16.01.2012, 14:17 Uhr | Philipp Laage, dpa
Dieses Verhalten kann Ihr Leben retten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Schiffbruch zu erleiden, ist eine Horrorvorstellung für jeden Passagier. Wie Sie sich in Fällen wie der Havarie der "Costa Concordia" richtig verhalten, erklärt ein Experte für Schiffssicherheit.
Das Schiffsunglück der "Costa Concordia" vor der italienischen Küste mit mindestens sechs Toten ist ein Alptraum für jeden Kreuzfahrtpassagier. Hinzu kommt, dass Passagiere über chaotische Szenen geklagt haben, als das Schiff am Freitag mit mehr als 4200 Passagieren auf Grund gelaufen war und evakuiert werden musste. Wie eine Rettung richtig ablaufen sollte und wie Passagiere sich dabei am besten verhalten, erklärt Ulrich Schmidt, Leiter der Dienststelle Schiffssicherheit bei der Berufsgenossenschaft Verkehr in Hamburg.
Passagiere sollten in der Regel niemals einfach von Bord springen. Eine Ausnahme sei höchstens, wenn es direkt hinter ihnen brenne und alle Fluchtwege versperrt seien, sagt Schmidt. Im kalten Wasser müssten die Schiffbrüchigen sofort gerettet werden. Das hält die Crew beim Evakuieren der übrigen Passagiere auf. In jedem Fall gilt: Nerven behalten und nicht in Panik geraten. "Das ist leicht gesagt, aber das einzig Vernünftige." Moderne Kreuzfahrtschiffe seien so gebaut, dass sie auch bei einem Leck - wenn überhaupt - nur sehr langsam sinken.
Die Passagiere werden überall auf dem Schiff per Durchsage aufgefordert, sich zu festgelegten Sammelplätzen zu begeben, erläutert Schmidt. Dort teilt die Besatzung die Menschen auf die Rettungsboote auf und verteilt Schwimmwesten. "Dieser Ablauf ist auf jedem Kreuzfahrtschiff gleich, lediglich die Rettungswege unterschieden sich."
Die Besatzung ist dazu verpflichtet, den Ablauf einer Evakuierung und das Treffen am Sammelpunkt innerhalb der ersten 24 Stunden an Bord einmal mit den Passagieren durchzuspielen. "Wenn das Schiff abends ausläuft, wird diese Übung meist am nächsten Morgen gemacht", sagt Schmidt. Ein Rettungsplan mit den Sammelstellen hänge außerdem in den Kabinen aus.
Ab und zu könne es passieren, dass eine einzelne Aussetzvorrichtung für die Rettungsboote versagt, erklärt Schmidt. Die Boote können dann darüber nicht zu Wasser gelassen werden. "Dann muss die Besatzung umorganisieren. Je größer ein Schiff ist und je mehr Gäste an Bord sind, umso schwieriger wird das", sagt der Experte.
Die Kapazität der Rettungsboote ist international verpflichtend vorgeschrieben. Sie liegt bei 125 Prozent im Verhältnis zur Zahl der Passagiere. Das heißt, es gibt herunter gerechnet mindestens fünf Plätze für vier Passagiere. Eine Vorschrift "Frauen und Kinder zuerst" gebe es beim Besteigen der Boote nicht.
Ja. "Die Besatzung kennt das Schiff und weiß, was sie tun muss", sagt Schmidt. Das Personal absolviere regelmäßig Lehrgänge und könne mit der Ausnahmesituation einer Evakuierung umgehen. "Ich würde durchaus raten, sich blind auf die Mannschaft zu verlassen."
Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen!
Quelle: dpa-tmn
Mangold schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:58:40
(1)
(2)
Schwachstelle bei AIDAvita
Ich war vom 16.12. - 6.1.12 auf dem Schiff auf der Fahrt nach dem Amazonas. Es war alles soweit in Ordnung bis auf
die Durchsagen des Kapitäns in den Kabinen. Als die Crew ihre Rettung probierten, wurde dies in die Kabinen angesagt, aber als wir zum Flughafen fahren mußten, wurde es zwar in den Restaurants aber nicht in den Kabinen durchgegeben. Ich finde bei Terminen die der Kapitän verantwortlich ist sollte die Kabinenautsprecher ebenfalls mit angeschaltet werden.
mehr
Kommentar melden
Mangold schrieb:
am 20. Februar 2012 um 18:53:46
(2)
(1)
Schiffbruch - Evakuieren
Als Jollensegler ist mir bekannt, daß Rettungsboote nur zu wassergelassen werden kann wenn das Boot außerhalb des
Schiffes runter gelassen werden kann. Bei Schieflage wird das Boot innerhlab des Schiffes aufliegen und kann dann nicht zu wassergelassen werden. Außerdem würde ich bei einen Unfall niemals in die Kabine gehen sondern nur auf das Rettungsbootsdeck und dort sollten auch die Schwimmwesten ausgegeben werden und nicht in der Kabine im Schrank aufbewahrt werden.
mehr
Kommentar melden
Linne schrieb:
am 10. Februar 2012 um 18:02:40
(3)
(0)
Kapitän
Es hilft alles nicht wenn der Kapitän eine Niete ist und keine Anweisungen gibt.
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Tolle Kurven perfekt in Szene gesetzt: zauberhafte Damenmode bis Größe 60. zum XXL-Special
Hier steht der Traditionsclub Boca Juniors im Mittelpunkt. zum Video