Oktoberfest: Junge Frauen feiern auf der "Wiesn" in München (Archivfoto: dpa)Auch Stammgäste werden sich auf dem 175. Oktoberfest, das am 20. September mit dem Anstich im Schottenhamel-Zelt durch den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude beginnt, neu orientieren müssen. Denn gegenüber dem Vorjahr hat sich einiges geändert. Darunter auch der Bierpreis: Pro Maß müssen die Besucher zwischen 7,80 und 8,30 Euro zahlen. Das sind über fünf Prozent mehr als im Vorjahr.
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Zwar gibt es wieder 14 große Zelte. Wegen des Zentral-Landwirtschaftsfestes, das nach drei Jahren Pause vom 20. bis 28. September gleich nebenan stattfindet, sind insgesamt mehr als 40 Betriebe, die auf sechs Hektar Fläche im Süden des Geländes angesiedelt waren, diesmal nicht mit von der Partie. Darunter sind so bekannte Zelte wie die Knödelei oder die Wurstbraterei Sieber, die immerhin fast 80 Jahre auf dem Oktoberfest ihren Platz hatte.
Dafür können sich Wiesn-Besucher auf einige neue Zelte freuen: Zum Beispiel die Kalbs-Kuchl, in der die Wirtsleute Siegfried und Sabine Able kälberne Fleichpflanzerl, knusprige Kalbshaxn, bayerisches Kalb vom Spieß und andere Gerichte aus Kalbfleisch servieren – in brandneuem rauchfreien Holzhaus-Ambiente. Als Neubau im Landhausstil mit einer rustikalen Skihütte im Inneren präsentiert sich das Wiesn-Zelt zum Stiftl: An 440 Sitzplätzen tischt Familie Stiftl hier Brathendl und bayerische Schmankerl auf. Mit einer neuen gelben, mit Wiesn-Herzln verzierten Frontfassade kommt dieses Jahr das traditionsreiche Café Mohrenkopf daher. Zum Cappuccino und Eiscafé schmecken dort Torten, Ausgezogne und Apfelküchl. Auf eine kühle Erfrischung lädt die Weißbier-Alm, ein massives Holzhaus mit echten Holzschindeln und liebevoller Dekoration mit bäuerlichen Requisiten. Mit einer großen Fensterfront an der Galerie und entsprechend mehr Licht im Innern überrascht das Hofbräuzelt.
Größte und längste transportable Achterbahn
Auch bei den Fahrgeschäften können Oktoberfest-Besucher Neues ausprobieren. Ein Comeback feiert die Alpina Bahn, die bis heute größte und längste transportable Achterbahn ohne Überschlag auf der Welt: Nostalgie-Fans unter den Stammgästen werden sich vielleicht noch an die rasante Fahrt erinnern, denn 1994 stand die Anlage, die heute in alpenländischem Dekor daher kommt, noch unter dem schlichten Namen "Achterbahn" auf der Wiesn. Ein rauschhaftes Vergnügen verheißt den Gästen außerdem der Psychedelic. Das Labyrinth schickt die Besucher mit Schockfarben und Musik der 70er Jahre auf eine Reise in die Zeit der Flower Power. Mit den an der Kasse ausgegebenen Multispektralbrillen soll der Gang durch die farbdurchfluteten Gänge ein ganz besonderer Trip werden – versprechen die Betreiber.
Weitere Informationen Das 175. Oktoberfest beginnt am 20. September um 10.55 Uhr mit dem Einzug der Festwirte und Brauereien. Der große Trachten- und Schützenzug durch die Münchner Innenstadt steht am 21. September im Wiesn-Kalender. Zum Abschluss der Wiesen gibt es am 5. Oktober ab 12 Uhr ein Böllerschießen auf den Stufen der Bavaria. www.oktoberfest.de