31.05.2010, 09:18 Uhr
Bagger am Strand: Wenn der Urlaub zum Albtraum wird (Foto: dpa)
Die Reisekataloge locken mit traumhaften Bildern nebst schillernden Beschreibungen. Die Welt scheint nur aus "einsamen Naturstränden" und "neu eröffneten Hotels" in "lebhaften Ferienorten" zu bestehen. Doch Vorsicht: In Katalogen wird die Wahrheit gerne durch die Blume erzählt. Wer die Sprache richtig verstehen will, muss ein bisschen aufmerksamer lesen. Unser kleiner Wegweiser durchs Katalog-Latein enthüllt die Formulierungen der Prospektdichter. Klicken Sie sich durch die häufigsten Katalog-Floskeln.
Geschwindelt werden darf in deutschen Katalogen nicht - dem Reiserecht sei Dank. Was die Richter den Prospektmachern aber erlauben, ist Schönfärberei. Ein mündiger Reisender muss auch ein wenig zwischen den Zeilen lesen können. Eine Reklamation ist deshalb oft ausgeschlossen - es stand schließlich alles im Katalog, wenn auch sehr verblümt. Wenn also vor dem Hotel das Hafenbecken statt eine Badebucht zu sehen ist: Wer könnte behaupten, das Haus liege nicht "direkt am Meer"? Das genaue Lesen beginnt mit der Anreise: Ein "Direktflug" ist kein "Nonstopflug". Der Unterschied liegt in einer oder mehreren Zwischenlandungen. Und niemand darf sich wundern, wenn nach dem "kurzen Transfer vom Flughafen" das Hotel mitten in der Einflugschneise liegt. "Zentral gelegen" bedeutet oft nächtliches Hupen und viel Verkehr.
Eine "Ufer- oder Strandpromenade" hört sich toll an. Dabei muss es sich jedoch nicht unbedingt um eine Flaniermeile für Liebespaare handeln. Wenn nicht ausdrücklich eine Fußgängerzone erwähnt wird, kann die Promenade auch eine mehrspurige, viel befahrene Straße sein. Das genaue Gegenteil ist zu erwarten, wenn im Katalog ein "Leihwagen empfohlen" wird: Die Unterkunft liegt wahrscheinlich abseits jeder Zivilisation und bietet wenig Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. In Acht nehmen sollte man sich auch vor "internationaler Atmosphäre" oder "hellen und freundlichen Zimmern". Darüber, und warum "Meerblick" und "Meerseite" nicht das Gleiche sind, informiert unsere Klickshow. Außerdem kann man sich über die Meinungen anderer Gäste bei den Hotelbewertungen des T-Online Reiseportals informieren.
Ratgeber: Was Formulierungen im Reisekatalog wirklich bedeuten
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Thomas schrieb:
am 31. Mai 2010 um 10:49:29
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Geiz ist halt.....
.....nicht immer geil? Alles umsonst haben wollen und am besten erster Klasse fliegen und mit Taxi zum Hotel und dort muss
alles tiptop sein für 600 Euro all in?
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Nadja schrieb:
am 31. Mai 2010 um 10:26:52
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Bewertungsportal
Gott sei Dank gibt´s ja genügend Hotel-Bewertungsportale bei denen ich mich genau über das gewünschte Hotel informieren
kann. Dort erfährt man meist schon welches Publikum vorhanden ist, wie die Zimmer und der Service ist usw... .
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Angela schrieb:
am 2. März 2010 um 21:19:03
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winfried schrieb abm 27 februar 2010
es gibt auch genug deutschen feier- unda saufwütigen spezies.
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