10.11.2010, 12:26 Uhr
Futuristisch mutet die neue Mittelastation der Gaislachkoglbahn an (Skizze: Architekturbüro Obermoser, LBK)
Neue Lifte, zusätzliche Skigroßräume, dazu Spielwiesen im Schnee für Groß und Klein: Trotz oder gerade wegen des Klimawandels haben die alpinen Wintersportorte wieder investiert. Die Skiurlauber dürfen sich auf pfiffige neue Ideen und auf mehr Schneesicherheit freuen. Hier sind die interessantesten Neuigkeiten, einige davon auch in unserer Foto-Show.
Sie ist das neue Nonplusultra unter den alpinen Seilbahnen: Die neue Gaislachkoglbahn im Après-Ski-Dorado Sölden im Ötztal stellt alles, was man bisher kennt, in den Schatten. Zur Mittelstation führt ab Dezember die leistungsstärkste Seilbahn der Welt, sie befördert stündlich rund 3600 Personen in sage und schreibe 107 Gondeln. In nur 6 Minuten und 40 Sekunden überwindet die Seilbahn 811 Meter Höhendifferenz. Weiter auf den Gipfel zieht eine sogenannte 3-S-Bahn wie auf Schienen hoch, selbstverständlich ist sie die weltweit höchste ihrer Bauart. Beeindruckend auch die Spannweiten: Zwischen zwei Stützen der Bahn beträgt der Abstand bis zu 1200 Meter.
Eine fünf Kilometer lange Gondelbahn namens Campiglio Express verbindet ab diesem Winter Madonna di Campiglio mit dem Nachbargebiet Pinzolo und schafft so das neue Großskigebiet "Ski-Area", das auf der anderen Seite Madonnas weiter bis nach Folgarida und Marilleva reicht. Zusammen summieren sich statt bisher 60 nun fast 150 Pistenkilometer im Herzen der Brentadolomiten. Auch eine neue Abfahrt gibt es: Die Piste DoloMitica vom Doss del Sabion existiert sogar in zwei Varianten- die eine ist knackig-anspruchsvoll, die andere gibt sich sanft und anfängerfreundlich.
In ganz Vorarlberg können Skifahrer diesen Winter überraschende Begegnungen erleben: Exakt 100 Eisenfiguren hat der britische Bildhauer Antony Gormley geschaffen und unter dem gemeinsamen Motto "Horizon Field" im Bregenzerwald, im Kleinwalsertal und am Arlberg verteilt. Sogar Skitourengeher werden nicht verschont: Auf der Kanisfluh und am Widderstein ist weit und breit keine Seilbahn zu sehen, und doch kann hinter jeder Kurve einer von Antonys lebensgroßen Abgüssen am Wegrand winken. Gag am Rande: Alle Figuren stehen auf exakt 2039 Meter Seehöhe.
Hoch hinaus: Die gute alte Gipfelstation am Kitzsteinhorn auf 3029 Meter Seehöhe wird zur Gipfelwelt 3000 veredelt. Im Dezember eröffnet dort das Gipfelkino Cinema 3000 mit spektakulären Bildern aus dem Nationalpark auf einer Acht-Meter-Rundbogenleinwand mit 3D-Effekt, dazu gibt's ein Designer-Gipfelrestaurant mit Gratis-W-Lan und einen 360 Meter langen, mystisch beleuchteten Stollen namens Nationalpark Gallery mit Infobereichen zu den Themen Technik, Tauerngold, Kristallschätze, Hohe Tauern und Permafrost. Ab Sommer 2011 folgt dann die neue Panoramaplattform.
Kräftig investiert hat das Skigebiet Zillertal Arena zwischen Zell am Ziller und Gerlos-Königsleiten. Mit der Karspitzalmbahn gibt es jetzt wie beim Wettbewerber Hochzillertal zwei Gondelstafetten nebeneinander, die morgens beim größten Ansturm zuverlässig 5000 Gäste pro Stunde aus dem Tal hinauf auf den Berg bringen. Komplett runderneuert wurde das in die Jahre gekommene Teilgebiet am anderen Ende der Skischaukel oberhalb von Königsleiten: Mit der Faischbachbahn von Westen und der Dorfbahn I und II von Osten ist die Königsleitenspitze jetzt perfekt verdrahtet. Und was den Machern sicher auch nicht unwichtig ist: Mit 166 Pistenkilometern und 51 Seilbahnen hat die Zillertal Arena den Rang des größten Skigebiets im Zillertal und im angrenzenden Pinzgau zurückerobert.
Das Skigebiet Kitzbühel gönnt seinen Gästen ab dem kommenden Winter einen weiteren "Schnelleinstieg": Vom Nachbarort Kirchberg aus surrt ab diesem Winter statt einer alten Sesselbahn die neue Gondelbahn Maierl mit der dreifachen Kapazität Richtung Ehrenbachhöhe. Die anschließende Achtersesselbahn Ochsalm mit Wetterhaube befördert gar 3300 Gäste pro Stunde. Klar, dass beide "Neuen" mit einer Sitzheizung ausgestattet sind. Komfort bietet die Bergbahn auch an der berüchtigten Streif-Abfahrt: Die erhält von der Geschösswiese bis zum Ende des Lärchenhangs eine weniger hochsportliche Parallelvariante.
