04.11.2011, 11:42 Uhr | Markus Roman
Notrutschensimulation bei einem Sicherheitstraining für Flugbegleiter (Quelle: Markus Roman/Symbolbild)
Die meisten Passagiere dürften die Sicherheitshinweise im Flugzeug als lästige Standardprozedur abtun, doch im Ernstfall retten ein kühler Kopf und die richtige Reaktion Leben. Deswegen überlegt British Airways (BA), Sicherheitskurse ausgewählten Passagieren anzubieten. In den Kursen lernen Teilnehmer, wie sie sich im Notfall zu verhalten haben - inklusive simuliertem Absturz. In unserer Klick-Show verraten Experten der British Airways, wie man sich schon vor einem Flug auf den Notfall vorbereitet.
In den Kursen lernen Passagiere, wie sie sich im Falle eines Absturzes oder Notfalles am besten Verhalten. "Wir bringen den Leuten Dinge bei, die auch unseren Crews beigebracht werden", sagte eine BA-Sprecherin t-online.de. Das Evakuierungs-Training in einer Kabinen-Attrappe, wie sie eigentlich für die Flugbegleiter-Ausbildung verwendet wird, ist dabei nur ein Teil des "Flight Awareness Courses". Vielmehr sollen die Teilnehmer lernen "das Fliegen in jeder Phase zu verstehen und über die Sicherheit Bescheid zu wissen". Zudem gebe man einfache, praktische Tipps an die Hand, die jeder befolgen könne - und zudem nicht nur Hilfe für den Passagier selbst böten, sondern auch um anderen zu helfen. So seien viele der Teilnehmer überrascht, wie schwer doch die Not-Türen eines Flugzeugs zu öffnen seien.
Nach Angaben einer BA-Sprecherin gegenüber t-online.de biete man die sogenannten "Flight Awareness"-Kurse schon seit etwa fünf Jahren an, allerdings nur auf Anfrage für Unternehmen. Bislang haben etwa 11.000 Personen an den Programmen teilgenommen. Laut der Sprecherin gebe es für 2012 Überlegungen, die Kurse Vielfliegern ihres "Executive Club"-Programms anzubieten. Laut der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal" sollen die Kurse umgerechnet etwa 150 Euro pro Person kosten. Nach Angaben der BA-Sprecherin würden solche Kurse nicht oft angeboten, da man dafür die Einrichtungen für das Flugbegleiter-Training nutzen muss. Die Kurse finden in den Trainingseinrichtungen in Großbritannien am Flughafen Heathrow statt.
Statistisch gesehen sind viele Flugzeugunglücke theoretisch überlebbar, doch Zögerlichkeit kostet immer wieder Menschenleben oder verursacht schwere Verletzungen. Dass ein Flugzeugabsturz oder eine Notlandung nicht den sicheren Tod bedeutet, belegt eine Sicherheitsstudie der britischen Luftfahrtbehörde CAA aus dem Jahre 2008. Demnach sind etwa Feuer, die nach einem Absturz entstehen die dritthäufigste Todesursache im zivilen Flugverkehr. In einer Notsituation seien die ersten Sekunden oft die Entscheidenden, sagen Sicherheitsexperten. "Diejenigen, die darüber nachdenken, was sie tun, sind diejenigen, die zuerst rauskommen", sagte BA-Lehrgangsleiter Geof Fearon dem "Wall Street Journal". Derart ausgebildete Passagiere könnten in einer Notsituation auch positiv auf die anderen Fluggäste wirken. Wenn einige Personen schnell und zielstrebig reagieren, kopieren Gäste schnell dieses Verhalten. So entsteht weniger Gedränge und eine schnellere Evakuierung ist möglich.
Wie wichtig informierte und ruhig agierende Passagiere in einem Notfall sind, zeigen zwei Beispiele der Vergangenheit. 1991 kollidierte auf dem Flughafen Los Angeles eine Boing 737 mit einem anderen Flugzeug auf dem Runway. Panische Passagiere stauten sich am Notausgang, zehn Menschen starben an einer Rauchvergiftung. Überlebende sagten aus, es habe ein Handgemenge gegeben, nachdem sich die Tür nicht sofort öffnen ließ. Die Evakuierung wurde so entscheidend verzögert. Und auch bei der wohl spektakulärsten Notwasserung der letzten Jahre - der Landung auf dem Hudson River im Januar 2009 - lag der glimpfliche Ausgang nicht an der besonnenen Reaktion der Passagiere. Nach dem offiziellen Bericht der Sicherheitsbehörde National Transportation Safety Board nahmen gerade einmal 10 der 150 Passagiere eine Rettungsweste mit, immerhin etwa die Hälfte griffen zu den Sitzflächen als Schwimmhilfe. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte der Kapitän in einer Gegend Wasser müssen, wo Hilfe von außen nicht so schnell zur Stelle gewesen wäre.
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Quelle: t-online.de , mro
Pilot schrieb:
am 4. November 2011 um 15:39:13
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Gesellschaften sparen
Viel sinnvoller wäre es, wenn alle Fluggesellschaften endlich Brandschutzmasken ( halten dem Feuer ca. 10 Minuten
stand ) zur Standartausrüstung machten, ist denen aber mit ca. 35 Euro zu teuer. Gerade im Gesichtsbereich sind Brandverletzungen schlimm und wären somit ziemlich vermeidbar.
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Vielflieger schrieb:
am 4. November 2011 um 14:28:11
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Sicher fliegen
Wenn ich in den Urlaub fliege, möchte ich nicht schon beim Start Stress haben. Deshalb werde ich nichts am Körper oder im
Handgepäck mitnehmen, was auch nur annähernd beanstandet werden könnte. Ich weiß auch nicht, weshalb ich Messer, Scheren oder sonstiges ,egal wie lang und scharf, beim Flug brauchen sollte. Ich hätte aber ein komisches Gefühl, wenn ich wüsste,dass Leute so etwas im Flieger hätten und Alkohol trinken.
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