27.02.2010, 18:25 Uhr | Karsten-Thilo Raab/srt
Krüger-Nationalpark: Löwen in freier Wildbahn erleben (Foto: K.-T. Raab/srt)
Auf einmal scheint der stattliche Geländewagen zerbrechlich und klein. Kein Wunder, der mächtige Dickhäuter in gut 40, 50 Metern Entfernung wirkt nicht gerade wie ein Kuscheltier. Wie eine mächtige graue Wand blockiert die Elefantendame die sandige Straße. In der Abendsonne fällt der Blick auf ein Elefantenkalb, das gemächlichen Schrittes wenige Meter hinter seiner Mutter hertrabt. Die erzürnte Dickhäuterdame beginnt aufgeregt zu trompeten. Plötzlich bewegt sich die graue Wand auf den Jeep zu, der von jetzt auf gleich wie ein hauchdünnes Stück Blech wirkt, das mit einem Tritt zermalmt werden könnte. Elefantenmamis kennen keinen Spaß, wenn es um den Schutz ihrer Stammhalter geht. Okay, dies ist ja nicht der einzige Weg zurück in die Lodge. Eine kleine Powerwende, Gang rein, Gas geben und schon schrumpft der stolze Rüsselträger im Rückspiegel auf das Format einer Maus. Für ein Erinnerungsfoto an die unvermittelte Begegnung mit dem afrikanischen Elefanten bleibt keine Zeit. Aber es bieten sich noch viele zahllose Gelegenheiten. Denn im Krüger-Nationalpark leben weit mehr als 10.000 Elefanten. Wildlife-Feeling gibt es auch in unserer Foto-Serie.
Näheres zum Krüger-Nationalpark
Der Krüger-Nationalpark liegt im Nordosten Südafrikas in den Provinzen Mpumalanga und Limpopo. Er erstreckt sich vom Krokodilfluss im Süden bis zum Limpopo, dem Grenzfluss zu Mosambik, im Norden über eine Fläche von knapp 20.000 Quadratkilometern. Gemeinsam mit dem Limpopo-Nationalpark in Mosambik und dem Gonarezhou-Nationalpark in Simbabwe bildet der Krüger-Nationalpark den Great Limpopo Transfrontier Park. Gegründet wurde der Park 1898 von Präsident Paul Kruger zum Schutz der Wildnis ins Leben gerufen. 1926 erhielt das Gebiet den Status Nationalpark und erhielt den Namen des Gründers; Eintritt: 160 Rand, Kinder bis 12 Jahren 80 Rand pro Tag; Reisezeit: Die beste Reisezeit ist während der trockenen Winter von April bis September, wenn die Vegetation weniger dicht ist und die Tiere sich eher in der Nähe der Flüsse und Wasserlöcher aufhalten. Die Sommer von Oktober bis März sind zumeist heiß und gewitterreich. Im Dezember und Januar steigen die Temperaturen auf bis zu 50 Grad Celsius; Internet: www.sanparks.org/parks/kruger
Weitere Informationen
Anreise: South African Airways fliegt täglich nonstop von Frankfurt nach Johannesburg. Von Johannesburg gibt es Charterflüge direkt zum Outpost-Landeplatz im Krüger-Park. Die Anreise ist auch im Mietwagen möglich, Fahrzeit circa sechs Stunden. Sprache: In Südafrika gibt es elf offizielle Amtssprachen, die meist gesprochene ist Zulu. Englisch wird (fast) überall verstanden. Zeit: Während der Sommerzeit ist Südafrika mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zeitgleich, im Winter gehen die Uhren in Südafrika eine Stunde vor. Gesundheit: Vor dem Besuch des Nationalparks wird dringend eine Malaria-Prophylaxe empfohlen. Zudem sollten sich Reisende abends und nachts mit langer Kleidung bedecken und Mückenspray benutzen. Zudem ist der Abschluss einer Auslandskrankenversicherung vor Reisebeginn ratsam. Währung: 1 Euro entspricht derzeit 10,5 Südafrikanischen Rand (Stand 15.02.10). Übernachten: Verteilt im Park befinden sich gut zwei Dutzend Camps mit Übernachtungsmöglichkeiten sowie Privat-Lodges der gehobenen Klasse. Buchungen sind über die Internetseite des Parks möglich; Internet: www.southafricantourism.de und www.southafrica.net
Quelle: srt
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