16.11.2010, 14:39 Uhr | Heidi Siefert/srt
Airberlin transportiert Weihnachtsbäume kostenlos (Foto: Airberlin)
Heilig Abend im warmen Süden im Sommerkleid am Strand: Für viele eine verlockende Aussicht. Doch damit so richtig Festtagsstimmung aufkommt, sollten die Geschenke schon unter einer echten Tanne liegen. Warum also nicht mit Baum verreisen? Lufthansa-Pressesprecher Jan Bärwalde bestätigt den Eindruck, dass immer mehr Weihnachtsbäume auf Reisen gehen. Wir haben uns erkundigt, wie die Airlines mit diesem immer häufiger geäußerten Wunsch Ihrer Kunden umgehen. Weihnachtsbaum mit in den Urlaub, ja oder nein? Was ist Ihre Meinung? Stimmen Sie rechts ab!
Bevor man sich bei seiner Fluggesellschaft kundig macht, ob sie einen Christbaum mitnimmt, sollte man sich über die Einfuhrbestimmungen am Urlaubsort informieren. Denn nicht jedes Land erlaubt die Einfuhr von Bäumen. Grundsätzlich Tabu sind Bäume in Kenia. Ägypten oder Thailand verlangen besonders behandelte Pflanzen, während andere Reiseziele besondere Gesundheitszeugnisse voraussetzen, die Sie beim Pflanzenschutzdienst Ihres Gesundheitsamtes bekommen.
Ein Herz für alle, bei denen Weihnachtsstimmung auch im Süden erst mit einem traditionell geschmückten Baum aufkommt, hat Airberlin. Wie schon in den Vorjahren können die Airberlin-Kunden vom 1. bis 24. Dezember auf allen Flügen ihren Weihnachtsbaum kostenlos mitnehmen. Und das bis zum stolzen Maß von zwei Metern. Das einzige, was Sie tun müssen, ist den Baum fest in einem Netz verpacken und ihn spätestens 48 Stunden vor dem Abflug im Airberlin-Service-Center anmelden (Tel. 01805/737800 für 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz oder für maximal 0,42 €/Min. über Mobilfunk, www.airberlin.com). Bei Tuifly fliegen auch dieses Jahr Weihnachtsbäume wieder gratis mit. Dabei gilt ein Höchstmaß von zwei Metern sowie die Voraussetzung, dass der Baum fest in einem Schlauch verpackt ist. Obligatorisch ist die Anmeldung im Callcenter (Tel. 0900/10002000 für 0,49 € aus dem deutschen Festnetz, www.tuifly.com).
Bis zu einer Größe von einem Meter geht die Tanne bei Condor kostenlos mit auf Reisen. Erst ab 101 Zentimeter sind dafür Übergepäck-Gebühren fällig. Der Baum muss spätestens acht Stunden vor dem geplanten Abflug angemeldet werden (Condor Sonderreservierung, Tel. 0180/5767757 für 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, 0,42 €/Min. vom Handy). Vergünstigt sind die Übergepäck-Gebühren. Sie betragen 25 Euro für je fünf Kilogramm auf der Kurz- und Mittelstrecke und 50 Euro für je fünf Kilogramm auf der Langstrecke. Befördert werden nur Bäume ohne Wurzelballen, die in einem Netz verpackt und nicht länger als 180 Zentimeter sind. Zwingend erforderlich ist ein Gesundheitszeugnis, das Sie beim Forstamt erhalten.
Ins handelsübliche Netz gepackt nimmt Austrian Weihnachtsbäume ohne Voranmeldung beim Check-in als Übergepäck in Empfang. Die Kosten dafür richten sich nach Gewicht und Reiseziel (www.austrian.com). Bei Air France und KLM reist der Baum nur dann kostenlos, wenn er nicht mehr als 23 kg wiegt und er das einzige Gepäckstück ist. Sonst fallen Kosten von 55 Euro an (www.airfrance.de). Auch bei Germanwings fliegt der Baum nur dann günstig mit, wenn man mit Handgepäck reist. Falls er nicht mehr als 20 kg wiegt, kostet die Beförderung acht Euro. Der Baumkauf kann auch spontan erfolgen: Er muss nur bis zwei Stunden vor Abflug beim Callcenter (Tel. 0900/1919100 für 0,99 €/Min. aus dem Festnetz der deutschen Telekom, www.germanwings.com) angemeldet werden. Transportiert wird der Baum nur in einem geschlossenen Sack. Für abgeknickte Zweige übernimmt die Airline ausdrücklich keine Verantwortung.
