25.11.2011, 13:37 Uhr | Susanne Ewald
Ein gemütliches Lagerfeuer lodert im Kamin und die Sauna läuft auf Hochtouren während sich von außen kleine Eiskristalle an den Scheiben der Blockhütte mitten im Nirgendwo bilden. Lappland, Finnlands nördlichste Region rund um Polarkreis, hat vor allem im Winter seine Reize. Vom gemütlichen Sauna-Abend im Ferienhaus bis zur aufregenden Husky-Safari - tauchen Sie ein in die lappische Landschaft aus Eis und Schnee in unserer Foto-Show .
Wer sich im Winter nach Lappland traut, muss sich warm anziehen, denn es herrschen Temperaturen bis zu minus 30 Grad. Aber bekanntlich gibt es ja kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Und für diverse Ausflüge wie Motorschlittenfahrten oder Schneeschuhwandern halten die Anbieter vor Ort spezielle Overalls und Handschuhe bereit. Dem winterlichen Schneevergnügen steht also nichts im Wege. Mit 70 Sachen mit dem Motorschlitten gen russische Grenze fahren macht irre Spaß. Dabei geht es über gefrorene Seen, kleine Anhöhen und verschlungene Waldpfade. Die weißen Bäume, wie zu Eisstatuen erstarrt, sorgen für ein atemberaubendes Panorama entlang der Strecke. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es viele. Nur circa zwei Kilometer von der russischen Grenze entfernt warten die Schwestern Sirpa und Katja mit einem russischen Spezialitäten-Dinner auf hungrige Safari-Teilnehmer. Im Gästehaus lässt sich der Wodka-Rausch bestens ausschlafen bis es am nächsten Morgen weiter geht.
Ganz ohne Hilfsmittel, nur mit Schneeschuhen bestückt, können Wanderfreunde auch im Winter ihrer Passion frönen. Im Oulanka Nationalpark gibt es zahlreiche ausgeschilderte Touren durch den dicht bewaldeten Park. Etwas ungewohnt ist es zwar schon, mit gespikten Plastikplatten an den Schuhen, aber im Tiefschnee sind die Schneeschuhe ein echter Vorteil und vereinfachen das Vorankommen immens. Noch schneller kommt man einem 6er Gespann Huskies vor einem Schlitten voran. Mutige dürfen den Schlitten sogar selbst lenken. Lappland ist auch das Land der Rentiere - wie sonst könnte der Weihnachtsmann seine Geschenke in der ganzen Welt verteilen. Die Anzahl der Rentiere überschreitet sogar die der menschlichen Einwohner der Region um den Polarkreis. Besonders beeindruckend ist das Zusammentreffen mit den Tieren in der freien Natur. Im Winter locken Rentier-Hirten die trächtigen Tiere mit einem Ruf an. Hier heißt es: Foto zücken und diese einmalige Szene in Bildern festhalten.
Mit bis zu 225 Tagen im Jahr taucht der Winter die Weiten Lapplands in ein grelles Weiß, dass mit dem stahlblauen Himmel die Farben der Finnland-Flagge widerspiegelt. Und bei soviel Schnee und kurzen Tagen lässt sich ein Tag in der Natur am besten in der finnischen Sauna abschließen. Fast jedes Ferienhaus, ja sogar die Badezimmer in manchen Hotels, sind mit einer eigenen Sauna ausgestattet. Hartgesottene wagen nach 20 Minuten im Schwitzkasten dann den Gang zum Eisloch direkt im See. Danach fühlt man sich wie neu geboren.
