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Skywalk: Aussichtsplattformen weltweit

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Nervenkitzel pur in schwindelerregender Höhe

08.10.2009, 16:28 Uhr

Sensationeller Aussichtspunkt in den Stubaier Alpen: Die Gipfelplattform "Top of Tyrol" befindet sich in 3210 Metern Höhe. (Foto: www.astearchitecture.com)

Ob in der wilden Natur oder im Großstadtdschungel: Mittlerweile lassen sich vielerorts abenteuerliche Touren in luftiger Höhe erleben. Bei den Aussichtsplattformen oder so genannten "Skywalks" macht nicht der Spaziergang am Rande des Abgrunds den Reiz aus, sondern auch der unvergessliche Ausblick auf die atemberaubende Umgebung. In unserer Foto-Serie sehen Sie, was Wagemutige weltweit alles erleben können.

Frei schwebend über den Bergen im Stubaital

Vor kurzem eröffnete die Gipfelplattform "Top of Tyrol" im Stubaital, die den Tirol-Urlaubern einen besonderen Nervenkitzel bereitet. Sie ragt am Grat des Großen-Isidor-Gipfels in 3210 Metern Höhe in die Bergwelt hinein - umgeben von 109 Dreitausendern. Bei guter Sicht ist ein grandioser Blick über die Stubaier Alpen bis hin zu den Dolomiten möglich. Begehbar ist die neue Aussichtsplattform seit dem 27. Juni. Neben der Gipfelplattform gibt es noch weitere Aussichtspunkte am Stubaier Gletscher. Bereits an der Bergstation Schaufeljoch genießen Besucher einen Bergblick bis nach Südtirol. Wer schwindelfrei und trittsicher ist, kann den Gipfel des Kleinen Isidors leicht besteigen. In zwanzig Minuten gelangen Wanderer vom Bergrestaurant "Jochdohle", Österreichs höchst gelegenem Restaurant auf 3150 Metern, zum Gipfel auf 3200 Metern und genießen von dort eine herrliche Aussicht. Das Bildstöckljoch, markanter Punkt bei der Überschreitung vom Stubai- ins Ötztal, bietet nicht nur eine grandiose Fernsicht, sondern verzaubert auch mit sagenumwobenen Geschichten, die sich an diesem Punkt ereignet haben sollen. Nach einer ausgiebigen Wanderung sorgt die Panoramaterrasse Eisgrat für die nötige Entspannung: Eine Liegestuhlzone lädt dort zu ausgiebigen Pausen bei strahlendem Sonnenschein ein.

Plattform mit besserer Sicht auf den Ayers Rock

Traum aller Australien-Reisenden ist wohl das Wahrzeichen des Landes - der Ayers Rock, der je nach Lichtverhältnis in verschiedenen Rotnuancen schimmert. Umso mehr freut es Urlauber, dass es nun eine neue für den Sonnenaufgang vorgesehene Aussichtsplattform gibt, die Platz für bis zu 3000 Besucher bietet. Der Nervenkitzel steht hier allerdings nicht im Vordergrund. Die Konstruktion umfasst erhöhte Fußwege, Brücken zum Schutz der fragilen Vegetation sowie viel Schatten. Die Lage des Aussichtspunktes sowie das Design wurden im Rahmen des kooperativen Managements des Uluru-Kata Tjuta Nationalparks zusammen mit den traditionellen Landbesitzern, den Ananagu Aborigines, bestimmt. Der Bereich, von dem Touristen momentan den Sonnenaufgang betrachten, zieht zurzeit 1200 Besucher täglich an, eine größere Anzahl als die, für die er ursprünglich entworfen wurde. Uluru (Ayers Rock) ist das Wahrzeichen Australiens und liegt im Northern Territory, Australiens Outback. Er steht gleich zweimal auf der Liste der UNESCO - einmal als Weltkulturerbe und gleichzeitig als Weltnaturerbe. Mit 348 Meter Höhe und einem Umfang von 9 Kilometern ragt er aus der endlosen Weite in die Höhe. Der Uluru lässt sich zu Fuß umrunden oder aber auch bei einem Helikopterrundflug aus der Luft betrachten. Besonders beliebt ist das Sounds of Silence Dinner, ein mehrgängiges Abendessen unter freiem Sternenhimmel.

