10.02.2012, 09:19 Uhr
Die Inselgruppe Juan-Fernández-Archipel war Inspiration für den berühmten Roman von Daniel Defoe Robinson Crusoe. (Quelle: O. Hörtreiter, Iwanowski Verlag)
"Reif für die Insel" fühlt man sich oft im Alltag und sehnt sich nach Sommer, Sonne, Strand und Meer. Inseln sind der Inbegriff für diese Idylle - vor allem wenn man auf ihnen die Abgeschiedenheit eines Robinson Crusoes erleben kann. Alljährlich werden so bekannte Reiseziele wie Mallorca, Kreta oder Teneriffa von Millionen von Urlaubern besucht. Doch wer kennt schon Lukuba Island oder das Juan-Fernández-Archipel, zu dem die richtige Robinson-Crusoe-Insel gehört? Die schönsten einsamen Inseln sehen Sie auch in unserer Foto-Show.
Anfang des 18. Jahrhunderts verbrachte der englische Freibeuter Alexander Selkirk nach einem Streit mit seinem Kapitän unfreiwillig vier Jahre und vier Monate auf einer der unbewohnten Inseln des Juan-Fernández-Archipel, die rund 670 Kilometer vom südamerikanischen Festland entfernt liegt. Er erzählte dem Schriftsteller Daniel Defoe von seinen Erfahrungen und lieferte ihm damit den Stoff für den Weltbestseller "Robinson Crusoe". 1966 benannte die chilenische Regierung schließlich eine der drei zu dem Archipel gehörenden Insel nach dem Roman - sie heißt bis heute "Isla Robinsón Crusoe".
Selbst für Reisende, die schon alles gesehen haben, mag Norfolk Island noch ein weißer Fleck auf der Insel-Landkarte sein. Nur 2000 Einwohner zählt das Eiland östlich von Brisbane, Australien, welches 1774 von James Cook entdeckt wurde und schon als Sträflingsinsel diente. Die Vulkaninsel bietet grüne Hügel, Sandbuchten und geschützte Lagunen sowie tropische Regenwälder. Auch auf dem unberührten Naturparadies Mayaguana, das zu den Bahamas zählt, wohnen nur wenige Menschen. 400 Einwohner sind es insgesamt - das macht einen Bewohner pro Quadratkilometer. Nur wenige Touristen verirren sich auf die Insel, was auch an den knappen Unterkunftsmöglichkeiten liegt. Nur ein Hotel gibt es auf der Trauminsel. Für Abenteurer gibt es die Möglichkeit, sich mit dem wöchentlich verkehrenden Postboot übersetzen zu lassen. Ansonsten können sich Urlauber mit "Bahamasair" einfliegen lassen.
Farbenprächtige Korallenbänke und "Whitehaven beach" prägen die bei Australien gelegene, auch touristisch genutzte Inselgruppe. zum Video
Auf jeder der 74 Inseln, die zu den Whitsunday Islands in Australien gehören, finden sich strahlend weiße Sandstrände und türkisblaues Wasser. Nur sieben sind bewohnt und bieten Unterkünfte, allerdings nur in der gehobenen Preiskategorie. Auf Bootsausflügen lassen sich die Inseln am besten erkunden. Und wer will, kann sich auch auf einer der Inseln "aussetzen" und am nächsten Tag wieder abholen lassen. Die größte der 74 einsamen Eilande ist Whitsunday Island, was übersetzt Pfingstsonntagsinseln heißt. Der passende Traumstrand trägt den verlockenden Namen Whitehaven Beach. Man sagt, dort gebe es den weißesten Sand der Welt.
Wer die Abgeschiedenheit liebt, ist auf der abgelegensten der zu Italien gehörenden Äolischen Inseln, Alicudi, genau richtig. Es gibt weder richtige Straßen noch Autos - aber Treppenwege, die die einzelnen Orte miteinander verbinden. Das einzige Hotel der Insel hat nur von Juni bis September geöffnet - damit sind auch hier Touristenmassen ausgeschlossen. Einige der 140 Einwohner vermieten Zimmer.
"Verbotene Insel" heißt die hawaiianische Insel Niihau deshalb, weil sich dorthin nur wenige Touristen verirren - was auch daran liegt, dass auf dem 186 Quadratkilometer großen Eiland ausschließlich hawaiisch gesprochen wird und auf Wunsch der Bevölkerung ist die Insel seit 1915 mehr oder weniger von der Außenwelt abgeschnitten ist. Die Einwohner leben ohne Telefon, Elektrizität, Gewehre, Schnaps, Geld und Gefängnis. Auf Niihau wohnen derzeit um die 300 Menschen. Ihr Haupterwerb sind die Viehzucht und der Anbau von Binsen, aus denen Matten geflochten werden. Die Niihau-Ranch befindet sich im Familienbesitz der Robinsons und Grays. Ohne explizite Genehmigung ist das Betreten der Insel nicht gestattet. Man kann allerdings Rundflüge über die Insel buchen.
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Wer der Zivilisation den Rücken kehren will, ist auf der drittgrößten neuseeländischen Insel gut aufgehoben. Der überwiegende Teil ist nicht erschlossen und nur zu Fuß auf Wanderungen zu erkunden. Der North West Circuit ist ein zehntägiger Wanderweg der Urlaubern einen guten Überblick über die Insel verschafft. Geprägt ist die Landschaft von bis zu 1000 Meter hohen Hügeln, Sümpfen und Wäldern.
Lukuba Island ist nur per Boot zu erreichen. 45 Minuten dauert die raue Überfahrt von Musoma aus über den Victoria See nach Lukuba Island. Auf der felsigen nur 600 Meter langen Insel erwarten die Besucher 35 Vogelarten, die sich besonders gut auf dem Vogelfelsen beobachten lassen. Sandstrände sind zwar eher selten - aber es gibt einige wenige, die man dann ganz für sich hat. Die Isla de Ons gehört zu Spanien und besticht durch ihre reichhaltige Fauna und schönen Strände. Wer außerhalb der Saison auf die Insel reist, hat die Wanderwege und Strände fast für sich alleine. Die Brijuni-Inseln, die zu Kroatien gehören, stehen als Nationalpark unter Naturschutz. Auf der größten Insel, Veli Brijun, befinden sich exklusive Hotelanlagen. Schon Tito und Kaiser Wilhelm suchten auf dem Eiland Erholung.
Quelle: sew , t-online.de , aja
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