12.09.2011, 14:09 Uhr | Marc Reisner/srt
Vorsicht bei den falschen Stempeln im Pass. (Quelle: Fabian v. Poser /SRT )
Nein, es sind nicht nur arabische Länder oder exotische Nationen, die Urlaubern manchmal die Einreise verwehren. Auch die USA schauen spätestens seit dem 11. September 2001 ganz genau in die Reisedokumente. Wer in Ländern wie Afghanistan, Libyen, Pakistan, dem Irak oder dem Iran geboren ist oder dort lebt, der hat dann schon schlechte Karten. Wir sagen, wo und wann noch Unheil droht und mit welchem Trick Sie Probleme an der Grenze ganz einfach umgehen.
So endete vor einiger Zeit die Reise von Paul-Emile Dupret beim Immigration Officer in Miami. Offenbar hatten zahlreiche bunte Visumsstempel aus Kongo, Kuba, Kolumbien und anderen Ländern das Misstrauen des Grenzers geweckt. Statt die nächste Maschine nach Madrid zu besteigen, landete Dupret in einer Abschiebezelle. Insgesamt 24 Stunden wurde er festgehalten, klagte über gezielten Schlafentzug und ein Gefühl wie im berüchtigten Gefängnis Guantanamo. Dabei hätte Dupret eigentlich als absolut unverdächtig gelten können: Er war als Krisenvermittler im Auftrag des Europäischen Parlaments unterwegs.
Quer stellen sich auch die Behörden in klassischen Feriendestinationen wie Thailand. Das Problem: Immer wieder klagen Urlauber, dass Beamte vor allem an kleineren Grenzübergängen die Einreise verweigern, weil ihrer Meinung nach nicht alle Erfordernisse für die Einreise erfüllt sind. Das reicht von fehlerhaften Stempeln bis zu unangemessener Kleidung. Bekannt wurde der Fall einer Urlauberin, die wegen ihres knappen Oberteils verdächtigt wurde, der Prostitution nachgehen zu wollen - und draußen bleiben musste. Ähnliches kann in anderen asiatischen Staaten ebenfalls passieren.
Doch auch in Europa kann es vereinzelt Grenzärger geben, wenn sich der falsche Stempel im Pass findet. So stellen sich serbische Grenzer immer noch gelegentlich quer, wenn sich in den Personalunterlagen Sichtvermerke des Kosovo finden. Grund: Serbien erkennt die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an. Erst vor kurzem gab es eine Teileinigung in Sachen Zoll; Reisende sollten sich dennoch auf Unannehmlichkeiten einstellen.
Der Klassiker unter den No-Gos in Sachen Visumsstempel sind israelische Einträge. Syrien, Libanon und der Irak machen dicht, wenn die Grenzer solche Vermerke im Ausweis finden. So ging es etwa dem kanadischen Umweltschützer Bruce Balfour, der nach der Landung in Beirut an einem Naturschutzprojekt arbeiten wollte. Stattdessen wurde er verhaftet, der Spionage angeklagt und eingesperrt. Erst nach sechs Wochen hinter libanesischen Gittern kam Balfour wieder frei. Auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten melden Urlauber hin und wieder Probleme mit israelischen Stempeln. In umgekehrter Richtung müssen sich Reisende zumindest auf längere und intensive Befragung durch die Behörden in Tel Aviv, Jerusalem oder Haifa einstellen. Was tun? Die beste Lösung kostet 59 Euro. Es handelt sich um einen zweiten Reisepass. Die wenigsten Reisenden wissen, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt. Mit diesem "Zwei-Pass-Trick" können Fernreisende problemlos jeden Stempelärger umgehen. Nur darauf, dass im Visum alle Daten richtig eingetragen sind, müssen sie dann noch selbst achten.
Weitere Informationen:
Auswärtiges Amt, Bürgertelefon: 03018/17-2000, buergerservice@diplo.de, www.auswaertiges-amt.de.
Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen!
Quelle: srt
Frank schrieb:
am 13. September 2011 um 09:35:51
(9)
(1)
@Gabriele
Dein Problem des vor 20 Jahren unfreundlichen und auch noch sächsisch sprechenden Zöllner ist ja wirklich unerhört! Es ist dein
gutes Recht, das dich als Weltbürger die Grenzbeamten mit Hofknicks zu empfangen haben :-)! Scheinbar warst du noch nie an der Grenze zur USA gestanden - du würdest dich wundern, was dich da erwartet! Und sicher gleich eine pöse, pöse Beschwerde ans Außenministerium schreiben :-)! Recht hast du - Ironiemodus aus :-)!
mehr
Kommentar melden
Willi800 schrieb:
am 13. September 2011 um 09:26:47
(11)
(3)
Verhaftung
Bin im Erzgebirge an der Grenze nahe CZ spazieren gegangen. Ohne es zu merken war ich auf dem Gebiet der CZ. Normalerweise kein
Problem, aber übereifrige Zollbeamten hielten mich an und führten mich zur Wache. Dort dauerte es 3 Std. bis Sie alles überprüft hatten. Dann ließen mich die Tschechen gehen. Allerdings 20 KM v. meinem Fahrzeug entfernt. Und das war 2010. Ein Kunde in Zittau erklärte mir dann dass es den Beamten in CZ sehr viel Spass macht Deutsche zu ärgern. Sie fährt nicht mehr...
mehr
Kommentar melden
Christian schrieb:
am 13. September 2011 um 08:40:40
(11)
(4)
Arbeiten im Ausland
Das ist alles noch nichts geht mal in den USA arbeiten Visum, Arbeitserlaubnis... und die Hölle in Sachen Papierkramm bricht aus.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die Spezialkollektion für jede Kör-
perform: perfekt für Business und Freizeit. zum XXL-Special
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Edle Design-Möbel, die Platz sparen und Stauraum bieten - jetzt günstig!
von FASHION FOR HOME
Hier steht der Traditionsclub Boca Juniors im Mittelpunkt. zum Video