Chicagos Blick in den Abgrund

In puncto Nervenkitzel stehen die Städte ihnen in nichts nach. Bester Beweis hierfür ist Chicago. Die Aussichtsplattform Skydeck im 103. Stock des Sears Towers eröffnete am 2. Juli "The Ledge" (zu deutsch: der Fenstersims), drei komplett verglaste Boxen, die aus dem eigentlichen Turm 1,20 Meter herausragen. In sage und schreibe 412 Metern Höhe eher wohl ein Adrenalinkick für den harten Kern. Angst um ihre Sicherheit müssen Besucher laut Betreiber nicht haben. Die Glashülle besteht aus 3 je 2,5 Zentimeter dicken Glasplatten, die zudem in zwei Schichten Spezialplastik eingefasst sind. Jede der Konstruktionen soll bis zu fünf Tonnen Gewicht tragen können. Das Gute daran ist: Das Betreten der Boxen kostet nicht extra, da sie Teil der Aussichtsplattform sind. Demnach zahlen Gäste lediglich den Eintrittspreis in Höhe von 15 Dollar (rund 11 Euro).

Adrenalinkick Glasboden

Bei der Idee für die Aussichtsboxen dürften sich die Macher auch bei anderen Attraktionen Inspiration geholt haben, die es bereits seit längerer Zeit gibt. Zum Beispiel beim Grand Canyon-"Skywalk" in USA, auf dem Besucher durch einen Glasboden mehr als einen Kilometer in die Tiefe schauen. Auch in Australien lässt sich das Gefühl erleben, als würden man 300 furchteinflößende Meter über der Erde hängen. "The Edge" heißt Melborns verrückte Attraktion ganz oben im Wolkenkratzer Eureka Tower. Zunächst saust man mit dem schnellsten Aufzug der Südhalbkugel ins 88. Stockwerk und steht dann auf der quasi höchsten Aussichtsterrasse der südlichen Hemisphäre fast 300 Meter über dem Erdboden. Doch der eigentliche Nervenkitzel kommt erst noch: Es ist "Die Kante", ein gläserner Würfel in der 88. Etage, der drei Meter weit aus der Fassade heraus gefahren werden kann. Erst wenn das ganz geschehen ist, wird das zunächst milchige Glas plötzlich glasklar und verschafft dem Besucher einen unvergesslichen Tiefblick. Begleitet wird er allerdings vom Gefühl, dass gerade der Boden unter den Füßen verschwindet, weil der Kubus ja rundum aus Glas ist. Abgerundet wird das beklemmende Vergnügen passenderweise vom Sound brechenden Glases und berstender Wände. "The Edge" kostet zwölf australische Dollar (zirka sechs Euro) Extraeintritt zu den 16,50 Dollar (zirka 8,30 Euro), die man bereits für den Lift ins Skydeck des Eureka Tower bezahlen muss.

Städte-"Skywalks": Spaziergang in luftiger Höhe

Wer sich nicht gerne hinter Glas versteckt, bucht lieber gleich den so genannten "Skywalk". Eine Mutprobe, die mittlerweile in einigen Metropolen angeboten wird. Wie beispielsweise im neuseeländischen Auckland. Für umgerechnet etwa 60 Euro kann hier jeder einen Spaziergang machen - in Höhe der Kuppel des "Sky Towers", der mit seinen 328 Metern das höchste Gebäude der südlichen Hemisphäre ist. Geländer: Fehlanzeige. Mit einem Gurt gesichert, wird dabei der "Sky Tower" im Freien auf einem Stahlträger ohne Geländer umrundet. Immerhin: Ein 1,20 Meter breiter Steg verhindert den Absturz in 192 Meter Tiefe. Solche Aktionen werden auch auf dem "Macau Tower" in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau und dem "Sydney Tower" in der gleichnamigen australischen Stadt angeboten. Doch keine Angst: Auf Sicherheit wird dabei großen Wert gelegt. Neben den ausgeklügelten Sicherungssystemen werden keine Ausflüge bei starkem Wind angeboten. Die speziellen Ganzkörperanzüge verhindern zudem, dass Besucher Gegenstände wie Handys oder Münzen verlieren - und damit Passanten am Boden gefährden. Und selbst wenn einem Besucher vor Schreck das Blut in den Adern gefriert, gibt es eine Lösung: hinsetzen und schon wird man an seinem Gurt wieder eingeholt.


 

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