Aus zwei mach vier: Zur bekannten Doppelskischaukel Hochkönig von Mühlbach nach Dienten und weiter nach Hinterthal sind ab diesem Winter zwei weitere gestoßen. Dank einer neuen Achterkabinen- und einer Sechsersesselbahn auf den Gabühel geht es jetzt genauso schwungvoll weiter nach Hintermoos und schließlich bis zum Maria Almer Hausskiberg Aberg. Die Verbindung von Maria Alm nach Hintermoos war bereits vergangenen Winter gelungen. Ängstliche Mamas werden sich über die kindersichere Konstruktion der Sechsersesselbahn in Hinterthal freuen.
Der Zillertaler Hauptort Mayrhofen leistet sich diesen Winter ein Stück Nervenkitzel: Die neue Aussichtsplattform "Freiraum" ist das Highlight eines raffinierten Anbaus an der supermodernen Bergstation der Ahornbahn. 56 Meter lang ist der freitragende Aussichtsbalkon, dessen Panoramafront freien Blick auf die Zillertaler Alpen bietet.
Das Örtchen Bramberg war bislang nur ein Geheimtipp für Skiurlauber im Pinzgau, denen es nichts ausmachte, dass man zur Auffahrt ins Skigebiet Wildkogel erst mal in den Nachbarort Neukirchen fahren musste. Mit dem Bau der neuen Achterkabinenbahn Smaragdbahn ist das Geschichte. Sie schafft vom Bramberger Ortszentrum den Direkteinstieg ins Skigebiet und gleichzeitig zur 14 Kilometer lange, beleuchteten Rodelbahn.
Preislich ist das Skigebiet der Event- und Lifestyle-Metropole Ischgl schon länger die Nummer eins unter den österreichischen Pistenrevieren. Mit neuen Bahnen wird dieser Anspruch nun auch inhaltlich neu untermauert. Die Sessel der neuen "Lange Wandbahn" zum höchsten Punkt des Gebiets auf 2850 Meter sind trendbewusst mit Komfortleder gepolstert und selbstverständlich beheizt, die Wetterschutzhauben im modernen Ischgl-Look designt. Von der Samnauner Seite bringt eine zweite neue Bahn, der Sechsersessel "Muller", bis zu 3000 Wintersportler stündlich zur Bergstation zur Alp Trida.
Wohl bekomm's: Andere mögen ihre Lifte erneuern. Jungholz, die familienfreundliche Tiroler Enklave im Allgäu, hat für diesen Winter eine Sonnenoase mit Strandkörben und Liegestühlen am Pistenrand angekündigt. Und kostenlos sind die Ruheplätze zum Sonnen und Träumen auch noch.
Das Südtiroler Pustertal vermeldet Zuwachs: Das Skigebiet Pàdola im Val Comelico wurde mit insgesamt 22 Kilometer Pisten in die Skiregion Sextner Dolomiten aufgenommen. Von den Skiabfahrten am Kreuzbergpass gibt es ab diesem Winter eine Skiverbindung nach Padola. Für den Rückweg zum Kreuzbergpass muss man vorerst noch auf den Skibus ausweichen. In Padola entstand ein neuer kuppelbarer Vierersessellift zu den beiden existierenden Schleppliften "Cenerentola dx" und "Cenerentola sx". Cenerentola ist das italienische Wort für Aschenputtel.
Ab der kommenden Saison findet sich am Stubaier Gletscher mit dem neu eröffneten Restaurant Eisgrat ein ungewöhnlicher Superlativ: Mit selbstgemachter Pasta in 2900 Metern Höhe wird das Restaurant zur höchsten Pastamanufaktur der Welt. Die frischen Nudeln schmecken nicht nur gut, sie verlangen auch besonderes Geschick: "Es sei so viel verraten, dass der Pastateig speziell der Höhenlage angepasst wird, quellt beispielsweise Ei auf 2900 Metern Seehöhe ganz anders als im Tal", sagt Manfred Unterkirchner, Direktor der Gastronomie. Das Restaurant ist ein Teil der neuen Bergstation Eisgrat. Neben weiteren Restaurants, Cafebars und einem großen Sportshop samt Verleih lockt vor allem die großzügige Dachterrasse mit Blick auf das Stubaital.
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Quelle: mro , srt
Jupp schrieb:
am 18. November 2010 um 11:13:57
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Schifahren
@....Bad Pritt schrieb: am 14. November 2010 um 12:10:59
Skigebiet
............. sondern ins schweizerische Oberengadin.Gröhlende
u. betrunkene Skifahrer sucht man dort vergebens.
Weiter sind die Pisten nicht von betrunkenene voll, keine Lange wartezeiten........Kino schau ich zuhause...................
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Bad Pritt schrieb:
am 14. November 2010 um 12:10:59
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Skigebiet
Seit Kaprun und dem Skandalurteil der Justiz fahre ich nicht mehr nach Österreich, sondern ins schweizerische
Oberengadin.Gröhlende u. betrunkene Skifahrer sucht man dort vergebens.( Entspricht halt nicht der schweizer Mentalität.)Schon seit Jahren werden keine neue Liftanlagen mehr gebaut und die bestehenden mit Ökostrom betrieben ( Wasserkraft ).
Orte wie Ischlg oder Sölden sind für jeden naturverbunden Urlauber ein Alptraum.
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buh schrieb:
am 14. November 2010 um 11:16:25
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sölden
Toll, ganz toll. Für Fun, sehen und gesehen werden wird ja überall investiert,
was heißt, die Natür wird kaputt gemacht. Und für
alles braucht man viel Strom. Wie schwachsinnig besonders von den Deutschen, die ja bekanntlich
so heiße Skifahrer sind, dann bei uns gegen die Atomkraft auf die Straße zu
gehen. Aber es ist ja nicht vor unserer Haustür, also was solls. Dämlichkeit und Egoismus hoch drei!!!
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