01.07.2011, 08:30 Uhr
Das 319 Meter lange Schiff "Celebrity Silhouette" auf dem Weg in Richtung Nordsee. (Foto: DAPD) (Quelle: )
Feuertaufe für die "Celebrity Silhouette": Wenn ein 319 Meter langes Kreuzfahrtschiff nachts die Ems bei unsicheren Wetterverhältnissen passieren soll ohne dabei der Umwelt des Flusses zu schaden, erfordert das einen genauen Zeitplan und Nerven wie Drahtseile. Wie das neue Kreuzfahrtschiff heute Nacht durch Schleusen und Nadelöhre geschifft ist, erfahren Sie in unserer Foto-Show.
Das neue Kreuzfahrtschiff "Celebrity Silhouette" hat seine Feuertaufe bestanden. Auf dem Weg von der Papenburger Meyerwerft, von der es gegen Nachmittag ablegte, über die schmale Ems in Richtung Nordsee meisterte das 319 Meter lange und 36,8 Meter breite Schiff heute Nacht (1. Juli 2011) problemlos die 32 Kilometer lange Strecke bis zur Nordsee vorbei an der Passage Friesenbrücke bei Weener und der Jean-Berhaus-Brücke bei Leer.
Gegen ein Uhr passierte es das Emssperrwerk bei Gandersum im Landkreis Leer, wie ein Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) bestätigte. Es war das letzte Nadelöhr auf der Emspassage.
"Günstige Tide- und Witterungsverhältnisse haben die Überführung erleichtert", berichtete Reinhard Backer vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit. Um das Schiff besser manövrieren zu können, ist es rückwärts gefahren. Zwei Schlepperboote unterstützten es dabei. Damit die "Celebrity Silhouette" genügend Wasser unter dem Kiel hatte, war zuvor das Emssperrwerk geschlossen und der Fluss für rund zwölf Stunden aufgestaut worden. Umweltschützern ist der Bau der Kreuzfahrtriesen im Binnenland immer wieder ein Dorn im Auge, sie kritisieren, dass die Ems dadurch geschädigt wird.
Die Lotsenbrüderschaft Emden hat das Manöver durchgeführt. Zuvor haben die Mitglieder an einem computergesteuerten Simulator den Vorgang trainiert, um bestens vorbereitet zu sein. Direkt im Anschluss an die achtstündige Überführung seien Testfahrten auf der Nordsee geplant, ehe der Luxusliner am Sonntag zur Endausrüstung im niederländischen Eemshaven festmachen soll. "Das Schiff macht zur Zeit vor Borkum eine erste Einstellungsfahrt", sagte ein Sprecher der Papenburger Werft. Die Taufe soll am 21. Juli in Hamburg stattfinden.
Auftraggeber des 122.000 BRZ (Bruttoraumzahl) großen Kreuzfahrtschiffes mit Platz für rund 2900 Passagiere ist die US-amerikanische Reederei Celebrity Cruises. Es verfügt über 1443 Kabinen für mehr als 2886 Passagiere und erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 24 Knoten. Die "Celebrity Silhouette" ist das vierte von fünf baugleichen Schiffen, die die Reederei bei der emsländischen Werft bestellt hatte. Im Herbst 2012 soll ein weiteres Schiff folgen: die "Celebrity Reflection". Zuvor plant die Werft jedoch, das zweite Disney-Schiff ("Disney Fantasy") und das sechste AIDA-Schiff ("AIDAmar") abzuliefern.
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Quelle: aja , dpa , dapd
Heiner schrieb:
am 5. Juli 2011 um 14:40:30
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Papenburg Meyer Werft
Respekt vor der unternehmerischen und technischen Leistung dieser Werft. Dennoch: muss man diese Werft unbedingt in
Papenburg, d.h. 50 km im Hinterland, betreiben? Geht das nicht auchan der Küste, etwa in Emden, und dann ohne Verwerfungen in der Natur? Schwer vorstellbar, dass die heutigen Mitarbeiter in Papenburg nicht bereit wären, ihren Job auch in Emden auszuüben. Spätestens wenn die Aufträge von Celebrity und AIDA nicht mehr so fließen wie heute, beginnt der Katzenjammer!
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Grüner schrieb:
am 5. Juli 2011 um 12:16:59
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Umweltschutz
Seid froh dass die Industrie viel Geld abwirft um grüne Träume zu ermöglichen.
Ohne Geld nix grün ==>Kein Schwein könnte
dann 40.000 Euro für 100 m Krötesperre zahlen. Dann müssten eben mal 100 Grüne jede Nacht ran.
==>Kröten tragen statt demonstrieren. Bei uns macht seit Jahren derselbe grüne fast alles in aller Stille allein.
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Plumbum schrieb:
am 2. Juli 2011 um 13:44:58
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Paddelboote ???
€Werft.
Es ist ein Irrsinn, solch eine Werft mitten im Landesinnern zu betreiben.
Das wäre, als wenn ein Autohersteller
seine Fabrik in die Wüste betreiben würde. Er müsste die Teile hinbringen lassen und die Autos wieder mit Lastzügen wegschaffen. Es ist ein Relikt aus alter Zeit als ein Herr Seiters noch das Sagen hatte und er als Duzfreund von Kohl die Lobby hatte. Die Stadt Emden wollte der Meyer Werft sogar das Grundstück dazu schenken. Nein es mußte im in Papenburg aufgebaut werden.
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