20.09.2010, 13:21 Uhr
Ohne Vignette wird es teuer. (Quelle: SRT )
Auf dem Weg in die Ferien wird man schnell zum Mautpreller: In manchen Ländern verhageln unübersichtliche Regelungen und unnachgiebige Gesetzeshüter die Reiselaune. Denn ob durch Unwissenheit oder Vorsatz: Wer keine Vignette hat und erwischt wird, zahlt - und das nicht zu knapp. Unsere Klick-Show zeigt, wo Sie wie viel bezahlen müssen - und welche Strafen drohen.
In Bulgarien, Österreich, Rumänien, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn gibt es Vignetten mit unterschiedlichem Zeitfenster. Insbesondere die Jahresvignette hat sich in Österreich (76,20 Euro), der Schweiz (29 Euro), Tschechien (je nach Kurswechselschwankungen ca. 47 Euro) und Ungarn (je nach Kurswechselschwankungen ca. 133 Euro) verteuert. Neben der Vignette und der streckenbezogenen Maut werden in vielen Ländern noch zusätzlich Brücken-, Tunnel- oder eine so genannte City-Sondermaut fällig.
Trotz Protesten des ADAC und der EU führte die slowenische Regierung am 1. Juli 2009 eine Wochenvignette für sieben Tage ein. Gleichzeitig wurde die Halbjahresvignette (Kostenpunkt: 35 Euro) abgeschafft. Die Jahresvignette kostete mit einem Schlag statt 55 Euro nun 95 Euro für Pkw. Der Preis für die Kurzzeitvignette beträgt allerdings 15 Euro. Damit müssen Urlauber, die durch Slowenien an die kroatische Küste fahren und von Samstag bis Samstag bleiben, zwei Wochenvignetten zum Preis von insgesamt 30 Euro kaufen. Das ist fast soviel wie zuvor für die Halbjahresvignette. Immerhin bietet Slowenien auch eine Monatsvignette zum gleichen Preis wie zwei Wochenvignetten. Bei einem Mautvergehen in Slowenien werden bis zu 800 Euro fällig. Wer sofort zahlt, kommt mit 150 Euro davon.
Auch der Weg Richtung Slowenien wird etwas teurer: Das österreichische Pickerl kostet für zehn Tage statt 7,70 Euro nun 7,90 Euro. Wer länger unterwegs ist, zahlt für die Zwei-Monatsvignette 22,90 Euro. Sparversuche können selbst bei kurzen Strecken ohne Vignette teuer kommen. Wird man ohne gültiges "Pickerl" erwischt, wird für Pkw eine Ersatzmaut von 120 Euro fällig. Wer die Summe nicht vor Ort begleicht, dem drohen Geldstrafen von mindestens 300 Euro. Die Gebührenpflicht wird durch sogenannte "Mautsheriffs" und durch Videokameras kontrolliert.
Auch für unabsichtliche Mautsünder gibt es kein Pardon. An manchen Stellen fahren Ortsunkundige schnell auf mautpflichtigen Straßenstücken, ohne die entsprechende Plakette am Auto zu haben. Der ADAC etwa warnt vor "Fallstricken", zum Beispiel vor dem Pfändertunnel bei Bregenz und auf der Strecke zwischen Imst und Landeck. Auf jeden Fall sollten sich Reisende auf vier Rädern rechtzeitig vor Fahrtantritt Informationen bei den Automobilclubs holen. Sie geben Hinweise zu den optimalen Strecken und weisen auf Problemrouten hin.
Etwas teurer geworden ist die Jahresvignette für die Schweizer Autobahnen. Statt 27,50 Euro kostet sie nun 29 Euro. Wie die Österreicher kassieren die Eidgenossen bei vielen Tunnels extra. Dafür fällt die Strafe hier oft geringer aus: Wer erwischt wird, zahlt laut ADAC 70 Euro plus die Kaufgebühr der Vignette. Vignetten werden auch in der Slowakei fällig, die Preise sind im Vergleich zum vergangenen Jahr fast konstant geblieben (Preis pro Kalenderjahr ca. 37 Euro, pro Monat etwa 10 Euro, für sieben Tage knapp fünf Euro). Mit bis zu 365 Euro werden Mautsünder zur Kasse gebeten. Je nach Streckenlänge wird die Straßennutzungsgebühr in Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, Mazedonien, Polen, Portugal, Serbien und Spanien erhoben. Hier zahlt man pro zurückgelegten Kilometer.
Ach ja: Selbst der, der gut und günstig am Ferienort angekommen ist, ist vor den "Raubrittern des Straßenwesens" noch nicht endgültig gefeit. Wer sich die Innenstädte verschiedener Städte ansehen möchte, muss mit der so genannten Citymaut rechnen. Die wird unter anderem in Rom, Mailand, London, Oslo und Stockholm erhoben. In Stockholm allerdings sind Wagen mit ausländischen Kennzeichen, Taxis, Motorräder und schadstoffarme Autos von der Maut ausgenommen.
Quelle: dpa-tmn , t-online.de , srt , ADAC
vondrano schrieb:
am 18. April 2011 um 11:22:36
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Maut na klar
Jedem in Deutschl.-bei Kfz-Steuerrechnung die Vignette beilegen (natürlich mit Kfz-Kennzeichen) und ansonsten zahlt jeder der
hier keine Kfz-Steuer bezahlt,für sein Pickerl an den Tank-oder Mautstellen wie wir das in A,CZ,SLO,CH,H, usw.auch machen müssen. Wo ist da ein Problem -- wahrscheinlich weil es zu einfach ist und nicht eine Expertenrunde diesen Vorschlag in mehrtägigen Sitzungen gebähren konnte.
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MAULER schrieb:
am 18. April 2011 um 09:49:16
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MAUT
tja ihr leute kfz steuern abschaffen und nur maut zahlen geht nicht da die kfzsteuer das land- kreis bekommt und die maut nach berlin zu
den verbrechern geht glaub ihr das es dann einen ausgleich für die länder gibt????also 2x zahlen und maul halten es lebe die eu hurra hurra
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wolli schrieb:
am 9. April 2011 um 18:32:19
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Maut
Liebe Nur-Autobahn-Benutzer: seid Ihr denn nicht mehr in der Lage, Euch auf einer Strassenkarte eine Strecke ohne Autobahn zu suchen?
Speziell in Österreich gibt es so gute Strassen, dass man die Autobahn gar nicht nutzen muss. Der Zeitvorteil ist z. B. am Brenner so gering (im Sommer auf der Autobahn häufig Staus) dass es sich überhaupt nicht lohnt, die Autobahn zu nutzen. Wer natürlich nur Autobahn fahren kann - selbst Schuld! Lasst Euch Zeit, Ihr habt doch Urlaub.
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