Auch wenn in den kleinen Orten in Nordfinnland gewissermaßen nur der Bär in der wilden Natur steppt, gibt es fast überall eine Karaoke-Bar. Ein Freiwilliger findet sich immer, fast niemand singt schief. Das kann auch daran liegen, dass die Finnen als trinkfest gelten. Der Musikalität scheint Alkohol keinen Abbruch zu tun, auch die Tanzflächen in den Bars sind immer gut gefüllt. Lieblingstanz der Finnen ist der Tango - der aber mit dem argentinischen Pendant wenig gemein hat. Etwas melancholischer und weniger feurig tanzt man durch die Nacht bis zum nächsten Tag. Bis zur Morgendämmerung kann es allerdings ein Weilchen dauern - denn die finnischen Nächte sind lang und die Tage kurz; zumindest im Winter.
Weitere Informationen
Finnland ist etwas kleiner als Deutschland und mit 5,3 Millionen Einwohnern dünn besiedelt. Pro Quadratkilometer leben im Schnitt 15 Finnen - 229 sind es in Deutschland. 68 Prozent Finnlands sind von Wald bedeckt, die Seen machen ein Zehntel der Fläche aus.
Anreise: Am besten mit Auto und Schiff. Fähren fahren von Rostock und Lübeck nach Finnland, weitere Verbindungen bestehen von Schweden und Estland aus. Auch die Anreise per Flugzeug nach Helsinki und die Weiterfahrt per Mietwagen ist möglich.
Reisezeit: Winter: Februar bis April, Sommer: Anfang Juni bis Mitte Oktober.
Währung: In Finnland wird mit dem Euro bezahlt.
Zeitverschiebung: Zeit in Deutschland plus eine Stunde.
Sprachen: Finnisch und Schwedisch. Viele Finnen sprechen gut Englisch.
Internet: www.visitfinland.de. Komplettpakete bietet der Finnlandexperte Fintouring an: www.fintouring.de
Ferienhäuser: Meist liegen sie in dünn besiedelten Gegenden, fast immer an einem See. Eine Sauna gehört zur Ausstattung. Gerechnet werden muss mit Mietpreisen ab etwa 300 Euro pro Woche.
Ferienhäuser Beispiele:
Isokenkäisten Klubi: Pension, Gasthaus und Ferienhäuser zu erschwinglichen Preisen direkt an der russischen Grenze, Tipp: Probieren Sie unbedingt das russische Abendessen, www.ikk.fi
Ferienhaus des Weihnachtsmanns mit Iglu-Hotel: www.pohjolanpirtti.fi,
Ferienhäuser für größere Gruppen und Räumlichkeiten für größere Feiern: www.oivanginlomakartano.fi
Ferienhäuser und und ausgezeichnetes Fischrestaurant: www.ollilanlomamajat.fi
Hotel in Ruka mit direktem Anschluss zum Skilift: Ski Inn: www.ski-inn.fi.
Ruka Adventures: Anbieter für Huskey-Touren, Rentierschlittenfahrten etc: www.rukaadventures.fi
Susanne Ewald
Thomas schrieb:
am 24. Februar 2011 um 11:55:16
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Suomi Finland
Nichts für Warmduscher,
ich war schon mehrmals in Lappland, Skidoo fahren (aber schneller als "70",
Eisangeln und in die Sauna
gehen. Die Gegend um Saariselkä ist wie ein kleines
Wintermärchen und für Freunde des Nordens absolut empfehlenswert.
Gute möglichkeiten für Skilanglauf und auch Ski-Abfahrt.
http://www.saariselka.fi/index.php?id=9&la=en
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Helmut schrieb:
am 24. Februar 2011 um 10:34:08
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Lappland
Ich habe 6 1/2 Jahre in Helsinki gelebt und war imer wieder in Lappland, auch im Winter. Es gibt nichts schöneres als mit den
Skiern durch die verschneiten finnischen Wälder zu laufen und anschließend in einer Sauna zu schwitzen, sich im Schnee zu wälzen oder in ein Eisloch zu steigen, das Wasser ist ja nicht so wie die Luft.
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Brutus schrieb:
am 10. Februar 2011 um 00:52:20
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Guckst Du
Da möcht ich die Nippel sehen wenn die da zum Trocknen rauskommt.
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