
01.12.2011, 15:53 Uhr | sto
Eine Glaswand soll das Grab von Oscar Wilde in Paris künftig vor Kuss-Attacken schützen. Denn das beliebte Ritual, hier einen Lippenstift-Abdruck zu hinterlassen, hatte den Stein beschädigt. Jetzt wurde die Gedenkstätte komplett restauriert.
Leidenschaftliche Verehrerinnen des irischen Schriftstellers Oscar Wilde haben seit Mittwoch Kussverbot an seinem Grab. Zwei Meter hohe Glasscheiben sollen auf dem Pariser Promi-Friedhof Père Lachaise verhindern, dass sein Grabmal weiter mit roten Lippenstift-Abdrücken verziert wird. Das Fett des Lippenstifts hatte das unter Denkmalschutz stehende Monument, das eine geflügelte Sphinx zeigt, arg in Mitleidenschaft gezogen. Zum 111. Todestag Wildes ("Das Bildnis des Dorian Gray") war das Grabmal aufwendig gereinigt worden, auch Graffiti-Bemalungen wurden entfernt. Das Kuss-Ritual war Ende der neunziger Jahre als Ausdruck der Verehrung für den Schriftsteller und Dandy aufgekommen. Jetzt müssen sich die Knutsch-Pilger ein neues Zielobjekt suchen: Schon wurden einige Kuss-Abdrücke an einem nahen Baum entdeckt.
Der Schauspieler Rupert Everett und Wilde-Enkel Merlin Holland waren bei der Einweihungsfeier des restaurierten Grabes dabei. Holland sprach davon, dass er die Säuberungsaktion mit gemischten Gefühlen sehe: "Die Graffiti waren ein Ausdruck der Liebe", sagte er. Wilde war im Alter von 46 Jahren verarmt in einem Pariser Hotel gestorben. Sein Grab liegt nicht weit entfernt von der Ruhestätte des Doors-Sängers Jim Morrison, die besonders viele Besucher anzieht. Auch dort gab es immer wieder Probleme mit Vandalismus.
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Quelle: Spiegel Online , AFP , dpa
gabi schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 07:37:20
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O.Wilde
Genialer Schriftsteller---Er hätte es zu schätzen gewußt--er war zwar homo,aber kein Frauenhasser--immer galant..sie hätten den
Stein ruhig so lassen können--mit der Zeit wären die Küsse weniger geworden und am Stein verblast
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Elke Pörschke schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 07:29:49
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Pere Lachaise
Als wir im Juli JIm Morrison zu seinem 40. Todestag besuchten., habe ich noch das geküßte Grabmahl fotografieren können. Ich
denke mal, dass nicht nur Frauen ihre Spuren hinterlassen haben. Wie auch bei Jim Morrison ist es jedoch vielen Besuchern ein Bedürfnis, etwas von sich am Grabe zurückzulassen oder dem Toten ein Geschenk zu machen. Hierfür gibt es kein Konzept (Kondolenzbuch o.ä.) und nur so kommt es zu den "Schmierereien".
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@Frank schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 07:20:21
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homosexuell?
Wie kommt man denn zu einer Enkelin wenn man wirklich homosexuell ist? Damals gab es noch keine Adoptionen für homosexuelle Männer!
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