"Ich bin im Paradies" - der erste Gedanke, der den Urlaubern durch den Kopf geht, wenn sie nach einem anstrengenden elfstündigen Flug endlich wieder festen Boden unter den Füßen spüren. Und tatsächlich! Während der Überfahrt ins Hotel, bestätigt sich der erste Eindruck. Immer wieder wird der Blick auf endlos schimmernde Strände und glasklares Wasser frei, während der Wind die Palmenblätter fröhlich hin und her wedelt - als ob er so die Gäste herzlich willkommen heißen möchte, auf der Trauminsel Mauritius.
Ein kleiner Sonnenschein
Mauritius befindet sich im südwestlichen Teil des Indischen Ozeans, dem wärmsten Meer der Erde. Die Insel ist fast so groß wie Teneriffa und besteht aus der Hauptinsel und dem weiter nördlich liegenden Rodrigues, sowie den Agalega- und Cargados-Carajos-Inseln. Hauptanziehungspunkt ist die ungefähr 200 Kilometer lange Küste mit ihren meist feinen Sandstränden. Am besten lässt sich ein Sonnenbad im Norden der Insel genießen, aber auch der Westen und der Osten verzaubern mit paradiesischen Aussichten. Für den Süden hingegen sind kleinere Strandabschnitte mit Felsküste charakteristisch.
Abtauchen zu Fischen und Korallen
Wer schon mal da ist, sollte sich auch die bunte Unterwasserwelt nicht entgehen lassen. Da das Eiland fast vollständig von einem natürlichen Korallenring umgeben ist, sind relativ sichere Schwimm- und Schnorchelbedingungen in den warmen Lagunen garantiert. Die wohl interessantesten Tauchplätze liegen im Nordwesten der Insel von Trou aux Biches bis zum Cap Malheureux.
Duftende Nationalparks
Das außerordentlich milde Klima schafft ideale Voraussetzungen auch über der Meeresoberfläche - die Flora und Fauna ist sehr artenreich. Zur bekanntesten Sehenswürdigkeit gehört der Botanische Garten von Pamplemousse - weltweit berühmt für seine einzigartige Sammlung an vielen Arten exotischer Pflanzen, einschließlich der "Talipot-Palme," die nur einmal in 60 Jahren blüht und dann eingeht. Eine weitere Sehenswürdigkeit des Botanischen Gartens ist die Seerose "Victoria Regia", deren runde, etwa 70 cm große Blätter am Rand wie bei einem Tablett hochgebogen sind und sogar das Gewicht eines Babys tragen können. Die Seerose selbst blüht nur an einem Tag, zunächst weiß und dann rosafarben. Eine duftende Besonderheit ist die "Domaine Ylang Ylang". Auf der malerischen Plantage werden in althergebrachter Weise Grundstoffe für Parfums gewonnen.
Faszinierende Tempelanlagen
Mehr als 60 Prozent der Bevölkerung ist indischer Herkunft. Aus diesem Grund findet man auf Mauritius eine Vielzahl an hinduistischen Tempelanlagen, die den unterschiedlichsten Göttern gewidmet sind. Die größte ist der Shivala-Komplex nahe Triolet. Als heiliger Ort gilt auch der Kratersee Grand Bassin, der von unzähligen Tempeln und Schreinen umgeben ist. Gläubige pilgern das ganze Jahr über dorthin. Das größte Hindu-Fest findet im Februar und März statt - das Maha Shivaratree. Während der Prozession tragen tausende Gläubige blumenverzierte Schreine zum Wasser und bitten Shiva um die Läuterung ihrer Seelen.
Schlendern durch Port Louis
Es ist die multikulturelle Atmosphäre, die den besonderen Charme von Port Luis ausmacht. Inder, Chinesen, Araber, Afrikaner und Europäer leben hier dicht gedrängt nebeneinander und dennoch ist auch in der quirligen Metropole die für Mauritius typische Gelassenheit, Freundlichkeit und Toleranz der Menschen zu spüren. Auf dem malerische Zentralmarkt, der erst 2004 wieder vollständig aufgebaut wurde, werden sämtlich Produkte angeboten, die das Touristenherz begehrt. Von Kunsthandwerks über Gemüse und indischen Pfannkuchen bis hin zu Heilkräutern, wird hier lebhaft angepriesen, gehandelt und verkauft. Wer hier ein Schnäppchen machen will, sollte unbedingt handeln! "Sehen und gesehen werden" ist hingegen die Devise in den Geschäften, Cafés und Restaurants des modernen Shopping- und Hotelzentrums "Caudan Waterfront Complex" am Hafen. Am Wochenende wird dieser besonders gerne von einheimischen Familien bevölkert, die mit Mama, Papa, Oma und Opa einen Sonntagsausflug unternehmen.