08.11.2010, 10:03 Uhr
Bettwanzen drohen in New York zur Plage zu werden (Foto: AP)
Kaum zu sehen, sehr anhänglich und bissig: Bettwanzen sind eines der Urlaubsmitbringsel, auf die man gerne verzichtet. Bislang ist ein Befall in deutschen Hotels und Schlafzimmern die Ausnahme - doch die Parasiten sind auf dem Vormarsch. In der Reisebranche gilt Bettwanzenbefall als Tabuthema. Jetzt redet der Vorstandsvorsitzende der A&O Hotels and Hostels AG, Oliver Winter über Häufigkeit und Maßnahmen gegen die beißwütigen Insekten.
"Wir haben derzeit etwa zehn Fälle von Bettwanzenbefall im Jahr", sagt Winter. Bei etwa 400.000 Übernachtungen pro Jahr in Berlin liege dieser Wert zwar im Promillebereich, sei aber dennoch ein Ärgernis. "2006 war es extrem schlimm. Zur Fußball-Weltmeisterschaft kamen Leute aus aller Welt und brachten die Wanzen mit", erklärt der Hotelier. "Im Hintergrund werkeln alle. Sie sprühen, tun und machen", erzählt Winter über Branchenkollegen. Doch offen äußern wolle sich niemand. Bettwanzen seien ein Tabuthema, obwohl ja niemand etwas dagegen tun könne, wenn der Gast sie im Koffer mitbringe.
Die Tiere, die sich tagsüber in Ritzen, Steckdosen oder auch hinter Tapeten verstecken, hinterlassen kleine Kotspuren oder auch Blutflecken auf den Laken. Das Personal werde geschult, die Spuren zu erkennen. Außerdem seien die Holzmöbel durch Metallbetten ersetzt worden, erklärt Winter. "Die Wanzen mögen das kalte Metall nicht." Zahlen deuten darauf hin, dass die Plage schlimmer wird. "2009 waren unsere Betriebe in Berlin 471 Mal in Sachen Bettwanzen unterwegs", berichtet Mario Heising, Chef der Berliner Landesgruppe im Deutschen Schädlingsbekämpfer -Verband. 2007 waren es nur 210 Einsätze. Die Dunkelziffer liege sicher höher.
"Die Stiche sind schwer von anderen Insektenstichen zu unterscheiden", sagt Erik Schmolz vom Umweltbundesamt. Markant sei bei Wanzenstichen jedoch, dass sie oft dicht beieinander liegen. Problematisch sei es, wenn die Hoteliers nicht reagierten oder aus Kostengründen den Bekämpfungsaufwand gering hielten. Eine gründliche Zimmerreinigung genüge nicht. Gegen Wanzen helfe nur professionelle Schädlingsbekämpfung.
Zuhause.de Bettwanzen erkennen
Dieter schrieb:
am 12. November 2010 um 09:21:25
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Toi, Toi, Toi
Habe bereits weltweit in über 1000 Resort/Hotel übernachtet - zum Glück bin ich bisher von Ungeziefer jeder Art verschont
geblieben, selbst auf Kuba - wo es angeblich die weltweit größten Kakerlaken gibt. Wobei ich in manchen Ecken der Welt mir vom Personal einen mittelgroßen Gecko ins Zimmer bringen lasse - der schleckt dann alles weg, was da wegen den Obstkörben und so auftauchen könnte. Ich mag Geckos.
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Deppendorfer schrieb:
am 8. November 2010 um 11:35:59
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Parasiteninvasion aus Übersee
Wir haben die Wunderwaffe entdeckt; Im Endzeitkampf gegen internationale Bettwanzenhorden rüsten bisher
saubere deutsche Hotels konsequent um auf Kruppstahlbetten mit Betonmatratze und Plasikfolienwäsche. Alle Möbel werden in Hochöfen entsorgt und jede Steckdose zugespachtelt. Dann findet dieses Blusaugergeschmeiß keine Verstecke mehr - außer am Menschen selbst. Aber auch dafür finden wir sicher bald eine Endlösung zur Rettung unseres Saubärparadieses ! Kammerjäger, befiehl, wir folgen !
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