20.05.2010, 14:56 Uhr
Kreta: Griechenland bleiben die Touristen weg (Foto: Imago)
Die jüngsten Ausschreitungen mit drei Toten in Athen haben zu einem dramatischen Rückgang des Tourismus geführt. Seit dem 5. Mai, als drei Menschen in einer Bank im Zentrum Athens den Tod fanden, sind nach offiziellen Angaben der Hotelierkammer der griechischen Hauptstadt tausende Annullierungen eingegangen. "Wir haben täglich fast 2000 Zimmer, die annulliert werden", sagte Reportern der Präsident der Hotelierkammer Athens, Giorgos Tsakiris.
Auch auf den Inseln, wo es gar keine Ausschreitungen gab, seien die Reservierungen stark zurückgegangen - auf Rhodos um die 18 Prozent und auf Kreta etwa um zehn Prozent, hieß es. Die Hoteliers führen den Rückgang teils auf die schlimmen Szenen aus Athen, teils auf die schlechte Finanzlage und teils auch auf extrem negative und hämischen Berichte in der Presse in Deutschland zurück. "So was haben wir noch nie erlebt", sagte der Hotelier Kostas Spyropoulos aus der Hafenstadt Patras der Nachrichtenagentur dpa.
Den aktuellen Generalstreik in Griechenland werden jetzt auch erstmals viele deutsche Touristen zu spüren bekommen. Viele Pfingst-Urlauber sind laut ADAC nach den Unruhen vor zwei Wochen verunsichert, was sie vor allem auf dem griechischen Festland erwartet. Laut der ADAC-Auslands-Notrufstation in Athen muss mit folgenden Beeinträchtigungen und Behinderungen gerechnet werden:
In Athen steht der komplette Öffentliche Nahverkehr still. Einzige Ausnahme
ist die S-Bahn Linie von Piräus/Hafen zur Nordstadt. Sie verkehrt
von 10 bis 16 Uhr.
Die Demonstration im Rahmen des Streiks findet in der Athener Innenstadt
statt und wird zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen. Taxis
fahren, es wird aber zu Engpässen kommen.
Krankenhäuser arbeiten mit Not-Belegschaft und kümmern sich nur um
wirklich dringende Fälle.
Die Schifffahrt ist lahm gelegt, weil Hafen- und Schiffsarbeiter am
Streik teilnehmen. Auch die Fährverbindung von und nach Italien ist
vom Streik betroffen: Es wird zu Ausfällen und zeitlichen Verschiebungen
kommen.
Die Flughäfen werden nicht bestreikt. Badeurlauber auf den Inseln können laut ADAC somit die Sonne genießen. Auch auf dem Peloponnes werden Urlauber voraussichtlich kaum etwas vom Streik zu spüren bekommen. Wer seinen Griechenland-Urlaub aufgrund der Unruhen verschieben möchte, muss mit dem Reiseveranstalter besprechen, ob eine Umbuchung möglich ist. Erst wenn das Auswärtige Amt eine Reisewarnung aussprechen würde, besteht eine erhöhte Erfolgsaussicht auf einen Rücktritt vor der gebuchten Reise. ADAC-Mitglieder, die in Griechenland Hilfe benötigen, können sich unter der Telefonnummer 0030-210/911 7 911 an die Athener Notrufstation wenden. Das deutschsprachige Team steht im engen Kontakt zu den Behörden und verfügt stets über die aktuellen Informationen rund um den Streik.
Weitere Informationen
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr, Neue Mainzer Str. 22, 60311 Frankfurt, Tel. 069/257 82 70, www.visitgreece.gr.
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Quelle: ADAC , dpa
Kurt schrieb:
am 18. Mai 2010 um 18:26:35
(1)
(0)
Angst?
Wie einfach man den Mitmenschen doch einen Boykott einreden kann, man verbreitet seinen Schwachsinn über andere Länder in denen man
nie war, man hat es wahrscheinlich selbst noch nicht einmal geschafft, die eigene Gemeinde zu verlassen. Natürlich sollte wer Angst hat nicht nach Griechenland oder andere ferne Länder fahren, sonst erliegt er bei einer freundlichen Begrüßung noch einem Herzinfarkt
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raba63 schrieb:
am 18. Mai 2010 um 18:14:18
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(0)
griechenland laufen die touristen weg
ich war erst einmal auf kreta und fand diese insel gar nicht schön. kahl, trocken und jede menge müll
hinter jeder hecke. durch die berichterstattung in den medien bin ich aber auch mehr als erschüttert. nein..... nicht mehr nach griechenland obwohl ich europa anhänger bin.
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Angelina schrieb:
am 18. Mai 2010 um 18:13:33
(1)
(0)
Urlaub
Ich war schon mehrmals in Griechenland, hatte dort schöne Urlaube, und mag das Land. Dieses Jahr hätte ich Bedenken - wird
vielleicht gerade gestreikt, wenn ich hin- oder zurückfliegen möchte, und ich sitze dann im Flughafen oder sonstwo fest?
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