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Kreuzfahrten: Piraterie kein Grund zur Panik

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Kreuzfahrten: Piraterie kein Grund zur Panik

15.06.2010, 17:07 Uhr

Mit Piraten verbinden viele Menschen fast schon romantische Vorstellungen von Segelschiffen. (Foto: Polylooks & Zoonar / Matthias Krüttgen)

Mit Piraten verbinden viele Menschen fast schon romantische Vorstellungen von Segelschiffen. (Foto: Polylooks & Zoonar / Matthias Krüttgen)

Mit Piraten verbinden viele Menschen fast schon romantische Vorstellungen von Segelschiffen, Totenkopf-Flaggen und Männern mit Augenklappe. Wenn aber moderne Kreuzfahrten durch Piraterie bedroht werden, sind diese Vorstellungen ganz und gar unangebracht. Die zunehmende Gefahr, verbunden mit zahlreichen Medienberichten über Angriffe vor allem vor der Küste von Somalia und im Golf von Aden, hat dazu geführt, dass sich Reeder und Veranstalter von Kreuzfahrten verstärkt mit Piraterie auseinander setzen müssen.

Welche Gefahr droht durch Piraterie bei Kreuzfahrten?

Zunächst einmal sind große Kreuzfahrtschiffe kein einfaches Ziel für Angriffe. Sie fahren in der Regel relativ schnell und sind zudem anders konstruiert als viele Frachtschiffe. Die hohe Bordwand macht es für die Angreifer schwer, über Strickleitern an Bord zu gelangen. Trotzdem kommt es von Zeit zu Zeit zu versuchten Übergriffen, da Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig als lohnende Ziele gelten: Bei einem erfolgreichen Überfall können Piraten viel Bargeld und andere Wertgegenstände erbeuten. Trotzdem muss man sich auf Kreuzfahrten nicht zu sehr vor Piraterie fürchten. Die Gefahr ist auf relativ eng begrenzte Gebiete begrenzt, zudem unternehmen die Veranstalter vieles, um Passagiere zu schützen.

Kreuzfahrten: Piraterie mit Schallkanonen abwehren

Ein Mechanismus zur Abwehr von Piraten mit Bordmitteln sind so genannte Schallkanonen. Damit lassen sich extrem laute Töne erzeugen und auf ein bestimmtes Ziel, zum Beispiel ein Schnellboot mit Piraten an Bord, abfeuern. In der Praxis hat die Besatzung der "Seabourn Spirit" im Jahr 2005 bewiesen, dass man sich mit dieser nicht-tödlichen Waffe erfolgreich gegen Angreifer zur Wehr setzen kann.

Kreuzfahrten: Piraterie-Schutz durch bewaffnete Sicherheitsleute an Bord

Um den Schutz weiter zu verbessern und den Passagieren ein Gefühl von Sicherheit zu geben, bringen manche Reedereien auf Kreuzfahrten in bestimmte Gebiete bewaffnetes Personal an Bord. Diese Praxis ist allerdings umstritten. Viele Experten betonen, dass die Sicherheitsvorkehrungen für Kreuzfahrtschiffe ohnehin sehr hoch seien, Waffen an Bord seien daher eher kontraproduktiv.

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Quelle: tb

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