, der das Wasser des Flusses filtert. Geht es nach den Entwicklern, sollen die New Yorker schon im Sommer 2012 im Fluss schwimmen. Sehen Sie die ersten Entwürfe des "Pluspools" auch in unserer Foto-Show.
Die Idee zum schwimmenden Pool kam den Architekten und Designern Dong-Ping Wong, Archie Lee Coates IV und Jeffrey Franklin nach eigenen Angaben im Sommer 2010 während einer Hitzewelle im Big Apple - und dem daraus resultierenden Wunsch, sich in den Flüssen der Stadt abzukühlen. Die Idee eines Pools in einem Fluss ist nicht neu. So gibt es etwa in Berlin das Badeschiff mit gechlortem Wasser, in Zürich nutzt das Frauenbad am Stadthausquai das Wasser der Limmat, die allerdings auch Trinkwasserqualität hat. Neu an der Idee des "Pluspools" ist, das Wasser der Flüsse zu nutzen, die eigentlich zum Schwimmen zu schmutzig sind. Dazu soll der Pool im Fluss treiben, während ein in den Wänden eingebautes Filtersystem das Flusswasser von Schmutz und Krankheitserregern befreit. Die Vorstellung des Projekts im Juni 2010 erregte großes Interesse. Nach Angaben der Designer meldeten sich in den ersten Tagen mehr als 50.000 Interessenten, darunter die Ingenieurfirma Arup, die den Designern ihre Unterstützung bei der Realisierung des Pools zusagte. "Ihr habt hier etwas Neues und wir wollen euch helfen, das in die Tat umzusetzen", soll Arup laut den Pluspool-Machern gesagt haben.
Bevor sich die New Yorker aber in ihren Flüssen abkühlen können, kommt noch einige Arbeit auf die Macher des "Pluspools" zu. So soll das Filtersystem getestet werden, das das Wasser in drei Lagen säubert: Zunächst sollen grobe Verschmutzungen in einer ersten Lage abgefangen werden, eine zweite Schicht filtert feinere Verschmutzungen wie Algen oder wasserfremde Flüssigkeiten, bevor ein dritter Filter Bakterien und Viren neutralisiert. Nach den Tests wollen Wong, Coates und Lee einen Prototyp des Pools bauen. Für die verschiedenen Testphasen haben sie umgerechnet 30.000 Euro Spendengelder über eine Spendenplattform im Internet gesammelt. Bis zum Bau des ersten Prototypen fehlen allerdings noch Investoren: Die Designer rechnen mit Kosten von umgerechnet etwa 366.000 Euro. Wenn sie das Geld und die nötigen Genehmigungen der Stadt bekommen, hoffen Wong, Coates und Lee schon im Sommer 2012 den ersten "Pluspool" in einem der Flüsse New Yorks treiben zu sehen.
Durch die Form eines Pluszeichens wollen die Designer vier Pools in einem verbinden. So erfüllt jeder "Arm" eine andere Funktion, etwa einen Kinder- und Nichtschwimmerpool, einen in reguläre Bahnen getrennten Schwimmerpool, einen flachen "Lounge Pool" zum Relaxen sowie einen tiefen Pool für Wassersport. Bei Bedarf können gegenüberliegende Poolbereiche zusammengelegt werden, etwa um die Länge eines olympischen Beckens zu erreichen. Wenn das Konzept Erfolg hat, heißt es vielleicht bald nicht nur in New Yorker Flüssen: "Eintauchen!"
Weitere informationen:
Quelle: t-online.de , mro
F.K. schrieb:
am 15. September 2011 um 16:34:39
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Ein Kreuz
Also 2 Schwinnbahnen die sich kreuzen!Echt "clever" die Ami´s!Und da wundern sich noch welche,warum die Ami in aller Welt
als dumm bezeichnet werden!
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Skifahrer schrieb:
am 15. September 2011 um 16:09:08
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Megapool
Wenn Foto 4 von 5 Originalgröße ist, dann gibts da ein ganz schönes Gedränge wenn mal mehr als 50 Leute baden wollen.
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Katrina schrieb:
am 15. September 2011 um 15:23:13
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Fluß-Pool
Relaxen am/im künstlichen Pool inmitten einer toten, verseuchten Umwelt. Soll die Menschheit untergehen, sie hat es verdient.
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