01.12.2010, 09:19 Uhr
Auf der "Ryndam" hat ein Passagier während der Fahrt den Anker abgelassen. (Foto: imago)
Schock für die Gäste des Kreuzfahrtschiffs Ryndam der Holland America Line: Der betrunkene 44-jährige Passagier Rick E. verschaffte sich Zugang zu einem abgesperrten Teil des Schiffes und ließ den hinteren Anker während der Fahrt ab. Zuvor hatte er eine Rettungsboje über Bord geworfen und damit einen schiffsweiten Alarm ausgelöst, berichtet "USA Today". Das FBI konnte den Verantwortlichen ausmachen, ihm drohen jetzt für jedes der Vergehen bis zu 20 Jahre Haft und 250.000 Dollar Geldstrafe.
Der Vorfall ereignete sich bereits am Samstag auf der Route von Costa Maya, Mexiko nach Tampa in Florida. Der Kapitän der Ryndam löste am frühen Samstag morgen einen Alarm aus und beorderte die gesamte Crew und die mehr als 1000 Gäste zum Durchzählen an Deck, weil eine Rettungsboje fehlte. Dieses Chaos schien E. nicht zu reichen: Er verschaffte sich Zugang zu einem abgesperrten Areal im hinteren Teil des Schiffes, nahm sich ein paar Arbeitshandschuhe und ließ den hinteren Anker während der Fahrt ab. Das Schiff und alle an Bord blieben unversehrt, doch laut FBI habe das Ablassen das "Potential, das Ruder oder die Schiffsschraube schwer zu beschädigen". Mögliche Folgen seien Manövrierunfähigkeit, die zu einem Wassereinbruch oder sogar dem Untergang des Schiffes führen könne. E. muss sich nun wegen des Versuchs verantworten, ein Schiff zu "beschädigen, zu zerstören oder manövrierunfähig zu machen".
Nach den ungewöhnlichen Vorfällen ermittelte das FBI und konnte E. anhand der Aufnahmen der Überwachungskameras überführen. E. gestand sowohl, die Boje über Bord geworfen als auch den Anker abgelassen zu haben. Er gab an, während der fraglichen Zeit betrunken gewesen zu sein. Laut FBI kam er gegen eine Kaution von 15.000 Dollar zunächst wieder auf freien Fuß. Wie es der Passagier schaffen konnte, in den abgesperrten Bereich bis zum Anker zu gelangen, wollte eine Holland-America-Line-Sprecherin mit Hinweis auf das anstehende Gerichtsverfahren nicht kommentieren.
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Quelle: mro
siggi schrieb:
am 12. Dezember 2010 um 13:58:31
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Aber wenn?
So manche Kommentare,naja,muss erst etwas passieren bevor einer bestraft wird.Wenn jemand nem anderen die Bremsleitung durchtrennt
und ist nichts passiert,geht der dann Straffrei aus?Wäre das Schiff verunglückt,mit Toten und Verletzten,dann hätte ich die Kommentare nicht lesen mögen.
Dieser Mann ist schuldig,und jedes Land hat seine eigenen Gesetze,hätte er das in Deutschen-Gewässern getan,(2 Jahre auf Bewährung)nun war er mal nicht in unseren Refugien.
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Monka schrieb:
am 6. Dezember 2010 um 01:05:34
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Anker runter
Wieso ist der Raum nicht generell für einen Zugang fremder GESPERRT??? was es nicht alles gibt??
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Confessor schrieb:
am 3. Dezember 2010 um 11:21:09
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Anker
Um die besorgten Gemüter zu beruhigen - jede Ankerkette hat an ihrem Ende eine Sollbruchstelle. Sollte mal ein Trottel (gibt´s viele)
die Kette ungebremst raus rauschen lassen, würde der Schwung und das Gewicht die ganze Umgebung demolieren. Eine gewissenhafte Ankersicherung auf See besteht aus einer kleineren Kette und einem Schäkel und das dicht an der Winsch, damit die bewegte Masse möglichst gering ist und ob ein Besoffener das aufkriegt, bezweifle ich stark. Aber Trottel s.o. usw.
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