Ein Gepäckstück bis 23 kg erlaubt Iberia pro Person in der Economy Class. Ist dies der Tannenbaum, geht er kostenlos mit auf die Reise, sofern die Summe aus Länge, Breite und Höhe höchstens 156 Zentimeter beträgt. Sonst muss er als Surfgepäck angemeldet werden und kostet 150 Euro extra. Reist man mit Koffer und einem handlichen, in einer festen, geschlossenen Hülle verpackten Baum, gilt er als Übergepäck. Im Internet zahlt man dafür 50 Euro, am Schalter 60 Euro (www.iberia.de). Möglichst geschützt und gut verpackt wünscht sich Lufthansa den Weihnachtsbaum. Überschreitet er zusammen mit Koffer oder Reisetasche nicht die Freigepäckmenge von 20 Kilogramm (Business Class 30 kg), kann man ihn als normales Gepäck aufgeben. Ansonsten fallen bei Flügen innerhalb Europas zusätzliche Kosten von zehn Euro pro Kilogramm Extragewicht an. Anmelden muss man den Baum nur, wenn er mehr als zwei Meter lang ist, da er in kleineren Regionalfliegern ein Transportproblem darstellen könnte. Klären Sie dies am besten vorab mit einem Anruf bei der Reservierungshotline ab (Tel. 01805/805805 für 0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, über Mobilfunk maximal 0,42 €/Min., www.lufthansa.com).
Echte Nadelhölzer haben bei Ryanair keine Chance an Bord zu gehen. Ihre Hygienerichtlinien und Quarantänebestimmungen verböten dies, erklärt der Billigflieger. Wer sich für ein Kunststoffexemplar entscheidet, zahlt für einen einfachen Flug 40 Euro. Der Kunstbaum sollte bei der Buchung im Internet angemeldet werden, über das Callcenter oder am Flughafen zahlt man zehn Euro mehr (www.ryanair.com/de). Länge, Breite und Gewicht entscheiden darüber, wie viel Sie bei der TAP Portugal für den Transport Ihres Christbaums berappen müssen. Für einen Flug von Deutschland nach Portugal sind das 15 Euro pro Kilo, nach Südamerika 150 Euro. Die Airline rät, schon bei der Flugreservierung Gesamtgewicht, Höhe, Breite und Länge des Baumes zu nennen und um Transportgenehmigung zu bitten (www.flytap.com). Thai Airways rät Kunden zum Plastikbaum. Nicht nur wegen den extrem strengen Bestimmungen für den Transport von Naturholz und Rinde, das begast und mit Pflanzenschutzmittel behandelt sein muss: Mit etwa 200 Euro kämen auch beträchtliche Kosten auf den Christbaum-Mitnehmer zu (www.thai-airways.de).
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Quelle: srt
Vielflieger schrieb:
am 16. November 2010 um 19:52:48
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Oh Tannenbaum ...
Warum bieten die Airlines das (z.T. kostenlos) an? Weil sie wissen, dass es sehr selten in Anspruch genommen wird. Wer will
denn zusätzlich zum Urlaubsgepäck noch eine 2-Meter-Tanne mitschleppen? Auf der anderen Seite wird sogar das Handgepäck gewogen und für jedes Kilo zuviel zahlt man auf der Langstrecke stolze 16 Euro pro Strecke. Ein lukrativer Zusatzverdienst für die Airlines. Man könnte es auch als Abzocke bezeichnen. Da fallen die paar Weihnachtsbäume buchstäblich nicht ins Gewicht.
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Deutscher schrieb:
am 16. November 2010 um 18:47:09
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Tannenbaum
Das kann es NUR in Deutschland geben! Schrecklich!
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