04.08.2010, 13:17 Uhr
Estelle kniet am Sandstrand des Badeortes Les Sables d'Olonne an der Atlantikküste Frankreichs und reibt hingebungsvoll den Rücken einer Touristin mit Sonnencreme ein. Die 22 Jahre alte Französin tut dies ausgesprochen professionell - schließlich wird sie dafür bezahlt. Gemeinsam mit dem drei Jahre jüngeren Mathematikstudenten Maksim hat die angehende Osteopathin einen von zwei ungewöhnlichen Sommerjobs ergattert: Im Auftrag des örtlichen Fremdenverkehrsamtes informieren die jungen Leute über die Hautkrebs-Gefahren durch Sonnenstrahlen - und verteilen Creme auf den Körpern sonnenhungriger Badegäste. Sehen Sie die "Creamer" auch in unserer Foto-Serie.
Mit der von einer bekannten französischen Kosmetikfirma unterstützten Aktion hat das örtliche Fremdenverkehrsamt, das mit "2100 Sonnenstunden pro Jahr" wirbt, ins Schwarze getroffen. Die beiden Eincremer, leicht zu erkennen an ihren orangefarbenen Mützen und gelben T-Shirts mit der Aufschrift "Creamer", können nicht über Langeweile klagen. Die Urlauber sind von der Initiative sichtlich begeistert. "I love the creamers, ich liebe die creamers, dankeschön", sagt eine sprachgewandte alte Dame vor einer surrenden Videokamera. Ein kleiner Junge, den seine Mutter an den Stand der "Creamer" gebracht hat, genießt es sichtlich, von Maksim eingecremt zu werden. "Ich bin hier allein und habe nun endlich jemanden, der mir den Rücken einreibt", freut sich eine Mittvierzigerin, während Estelle die Flasche mit Sonnenmilch aus einer Schlaufe ihres Gürtels nimmt.
"Ein genialer Job", versichert die junge Französin. "Wir sind den ganzen Tag am Strand und werden dafür auch noch gut bezahlt." Der Lohn ist in der Tat besser, als bei Ferienjobs sonst üblich: Für sechs Wochen Eincremen erhalten die beiden Studenten pro Nase 4000 Euro netto. Um den vom Fremdenverkehrsamt per Internet ausgeschriebenen "besten Sommerjob" hatten sich nicht weniger als 700 junge Leute beworben. Mit kleinen Videos und anderen Beiträgen warben sie für sich. Zehn der Bewerber, die beim Online-Wettbewerb am besten abgeschnitten hatten, seien in die Endrunde gekommen, berichtet der Direktor des Fremdenverkehrsamtes, François Boche. Unter ihnen wählte eine Jury die beiden Studenten aus.
Die blonde Estelle habe vor allem wegen ihrer Ausbildung zur Osteopathin und dank ihrer Kontaktfreudigkeit überzeugt, Maksim habe mit guten Fremdsprachenkenntnissen gepunktet, erläutert Boche. Der aus einer Einwandererfamilie stammende Student spricht neben Türkisch auch gut Englisch und Deutsch. Für den rund 46.000 Einwohner zählenden Badeort am Atlantik mit seinen breiten Sandstränden ist die Aktion jedenfalls eine gelungene Marketing-Operation: Die Videos von den "Creamern", die etwa über das Internet-Netzwerk Youtube zu sehen sind, wurden schon tausendfach angeklickt.
Quelle: AFP
Zuckerpuppe schrieb:
am 6. August 2010 um 06:55:41
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Eincremen
Ich reise oft allein für 1 Woche zum Badeurlaub und bekomme auf dem Rücken Sonnenbrand, da, wo ich nicht hinkomme, also- liebe
Eincreme, kommt auch nach Maspalomas auf Gran Canaria!!!
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Henry Hunter schrieb:
am 5. August 2010 um 10:07:11
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Super Idee
Wenn man mal davon absieht das es überhaupt so einen Job geben muß, finde ich das die Stadthäupter, im Bezug auf das
Hautkrebsrisiko es wirklich gut gemeint haben. Damit ist nicht zu spaßen und es werden immer mehr die fürs Sonnenbad teuer bezahlen müßen.
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Aron schrieb:
am 5. August 2010 um 08:05:16
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Eincremen?
Für soviel Geld würde ich selbst den Papst oder Stefan Raab Eincremen
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