06.02.2011, 10:35 Uhr
Ryanair-Maschine (Foto: dpa)
Nach einem Streit ums Gepäck hat die Billigfluglinie Ryanair 120 Passagiere aus dem Flugzeug geworfen und auf der Kanareninsel Lanzarote zurückgelassen. Unter Aufsicht der spanischen Polizei musste die gesamte Gruppe von Jugendlichen und Studenten aus Belgien am Samstag die Maschine verlassen.
Wie Ryanair auf seiner Homepage mitteilte, hatten einige Mitglieder der Gruppe nicht für Übergewicht beim Gepäck zahlen wollen. Daraufhin gab es einen heftigen Wortwechsel zwischen einem jungen Mann und einer Stewardess. Kurzerhand ließ der Kapitän die Maschine räumen. Er startete mit drei Stunden Verspätung und lediglich 66 Fluggästen an Bord zum belgischen Flughafen Charleroi.
Erst nachdem sich das belgische Außenministerium einschaltete, war Ryanair bereit, die Jugendlichen am Sonntag in kleinen Gruppen nach Belgien zurückzuholen. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte, man habe der Billigfluggesellschaft "Druck machen müssen". Erst nach einigen Diskussionen habe Ryanair eingelenkt und zugesagt, die gestrandeten Passagiere auf andere Flüge zu verteilen.
Augenzeugen an Bord nannten die Entscheidung des Kapitäns "vollkommen überzogen". "Wir hatten kein Geld für einen anderen Rückflug und es gab niemanden, der sich um uns gekümmert hat," sagte eine Studentin. Die Fluggesellschaft entschuldigte sich bei den verbliebenen Passagieren für die Verspätung des Fluges und verwies auf Anordnungen der spanischen Beamten. "Die Polizei verlangte aus Sicherheitsgründen, dass der gesamten Gruppe die Reise untersagt wurde," teilte das Unternehmen mit. "Die Sicherheit der Passagiere, der Crew und des Flugzeugs haben für Ryanair oberste Priorität."
Immer wieder beschweren sich Passagiere der Billigfluglinie über ihre Behandlung. Im November 2010 weigerten sich Ryanair-Fluggäste mit einem vierstündigen Sitzstreik, am "falschen Flughafen" auszusteigen. Statt in Paris Beauvais war das Flugzeug wetterbedingt im rund 400 Kilometer entfernten belgischen Lüttich gelandet. Schließlich ging die Besatzung kurzerhand von Bord, schaltete das Licht aus und verriegelte die Klos.
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Quelle: dpa
et schrieb:
am 6. Februar 2011 um 19:02:36
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da gibt es nur eine Möglichkeit
auf diese Fluggesellschaft verzichten. Andere sind ebenso günstig. Aber was kommt schon aus England? Mir fällt nix ein.
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Passagier schrieb:
am 6. Februar 2011 um 19:00:07
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Ryanair
Irgendwann einmal werden auch die Dümmsten begreifen, dass Ryanair nicht wirklich billig ist. Lockvogelangebote, verschwiegene
Nebenkosten, gegen die man sich nicht wehren kann, wenn man erst einmal am counter steht, astronomische Preise für Getränke usw., usf. Wer überlegt vorgeht und wirlich rechnen kann wird schnell merken, dass die seriösen Fluggesellschaften gar nicht so sehr viel teurer sind. Und man wird nicht behandelt wie lästiges Übergepäck
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Oliver schrieb:
am 6. Februar 2011 um 18:58:24
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Ryanair
Ich verstehe den Frust nicht - ich Fliege ca. 8 x im Jahr mit Ryanair nach Mallorca (habe dort ein Ferienhaus) - das ist wie ein
"Viehtransport", nur in der Luft, aber zu unschlagbar günstigen Preisen! Wer zu wenig bezahlt ist selbst schuld! Man kennt die Kosten vorher und da ist Ryanair beinhart - dies ist schließlich ihr Geschäft! Also - wer denkt er kann "für kleine Kohle" den gleichen Service wie bei den etablierten kaufen irrt gewaltig - alles mit Ryanair selbst erlebt.! Seis drum!
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