21.09.2010, 11:37 Uhr
Eine Million Besucher, eine Million Maß Bier und Millionen-Umsätze: Am Wochenende hat in München die größte Party der Welt begonnen - das Oktoberfest startete bei unerwartetem Bilderbuchwetter. Wenn das so weiter geht, wird man auf eine äußerst positive Bilanz kommen. So wird in München auf dem Oktoberfest gefeiert - sehen Sie sich die Highlights in unserer Foto-Serie an.
Petrus war doch ein Münchner: Entgegen der Vorhersagen der Meteorologen strahlte die Sonne zum Start des Jubiläums-Oktoberfestes von einem weiß-blauen Bilderbuchhimmel. "Das ist das perfekte Geburtstagsgeschenk", sagte Festleiterin Gabriele Weishäupl. Zum 200-jährigen Bestehen des größten Volksfestes der Welt zeigte sich auch der Oberbürgermeister in Bestform: Nur zwei Schläge brauchte Christian Ude (SPD) zur Eröffnung am Samstag um zwölf Uhr, um das erste Fass Bier anzuzapfen. "O'zapft ist", rief Ude den mit Dirndl und Lederhose herausgeputzten Menschen zu, die seit Stunden auf die erste Maß warteten und dem OB zujubelten.
Manche kamen schon vor dem Morgengrauen zum Festgelände, Wachmänner erspähten die ersten Wiesn-Fans vor vier Uhr - so früh wie noch nie: Wer einen der begehrten Plätze im Bierzelt ergattern wollte, musste zeitig aufstehen. Schon zwei Stunden vor dem Anstich waren manche Zelte wegen Überfüllung dicht. Und die erste "Bierleiche" gab es auch schon vor dem ersten Bier: Ein 19-Jähriger brach noch vor der Eröffnung zusammen, er hatte die ganze Nacht durchgetrunken.
Mehr als eine Million Festgäste feierten am ersten Wochenende den Wiesn-Geburtstag. Sie tranken eine Million Maß Bier und verzehrten zehn ganze Ochsen und tausende Hendl. "Die Stimmung kommt von allein, der Umsatz kommt von allein - wichtig ist, dass es ein friedliches Fest bleibt", sagte Ude. Zum Jubiläum herrschen die strengsten Sicherheitsvorkehrungen in der Geschichte des Festes. Drei Sperrgürtel sollen das Gelände vor Terror schützen. An den Eingängen gibt es stichprobenartig Taschenkontrollen. Auch wer mit großem Rucksack ein Zelt verlässt, wird von Ordnern inspiziert: Maßkrüge als Souvenir sind eine begehrte Beute.
Die befürchteten Tumulte an den Ausgängen der Zelte wegen des Rauchverbots blieben aus. Raucher konnten teils mit Einlassbändchen oder Karten ins Zelt zurück, auch wenn keine neuen Besucher eingelassen wurden. Dennoch drücke das Verbot ein wenig auf die Stimmung, meinte eine Raucherin, schließlich schmecke die Zigarette zur Maß ganz besonders gut. Obwohl der Rauch fehlte, gab es erst einmal keine der befürchteten Geruchsbelästigungen anderer Art. Es roch - zumindest beim Anstich - nur nach frischem Hendl.
Sogar Besucher aus dem Ausland kamen in Dirndl und Lederhose. Das Volksfest entstand aus der prunkvollen Hochzeit des Wittelsbacher Kronprinzen Ludwig und der Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen im Oktober 1810. Festleiterin Weishäupl kam entsprechend stilecht in Münchner Mieder und goldener Riegelhaube. Das Ankleiden habe eine Stunde gedauert und sei ohne Hilfe unmöglich. Ein Gewand für alle Tage sei es auch nicht gerade, gab sie zu: "Es ist unbequem." Als Vertreter des Hauses Wittelsbach waren Herzog Max und Herzogin Elizabeth in Bayern dabei, die aus Schweden stammende Herzogin trug die Tracht ihrer Heimat. Und Ude, gefragt, wie er sich für das Fest feingemacht habe, antwortete unter dem Jubel der Besucher: "Ich zieh das feschste Gewand an, das man sich vorstellen kann, und das ist die Lederhose."
Weitere Information:
Das diesjährige Oktoberfest findet vom 18. September bis zum 4.Oktober statt.
Unter www.oktoberfest.de finden sich nicht nur Informationen rund um die Wiesn, sondern auch lustige Apps für das iPhone zum Download, zum Beispiel ein Wiesn-Wörterbuch, Bestell-Helfer und Promille-Rechner.
Fremdenverkehrsamt München: www.muenchen.de
Buchtipp: Oktoberfest Survival Guide, Jubiläumsausgabe deutsch/englisch, 160 Seiten, Pendo Verlag, 7,95 Euro, ISBN 978-3-86612-281-9.
Quelle: dpa
Rolf schrieb:
am 24. September 2010 um 09:46:39
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oktoberfest
schön , daß es das oktoberfest gibt und allen so viel freude bereitet, aber warum muß uns immer dieses blöde , dumme und auch
primitive getue dieser sonenannten "Promis" gezeigt werden.
Das verdirbt einen die ganze stimmung. Aber wiederrum daran sieht man mal wohin uns diese Medien hin geführt haben.
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sepp schrieb:
am 23. September 2010 um 18:56:37
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wiesn
ein prosit ein prosit der gemütlichkeit
es beschweren sich leute über hohe bierpreise..
dann sollens halt nicht hingehen zur
wiesn!!!!
die touris zahlen schon, nehmen hotels usw.
passt doch perfekt!!
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Halbmaßtrinker schrieb:
am 23. September 2010 um 12:13:20
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Augustinerzelt - Abzockzelt
Jeder soll auf der "Wiesn" seinen Spaß haben und derjenige, der hierzu beiträgt (Festwirte u. Schausteller)
seinen Gewinn. Was ich aber in den ersten 3 Wiesn-Tagen im Augustinerzelt feststellen musste ist eine riesen Sauerei, dort schenkt man nämlich keine Maß Bier aus, sondern nur den halben Liter zum regulären Maßpreis. Was der Festwirt sich hier erlaubt ist Betrug u. Wucher, dies scheint aber niemanden zu stören. Halber Liter Bier für knapp 9 Euro und die Wiesnaufsicht schaut zu. Prost!
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