06.09.2010, 13:01 Uhr | mro
Eine Maschine der Airline Ryanair. (Foto: ddp)
Mal wieder ein tollkühner Vorschlag von Ryanair-Chef Michael O'Leary: Wenn es nach ihm ginge, würde die Billig-Airline auf den Co-Piloten verzichten. Fliegen könne das Flugzeug der Computer, im Notfall solle ein speziell ausgebildetes Crewmitglied den Flieger landen, sagte der Airline-Chef im Interview mit "Bloomberg Businessweek".
"Warum braucht jedes Flugzeug zwei Piloten? Wirklich, wir brauchen nur einen. Lasst uns den zweiten Piloten abschaffen, lasst den verdammten Computer fliegen", wird O'Leary wörtlich in dem Magazin zitiert. Im Notfall solle eine speziell ausgebildete Stewardess das Flugzeug zur Erde bringen. "Wenn Not am Mann ist, klingelt der Pilot, ruft sie rein und sie übernimmt", ergänzte O'Leary. Laut dem Airline-Chef sei eine solche Regelung für kurze Flüge denkbar. Mit seinem Vorschlag dürfte der Airlinechef nicht nur an den zuständigen Luftfahrtbehörden scheitern. In der "Businessweek" bezeichnet der erfahrene Pilot Patrick Smith O'Leary's Vorstoß als "mehr als absurd". Der Ryanair-Chef unterliege der gängigen Fehleinschätzung, dass Flugzeuge sich mehr oder weniger selbst steuerten. "Selbst auf Routineflügen ist es wichtig, einen Co-Piloten dabei zu haben", sagte Smith.
Ein weiterer Vorschlag O'Learys klingt dagegen realistischer. Ginge es nach ihm, dürften Passagiere ihre Koffer bald selbst zum Flugzeug tragen. "Flughäfen sind irrsinnig kompliziert, nur weil wir diesen komplett nutzlosen Vorgang haben, bei dem wir Ihnen das Gepäck vor dem Abflug abnehmen, um es Ihnen nach Ankunft zurückzugeben. Es ist 2010. Tragen Sie ihr Gepäck selbst", forderte O'Leary gegenüber "Businessweek". Als Inspiration soll der Ryanair-Chef eine Situation aus dem Jahr 2002 gedient haben: Damals bat ein Ryanair-Pilot seine Passagiere, beim Gepäck einladen zu helfen, weil sonst eine massive Verspätung drohe. Nach kurzem Zögern packten mehrere Fluggäste mit an und beluden den Frachtraum.
O'Leary schreckt vor aufsehenerregenden Statements wohl angesichts der zu erwartenden Aufmerksamkeit selten zurück. So forderte der Ryanair-Chef im vergangenen Jahr, Flugzeuge mit Quasi-Stehplätzen zu bestücken oder eine Toilettengebühr im Flugzeug einzuführen. Auch eine Sondersteuer für Übergewichtige brachte O'Leary ins Gespräch. Dennoch hören Medien und Konkurrenz genau zu, wenn O'Leary an die Öffentlichkeit geht. Denn neben seinen teils radikalen Forderungen gilt er als Vorreiter des Konzepts "Billigflieger". So gehörte Ryanair zu den ersten Airlines, die Geld für die Gepäckaufgabe verlangten oder Check-In Schalter aus Kostengründen abschafften. Konzepte, die im wesentlichen zum Erfolg der Low-Cost-Airline beitrugen und weltweit von Konkurrenten übernommen wurden.
Quelle: t-online.de
rednow schrieb:
am 6. September 2010 um 18:48:50
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rein-är
am besten eine bauanleitung für ein kleines flugzeug verkaufen und entsprechende software zum fliegen lernen, das reicht auch
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Mona schrieb:
am 6. September 2010 um 18:48:43
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billiger
Die Leute, die sich hier künstlich aufregen wollen es doch immer billiger haben!
Für 29,- EUR nach London, die Sicherheit ist eh
egal hauptsache es geht noch billiger!
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Pippin schrieb:
am 6. September 2010 um 18:48:28
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Ryanair-Chef
Wenns den Ryanair-Chef das Personal zu teuer ist,soll er doch selber kündigen,und sich vom Arbeitsamt neu vermitteln lassen.
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