21.04.2011, 08:21 Uhr
Wer jetzt mit dem Auto ins Ausland fährt, muss auf den Autobahnen gut aufpassen. Um kein Knöllchen zu kassieren, lohnt ein Blick auf die jeweiligen Tempolimits. Denn einige europäische Länder haben jüngst ihre Regeln geändert. So drosselte Spanien unlängst die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen, in Polen ist man dagegen schneller unterwegs. Hinzu kommen etliche Ausnahmen. Schon bei einer Überschreitung von 20 km/h drohen vielerorts satte Strafen, teilweise bis über 500 Euro. Daher lohnt ein Blick auf die Übersicht der Geschwindigkeitsbeschränkungen im europäischen Ausland. Mal ehrlich: Haben Sie schon mal ein Knöllchen im Reiseland kassiert? Stimmen Sie rechts ab!
Auf Spaniens Fernstraßen gilt seit März 2011 vorübergehend Tempolimit 110, laut Medienberichten als Reaktion auf die gestiegenen Ölpreise. Bisher durften Autofahrer dort 120 Kilometer pro Stunde (km/h) fahren, teilte der ADAC mit. Durch die Änderung könnten viele Urlauber zu schnell durch die Verkehrskontrolle rauschen, fürchtet der Verkehrsclub. Und in Spanien werden dafür hohe Bußgelder fällig: Überschreitung bis zu 30 km/h kosten 100 Euro. Jenseits dieser Marke können es zwischen 300 und 600 Euro sein. Wer innerhalb von 20 Tagen zahlt, müsse aber nur die Hälfte des Bußgelds begleichen. Wie lange die neue Höchstgeschwindigkeit gelten soll, stehe noch nicht fest.
In Polen gelten seit Jahresbeginn 2011 neue Höchstgeschwindigkeiten im Straßenverkehr. So sind auf Autobahnen nun 140 km/h erlaubt, bisher waren es 130 km/h. Darauf weist das Polnische Fremdenverkehrsamt in Berlin hin. Auf den autobahnähnlichen Express-Straßen wurde das Tempolimit von 110 auf 120 km/h angehoben. Auf den übrigen Express-Straßen bleibt es bei 100 km/h. Und: Geschwindigkeitsübertretungen von weniger als 10 km/h haben keine verkehrsrechtlichen Folgen mehr. Ansonsten gilt weiterhin: Innerhalb geschlossener Ortschaften sind tagsüber von 5.00 bis 23.00 Uhr nur maximal 50 km/h erlaubt, nachts sind es 60 Stundenkilometer. Auch in den Niederlanden und Norwegen sind Autofahrer teils schneller unterwegs. In den Niederlanden darf seit Kurzem eine Strecke mit Tempo 130 befahren werden, weitere sieben sollen folgen. In Norwegen darf auf zwei Strecken mit Tempo 100 gefahren werden, normalerweise liegt das Tempolimit auf Autobahnen bei 90 km/h.
In Italien und Kroatien müssen Fahranfänger langsamer fahren als die restlichen Verkehrsteilnehmer. In Italien gilt bis drei Jahre nach dem Erwerb des Führerscheins auf Autobahnen ein Tempolimit von 100 km/h statt 130 km/h, auf Schnellstraßen 90 km/h statt 110 km/h. In Kroatien gelten die Beschränkungen für alle Verkehrsteilnehmer bis 24 Jahre. Sie müssen laut Österreichischem Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) außerorts 10 km/h langsamer fahren als die restlichen Verkehrsteilnehmer, also maximal 80 km/h auf Landstraßen, 100 km/h auf Schnellstraßen und 120 km/h auf Autobahnen. Zudem dürfen junge Verkehrsteilnehmer keine mehrspurigen Fahrzeuge mit mehr als 75 kW (102 PS) oder Motorräder mit mehr als 25 kW (34 PS) führen. Auch in Frankreich müssen Fahranfänger kürzer treten. Sie dürfen außerorts 80 km/h, auf Schnellstraßen 100 km/h und auf Autobahnen 110 km/h fahren.
Auch in den anderen europäischen Ländern liegt der Autofahrer mit 50 km/h im Ort meistens genau richtig. Nur in Großbritannien heißt es bei 48 km/h (30mp/h) Fuß vom Gas. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf auf gewöhnlichen Straßen höchstens Tempo 90 gefahren werden. Außerorts schwanken die Höchstgeschwindigkeiten im restlichen Europa zwischen 80, 90 und 100 km/h. Auf Schnellstraßen darf jedoch auch schneller gefahren werden. Die Tempogrenzen schwanken hier zwischen 100 und 110 km/h. In Polen darf man auf vierspurigen Schnellstraßen wiederum schneller als auf zweispurigen Schnellstraßen fahren. Bei Nässe, Regen und Schnee gelten in Italien und Frankreich dagegen verringerte Tempolimits.
Auf Autobahnen kommen Urlauber in den meisten europäischen Ländern mit 130 km/h voran, in den übrigen Reiseländern geht es mit 120 km/h etwas langsamer zu. Einige Länder, wie zum Beispiel Schweden, gehen dazu über kein generelles Tempolimit festzulegen. Dort gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung je nach Beschilderung. Auf Autobahnen gibt es bei schwierigen Verkehrsverhältnissen wie Nässe, Schnee oder nachts zahlreiche Ausnahmen. Detaillierte Informationen zu den Tempolimits und den zahlreichen länderspezifischen Besonderheiten auch für Motorräder, Gespanne, Wohnmobile und Bootstrailer finden Urlauber unter www.adac.de/laenderinfo, Stichwort "Verkehr".
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Quelle: mro , dpa-tmn , ADAC
Joschi schrieb:
am 22. April 2011 um 19:54:40
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Tempolimit
Ein Tempolimit darf es nicht geben,dann würde ich ins Ausland abwandern. Shit, jetzt weiss ich nicht wohin. Überall gibt es
Beschränkungen dieser Art. Dort müssen doch lauter unfreie Menschen oder Dummköpfe leben. Angeblich gibt es in diesen Ländern auch noch mehr Unfälle als bei uns.Ein Argument für eine Mindestgeschwindigkeit von über 150km/h auf deutschen Autobahnen. Ach wäre das schön. Übrigens: für einen deutschen König könnte ich mich auch erwärmen.
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Georg schrieb:
am 21. April 2011 um 21:07:32
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Tempolimit
@Martin -- Sehr geehrter Herr Martin, wo reitet Sie der Teufel so einen Unsinn zu schreiben? Was bitte hat das alles mit Neid zu
tun! Blick in die USA, da werden Menschen die glauben die Autobahn gehört ihnen verhaftet! Die Straßen , sind für alle da, das ist kein Platz zum austoben, nicht für Porsche und nicht für Corsa, auch die kleinen Kisten fahren zum Teil 200 kmh, es geht bei diesem Thema nicht um die Reichen die Guten und die Schönen
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Deka 1803 schrieb:
am 21. April 2011 um 17:43:29
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Tempolimit
Bei den Aussagen der meißten Kommentatoren, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Vor allem hab ich den Eindruck, viele wollen
ein Limit, sind aber nicht bereit ohne Limit z. B. 130 KM/H zu fahren. Wednn man dann noch sieht , mit welchen Geschwindigkeiten viele z. B. in limitierten Baustellen fahren. Dann drängt sich mir der Gedanken auf, es geht nur um " Gleichmacherei "
Denn die Statistik in Deutschland widerlegt eindeutig die Forderung nach einem Limit.
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