04.07.2010, 14:13 Uhr
Die Eröffnung der neuen "AlpspiX"-Aussichtsplattform auf der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen ist von Protesten überschattet worden. "Unsere Berge brauchen keine Geschmacksverstärker!", lautete die Aufschrift eines riesigen Transparentes, das Kletterer an dem bayrischen Skywalk aufgehängt haben. Naturschützer und Alpenverein bemängeln eine Verschandelung der alpinen Landschaft. Sehen Sie den "AlpspiX" auch in unserer Foto-Serie.
Die Aussichtsplattform "AlpspiX" wurde an diesem Sonntag offiziell eröffnet. Sie liegt knapp über der Bergstation der Alpspitzbahn in 2628 Metern Höhe. Das besondere ist, dass die Plattform über den Berg hinaus ragt und so direkt über dem Abgrund schwebt - ein bisschen wie der spektakuläre Skywalk mit Glasboden am Grand Canyon. Möglich machen dies bei "AlpspiX" zwei je 24 Meter lange Stahlarme. Die beiden Stege sind x-förmig angelegt, daher der Name der Plattform. Jeweils 13 Meter ragen sie ins Nichts und geben den Blick frei in die Tiefe und auf die Alpen. Die restlichen jeweils 11 Meter sind fest im Fels verankert und garantieren die nötige statische Sicherheit. An der Spitze der Plattform garantiert eine hohe Glaswand dafür einen klaren Blick. Der Gitterrost am Boden hat neben zusätzlichem Nervenkitzel auch einen ganz pragmatischen Grund: So kann im Winter der Schnee direkt durchfallen und belastet die Plattform nicht. Am 4. Juli eröffnet am Osterfelderkopf zudem ein neuer Gipfel-Erlebnisweg.
Nach dem Wunsch der Erbauer soll "AlpspiX" vor allem im Sommer für einen regen Touristenstrom sorgen. "Diese neuen Bergerlebnisse werden die Attraktivität des Kreuzeck- und Alpspitzgebietes im Sommer deutlich steigern", sagt Peter Theimer von der Zugspitzbahn. Viele Touristen kommen mit der Seilbahn auf den Berg und zahlen dafür, den neuen Skywalk zu erleben. Und das könnte die Kassen klingeln lassen: Die Berg- und Talfahrt mit der Alpspitzbahn kostet für Erwachsene 22 Euro. Kinder zwischen 6 und 18 Jahren zahlen in Begleitung eines Elternteils dafür nur 3 Euro. Der kaufmännische Vorstand der Zugspitzbahn meint: "Im Vordergrund steht hierbei, die unvergleichliche Bergwelt auch Familien mit Kindern, Senioren und weniger trittsicheren Gästen einfach und bequem nahe zu bringen."
Doch es gab schon vor der Eröffnung viele kritische Stimmen zur neuen Aussichtsplattform, etwa vom Deutschen Alpenverein (DAV) und Naturschützern. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) lehnt das Projekt entschieden ab. "Der 'AlpspiX' ist eine unnötige Verunstaltung der schönen bayerischen Gebirgswelt", sagt der BN-Landesbeauftragte Richard Mergner. Der DAV warnt vor einer neuen Erschließungswelle in den bayerischen Bergen. "Die Alpen dürfen nicht zur Kulisse werden", heißt es dort. "Das Erleben der Berge muss im Vordergrund stehen." Es sei falsch, im Tourismus ausschließlich auf die Errichtung immer neuer Attraktionen und Anlagen zu setzen.
Infos zur Aussichtsplattform liefert auch die Website www.zugspitze.de
Quelle: dpa , t-online.de
Ein Wanderer schrieb:
am 12. Juli 2010 um 09:16:05
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Alpspix
Wie oft ist dieser "Alpenschützer", Herr Glovatsch ?? , der sich unter den Alpspix auf einer Hängematte placiert hatte, die Natur
in den Gebieten gestört, die sonst noch nie ein Mensch betreten hatte?? Wie viele Steinböcke, Gemsen, Steinadler und andere "Alpenbewohner", hat er bei seinen Extremtouren gestört ? Wie viele Eisen, Stahlsifte, Seilklemmen und andere Kletterhilfsmittel sowie nicht zu vergessen, seine Exkremente und andere Abfälle hat er wohl bei seinen Touren dort " vergessen " ?
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Jochen Essink schrieb:
am 10. Juli 2010 um 12:09:59
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AlpspiX
Ich kann diese Ökofuzzis nicht mehr hören !!!!!!!!!!! Wo ist der Aufschrei bei der größten Verschandelung unserer Landschaft in
ganz Deutschland. Die Windmühlen. Ein Frevel und ein Verbrechen an der Natur und an den Menschen ! Und darüber hinaus das Teuerste und Unnützigste, was wir uns erlauben !
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Peter schrieb:
am 9. Juli 2010 um 18:54:46
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AlpspiX
Ist doch Klasse,das wir jetzt so nahe an der Heimat diese neue Plattform haben.Es macht diese Gegend noch atraktiver.Aber vielen ist
ja eine solche Möglichkeit in der Heimat viel zu banal.Eine vergleichbares Erlebnis 10 - 20 Flugstunden entfernt ist leider für Viele um ein vielfaches interessanter.Umweltverschmutzung für den Flug spielt dann keine Rolle,schließlich kann man ja auf einem Zwischstop in Südostasien oder New York "billig" einkaufen. Arme Menschen!
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