06.09.2010, 15:16 Uhr
Wenn Bergverrückte für Bergverrückte Häuser planen, bestimmt das Adrenalin die Architektur. Atemraubende Exemplare thronen an den beeindruckendsten Stellen der Südtiroler Bergwelt. Wie die bis zu 100 Personen fassenden Schutzhütten in über 3000 Metern Höhe errichtet werden konnten, ist nur schwer vorstellbar. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Meisterwerke der alpinen Baukunst teilweise bereits bis zu 130 Jahre alt sind. Tonnenweise Baumaterial wurde mit Maultieren oder mit zuvor mühevoll errichteten Schlittenbahnen auf die Dächer Südtirols geschleppt. In den steilsten Abschnitten gelang es nur auf den Schultern der Arbeiter. Werfen Sie einen Blick auf die Schutzhütten der Südtiroler Bergwelt in unserer Foto-Show.
Eine Schutzhütte ist ein einfach ausgestatteter Betrieb, der in einer für den öffentlichen Verkehr nicht oder nur schlecht erschlossenen Gegend gelegen und auf die Bedürfnisse der Bergsteiger und Bergwanderer abgestellt ist. Schützhütten werden in drei Kategorien eingeteilt: Alpine Schutzhütten, Ferien- und Erholungsheime im Gebirge und Berggasthöfe.
Mehrere Schutzhütten Südtirols wie das Becherhaus liegen so spektakulär, dass sogar den waghalsigsten Kraxlern ein Schauder über den Rücken läuft. Errichtet am äußersten Abgrund eines Felsvorsprunges, taucht ein mit verwitterten Schindeln verkleidetes Haus auf, das sich erst nach und nach von dem schroffen Bergmassiv im Hintergrund abhebt. Das Becherhaus liegt auf der Südseite der Stubaier Alpen zwischen dem Passeier- und dem Wipptal. Der Aufstieg beginnt im Ridnauntal. Das Wolkenhaus steht in über 3195 Metern Höhe, tief in den Bergen, umgeben vom ewigen Gletschereis, fernab der Zivilisation. 118 Alpenvereinssektionen spendeten für die von der Sektion Hannover errichtete Hütte am Becher, die im Jahr 1894 eingeweiht wurde. Das "Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus", wie es auch genannt wird, ist das höchste Schutzhaus Südtirols und mit das höchste im östlichen Alpenraum.
Südtirols erste Schutzhütte stand für ein paar Jahre (erbaut 1805) in 3457 Metern Höhe auf dem Hintergrat des Ortlers. Um auf Südtirols höchstem Berg Unterschlupf zu finden, wurden ein paar Bretter zusammengenagelt. Auf Strohsäcken wurde genächtigt. Da die primitive Hütte nach und nach verfiel, wurde siebzig Jahre später und rund 300 Höhenmeter tiefer die heute noch stehende Payer-Hütte errichtet: spektakulär am messerscharfen und sturmumbrausten Abgrund des Tabarettagrates.
Von der Edelrauthütte auf 2545 Metern Höhe starten Touren auf die größten Gletscher des östlichen Alpenhauptkammes - auf den Hochfeiler, den Hohen Weißzint, den Großen Möseler und andere Südtiroler Dreitausender. Und es führen am Schutzhaus einige der schönsten Höhenwege der Alpen und europäische Weitwanderwege vorbei - etwa der Pfunderer Höhenweg oder der Neves Höhenweg. Die urige Schutzhütte trotzt schon seit 1908 der gewaltigen Bergnatur der Zillertaler Alpen.
Die höchstgelegene Schutzhütte der Zillertaler Alpen ist die Schwarzensteinhütte auf 2923 Metern. Die Schutzhütte ist für erfahrene Bergsteiger ohne Schwierigkeiten zu erreichen, weniger Erfahrene sollten sich jedoch nur unter fachkundiger Begleitung zu dieser Tour entschließen. Die Lage der Hütte ist beeindruckend: bei schönem Wetter reicht das Auge vom Großvenediger über die Dreiherrenspitze und Rötspitze zum Hochgall, Wildgall und Schneebigen Nock; aber auch alle namhaften Dolomitengipfel vom Monte Cristallo bis zum Massiv des Schlerns belohnen das Auge des Besuchers.
So extravagant sie manchmal auch liegen – alle Schutzhütten verbreiten im Inneren ein "mütterliches" Flair: gemütlich und großherzig. Auch den kühnsten Bergsteigern wird ganz warm ums Herz, wenn sie ihr Etappenziel zwischen den schroffen Felsen das erste Mal ausmachen. Schritt um Schritt wächst dann die Vorfreude auf die verdiente Rast. Eine warme Stube, hausgemachte Mahlzeiten und ehrliche Neugierde der Anwesenden auf die erlebten Geschichten beim Aufstieg warten auf die Wanderer. Wie bei Muttern eben. Allerdings nicht im Häuschen am Stadtrand, sondern im Häuschen am Abgrund.
Mit Gründung der Alpenvereine entstanden in Südtirol zwischen 1874 und 1914 die ersten Schutzhütten. Die Gästehäuser werden von dem Alpenverein Südtirol (AVS) und dem Club Alpino Italiano (CAI) geführt. Aktuell gibt es 92 bewirtschaftete Schutzhütten in Südtirol. Südtirol Marketing, Pfarrplatz 11, I-39100 Bozen, Tel. 0039/0471/999999, www.suedtirol.info
Zu den spektakulärsten Schutzhütten Südtirols zählen: Becherhaus (www.becherhaus.com), Müllerhütte (www.muellerhuette.eu), die Payer-Hütte (www.seilschaft.it/huetten%20payer.htm), die Edelrauthütte (www.edelrauthuette.it) sowie die Hütte am Schwarzenstein (www.schwarzensteinhuette.com).
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Quelle: srt , t-online.de
Mariea schrieb:
am 7. September 2010 um 13:47:11
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Hütten Süd Tirol
Auch ich gehe jedes Jahr in die Dolomiten zum Wandern.
Es gibt nichts schöneres.
Der Zauber der Berge und Hütte begleitet mich übers ganze Jahr.
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Manfred schrieb:
am 7. September 2010 um 13:17:34
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@Hütten
An Josef,
wenn man absolut keine Ahnung hat, sollte man doch bitte den Mund halten! Die Hütten unterliegen strengsten
Umweltschutzbestimmungen, die nur unter größten finanziellen Aufwendungen eingehalten werden können!
Jedes AV-Mitglied kann davon erzählen. Djie Bestimmungen sind weit höher als im Tal!!
Anscheinend warst du noch nie auf einer Hütte, oder? Sonst könntest du nicht solche Sch... schreiben! Es gibt schon lange keine Hütte mehr, wo diese den Berg hinunterläuft!
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Josef schrieb:
am 7. September 2010 um 12:01:25
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Hütten
Was soll der Quark? Keine Abwasserbeseitigung, die Sch... läuft den Berg runter, pfui , pfui, pfui. Eine Geldquelle ohnes gleichen.
Bekomme ich auch eine Baugenehmigung und was kostet sie? Aber ich glaube die Lobby hat das alles schon lange geregelt.
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