30.09.2011, 14:08 Uhr | M. Roman
Anfänger haben hier nix verloren, Helm ist Pflicht. Auf den steilsten Pisten der Alpen geht es teils mit einem Gefälle von bis zu 100 Prozent bergab. Klangvolle Namen wie "Diabolo" oder "Harakiri" verheißen Abfahrten, auf denen sich auch versierte Skifahrer anstrengen müssen. Sehen Sie die steilsten Abfahrten der Alpen auch in unserer Foto-Show.
Auf der wohl berühmt-berüchtigtsten Abfahrt der Alpen steigt selbst Profis der Angstschweiß auf die Stirn. "Du hast das Gefühl, ein Turmspringer zu sein", sagte ein ehemaliger Skiprofi über die "Streif" in Kitzbühel. Die Rennstrecke mit bis zu 85 Prozent Gefälle allerdings bleibt den Profis vorbehalten. Amateure dürfen lediglich von der "Streif"-Familienabfahrt aus einen Blick auf die Piste werfen. Ambitionierte Hobby-Skifahrer dürfen andernorts ihre Grenzen ausloten. Zum Beispiel im Skigebiet Mayrhofen. Mit durchschnittlich 78 Prozent Gefälle geht es am Steilhang der Piste "Harakiri" bergab, laut Eigenwerbung der steilsten Piste Österreichs. Wer die Abfahrt übersteht, darf sich zum erlesenen Kreis der "Harakiri"-Community zählen und spezielle Fanartikel erwerben. So kann der Draufgänger zu Hause damit angeben, dass er dem "Harakiri"-Motto "Hau di runter" gefolgt ist.
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Ähnlich tiefsinniger Name, ähnlich tiefsinniges Motto: "Trau di ahi" ("Trau dich runter") heißt es auf der Piste "Diabolo" im Skigebiet Golm im Montafon. Gleich vom Start geht es rasant bergab bei 70 Prozent Gefälle. Danach flacht die Piste zwar etwas ab, insgesamt müssen Abfahrer auf 1,5 Kilometern 312 Höhenmeter hinter sich bringen. Wer es wirklich wissen will, kann sich zum Tourenskirennen "Diabolo Race" am 10. März 2012 anmelden. Dem Gewinner winkt ein Preisgeld von 1000 Euro. Am Arlberg, genauer gesagt bei Lech, gibt es gleich mehrere richtig schwere und richtig steile Pisten. Eine der bekanntesten ist die Skiroute "Lange Zug", die nach Meinung mancher Experten eine der steilsten präparierten Skipisten der Welt ist.
Auch im Salzburger Land gibt es eine Angeber-Piste: Die "Gamsleiten 2" im Skigebiet Obertauern war nicht nur dank des Gefälles, sondern auch wegen ihrer schwierig zu fahrenden Buckel berühmt. Auch wenn sie heutzutage besser präpariert wird, fordert sie geübte Skifahrer auf ihren 362 Metern Höhenunterschied auf 1,3 Kilometern Länge. Nur knapp 35 Kilometer entfernt geht es auch am Katschberg auf der "Direttissima" direkt bergab. Einheimische nennen die Strecke ehrfürchtig "Kärntner Streif", angelehnt an die berüchtigte Abfahrt in Kitzbühel. Die Neigung beträgt hier zwischen 60 und 100 Prozent. Mit 2500 Metern Länge gehört die "Direttissima" außerdem zu den längsten Schwarzen Pisten Österreichs.
Eine steile, buckelige Mutprobe für Verwegene ist die Piste von Le Pas de Chavanette bei Champery. Bis zwei Meter hohe Buckel, Gefälle bis 76 Prozent und ein Höhenunterschied von 400 Metern auf einem Kilometer Länge machen die Piste zur Herausforderung. Die eindrucksvolle Abfahrt im Skigebiet Les Portes du Soleil bekam von französischen Skifahrern einen passenden Namen: "Le Mur Suisse", übersetzt: "die Schweizer Mauer". Im Skigebiet Mont Fort in Verbier gibt es einen weiteren Leckerbissen für Adrenalinsüchtige: Direkt unterhalb der Seilbahn-Station beginnt eine Buckelpiste mit 77 Prozent Gefälle.
Auch im italienischen Skigebiet Kronplatz können Könner im Skiurlaub ihr Können zeigen. Auf der bekannten Piste "Hernegg" ist vor allem der erste Teil äußerst anspruchsvoll und steil. Auch die Schwarze Piste "Sylvester" hat einige sehr steile Passagen und ist zudem noch gut fünf Kilometer lang. Als Geheimtipp für Steilfahrtfreunde gilt dagegen die Piste "Erta" bei St. Vigil. Im Hochpustertal bekommen am Anfang der Piste "Raut" selbst gestandene Männer Höhenangst. Die Strecke fällt im Skigebiet Helm unterhalb der Gondelbahn nach Obervierschach steil ab. Ebenfalls für erfahrene Skifahrer empfiehlt sich die Abfahrt "Holzriese I" mit bis 71 Prozent Gefälle.
Kitzbühel, Rennpiste "Streif", Hahnenkammrennen: www.hahnenkamm.com
Mayrhofen, "Harakiri"-Piste: www.mayrhofner-bergbahnen.com
Golm, "Diabolo": www.golm.at, www.diabolorace.com
Lech, "Langer Zug": www.lech-zuers.at
Obertauern, "Gamsleiten 2": www.gamsleiten2.at
Katschberg, "Direttissima": www.katschi.at
Les Portes du Soleil, "Les Mur Suisse": www.champery.ch
Mont Fort:www.4vallees.ch
Kronberg, "Sylvester" und "Hernegg": www.kronberg.it
Hochpustertal, "Raut" und "Holzriese": www.rotwand.it
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M. Roman
Egitz schrieb:
am 1. November 2011 um 18:08:05
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Neue Piste
Also bei den Letzten, die Piste Piculin ist neu und nochn Stück steiler als Hernegg und Sylvester.
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Normi schrieb:
am 23. Oktober 2011 um 13:32:35
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Hallo Dieter
Bist doch ziemlich unsportlich oder, dann bleib auf dem Sofa sitzen und trinke deinen Kaffee
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Normi schrieb:
am 23. Oktober 2011 um 13:30:41
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geile Pisten
Wir sind die Harakiri bisher noch nicht heruntergefahren, es lag zu wenig Schnee, da wir vor Weihnachten ins Zillertal fahren.
Ich glaube aber, dass die Piste nach Arabba am Porto Vescovo auch sehr steil und buckelig ist.
Was meint ihr?
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