17.02.2011, 13:50 Uhr
Die Zugspitze ist recht schneesicher (Quelle: dpa)
Nach langer Zeit gab es in den vergangenen 48 Stunden wieder Schnee in den westlichen Alpen. Auch wenn es bis jetzt nur in wenigen Gebieten im Westen von Italien und im Süden Frankreichs signifikant mit bis zu 30 Zentimeter geschneit hat, bekamen immerhin andere Gebiete einige Zentimeter Neuschnee und können auf mehr hoffen.
Die besten Skifahrer kämpfen um die vorderen Plätze bei der Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen während Ski-Fans auf neuen Schneefall warten. Das beste Wetter kann nicht gänzlich über den ausbleibenden Schnee hinweg trösten. In der vergangenen Woche wurde der meiste Schneefall in Hohenbogen mit 20 cm gemessen. In Oberhof, Winterberg und Willingen wurden nicht mehr als 5 cm innerhalb von sieben Tagen gemeldet. Derzeit bleibt der Schnee aus, nur im flachen Norden hält sich eine Kältefront, die auch mal Schnee mit sich bringt. Für Skifahrer heißt es Daumen drücken und die noch gut präparierten Pisten in höheren Lagen der Skigebiete nutzen.
Am Montag meldeten einige Skigebiete 10 Zentimeter Neuschnee, darunter Weinebene und Koralpe. Die meisten großen Gebiete warten immer noch auf neuen Schnee. Ischgl hat derzeit eine Schneehöhe von 110 Zentimeter auf dem Berg, St. Anton liegt bei 175 Zentimeter und in Kitzbühel sind es 80 Zentimeter. Der letzte Schneefall liegt schon mehr als zwei Wochen zurück. Den meisten Schneefall der letzten Woche meldete Klippitztörl mit 20 Zentimeter, Katschberg, Dachstein und Sölden folgen mit knappen 15 Zentimeter. Die größten Schneehöhen finden sich natürlich immer noch auf den höchsten Pisten und auf den Gletschern. Zwischen 206 bis 260 Zentimeter liegen in Mölltal, Hintertux, Pitztal und Sölden.
Nur drei Skigebiete haben in den letzten sieben Tagen Schneefall gemeldet. Andermatt liegt dabei mit 5 Zentimetern vorne. Die Wetterstationen erwarten neuen Schnee für Freitag. Es bleibt also abzuwarten, ob es für die Skifahrer noch bald wieder frischen Pulverschnee und damit erhöhten Skigenuss geben wird. Derzeit müssen die verbleibenden Schneelagen und die gute Pistenpräparation ausreichen. Die hochgelegenen Skigebiete verfügen natürlicherweise noch über die besten Schneehöhen. Auf den Gletschern hat Engelberg noch eine Schneehöhe von 295 Zentimeter, Laax 200 Zentimeter und Andermatt ebenfalls 200 Zenitmeter.
Nach einer langen Durchstrecke wurde aus Frankreich wieder signifikanter Schneefall gemeldet. Schon einige Tage zuvor hatten die Wetterstationen mögliche Schneefälle angekündigt. Alle Skigebiete hofften, aber gestern (Dienstag ,15. Februar) profitierten vorerst nur einige Gebiete von dem neuen Schnee. In den südlichen Alpen wurden 15 Zentimeter in Superdevoluy und Chaillol gemessen, 10 Zentimeter in Les Orres, Orcières 1850, Risoul, Puy St Vincent, Ancelle, Laye und Val d'Allos. Am Mittwoch kamen noch einmal 40 Zentimeter Neuschnee aus La Colmiane hinzu. Diese Schneefälle wachsen derzeit noch an. Montgenèvre führt mit 20 Zentimeter Schneefall am Dienstag und weitere 10 Zentimeter am Mittwoch. Am Mittwoch fiel auch in La Clusaz nennenswert Schnee. Die französischen Pyrenäen erreichte am Montag ein Schneefall von 10 Zentimeter in Peyragudes, Cauterets, La Pierre St Martin und Luz Ardiden. Insgesamt bleibt der Schnee angemessen auf mittlerer Höhe (Zentralmassiv) und in sehr gutem Zustand oberhalb von 1600 Meter (südliche Alpen und nördliche Alpen).
Die vergangenen Tage waren für Italiens Skigebiete sehr gut, denn es fiel Schnee. Die Skigebiete im Westen des Landes erreichten die Schneefälle zuerst. So meldeten schon am Dienstag Bardonecchia Neuschnee von 20 cm. Die Schneefälle am Mittwoch in den Dolomiten übertreffen dies jedoch um ein vielfaches. In 20 Skigebieten in Italien wurden mehr als 20 Zentimeter Schnee in den vergangenen 24 Stunden gemessen (Stand: 14 Uhr). Madonna di Campiglio meldet am Mittwoch 25 Zentimeter und Arabba sogar 70 Zentimeter. In Aprica und Lurisia waren es 60 Zentimeter. Es gab frischen Schnee für die Pyrenäen. In Spanien begann sich das Wetter zum Ende des Wochenendes hin zu verändern. In Formigal begann es in den frühen Morgenstunden des Montags zu schneien, 10 Zentimeter Schneefall und damit mehr als die Wetterstationen vorhergesagt hatten.
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Quelle: t-online.de
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