02.02.2012, 12:27 Uhr | Anne Jäger
Während vor der eigenen Haustür die Temperaturen unter Null Grad Celsius sinken, sehnen sich viele nach nichts anderem als Wärme. Was gibt es da Besseres, als ein angenehmes Bad in mollig warmem Wasser? Nebst der eigenen Badewanne eignen sich dazu vor allem Quellen, aus denen von Natur aus heißes Wasser sprudelt. Wo in Europa die schönsten davon zu finden sind, sehen Sie auch in unserer Foto-Show.
Einzigartiges blaues Wasser, ein leichter Nebel liegt über der Oberfläche: Die "Blaue Lagune" in der Nähe der südwestisländischen Stadt Grindavik ist eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Besonders während des Winters, wenn trotz Schnee wohlige Temperaturen zwischen 37 und 42 Grad Celsius in dem See herrschen. Umgeben von typischen Lavafeldern zieht der salzhaltige See viele Urlauber an, die sich dieses Badeerlebnis nicht entgehen lassen wollen. Die Lagune entstand als Nebenprodukt eines Geothermalkraftwerkes - die blaue Farbe stammt übrigens von Kieselsäure.
Auch Landmannalagaur (deutsch: "die warmen Quellen der Leute von Land") bieten Besuchern ein einmaliges Badeerlebnis: Das Gebiet nahe des Vulkans Hekla im Südwesten Islands verfügt unter anderem über einen Bach, den schon zu früheren Zeit Hirten aus dem Bezirk zum Baden nutzten. Weiter im Norden der Insel liegt das geothermale Schwimmbad "Myvatn Nature Bath", das bei 39 Grad Celsius die von der Kälte verspannten Muskeln lockert.
Rund 200 Kilometer nördlich von Athen liegen die heißen Quellen von Thermophylen. Neben einem künstlich errichteten Wasserfall ergießt sich das 40 bis 42 Grad warme Wasser in einen kleinen Fluss, der neben dem Wasserfall speziell zum Baden aufgestaut wurde. Ebenfalls zu Griechenland gehören die heißen Quellen von Edipos im Nordwesten der Insel Evia, die über einen Wasserfall ins Meer fließen.
Italien hat nicht nur schöne Strände, nein, auch über Thermalquellen können sich die Italiener freuen. Zum Beispiel in dem kleinen Ort Saturnia in der Toskana. Hier gelangt 37 Grad warmes Wasser an die Oberfläche, das aus einer Quelle des vulkanischen Monte Amiata stammt. Es ergießt sich über die Cascate del Mulino. In den natürlich geschaffenen Becken können Besucher kostenlos baden. Ein weiterer toskanischer Ort, Bagni San Filippo, zieht mit seiner Thermalquelle ebenfalls viele Touristen an. Hier fließt ein 35 bis 52 Grad warmer Bach über Sinterterrassen eine längere Strecke flussabwärts.
Im Westen der Türkei liegt die Kleinstadt Pamukkale, die sich nicht zuletzt wegen ihrer Thermalquellen großer Beliebtheit unter Urlaubern erfreut. Die beeindruckenden Kalksinterterrassen, gefüllt mit circa 30 Grad Celsius warmen Wasser, sind auch auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes vertreten.
Nordwestlich des Balaton in Ungarn liegt der Hévízer See, der mit 4,5 Hektar Europas größter natürlicher Thermalsee ist. Unter ihm sprudelt in 38 Metern Tiefe eine Quelle, die ihn mit Schwefel-, Radium- und Mineralstoffen speist. Das ganze Jahr über können Ungarn-Besucher in dem See baden, da die Temperaturen im Sommer zwischen 32 und 33 Grad Celsius liegen, und selbst im Winter nicht unter 24 Grad Celsius sinken. Die milden Temperaturen haben jedoch noch einen weiteren positiven Effekt: Auf dem See wachsen exotische Lotusblüten und Seerosen.
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Anne Jäger
Auch genau Wisser schrieb:
am 2. Februar 2012 um 12:07:36
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Gitta
Liebe Gitta! auch ich weiß es genau. Man darf. Ich war auch "gerade" da, im September.
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Alex schrieb:
am 2. Februar 2012 um 11:48:06
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Saturnia
Es war einmal ein Geheimtip......... kenne die Quellen seit vielen Jahren. Ist richtig, dass da kostenlos gebadet werden kann. Jetzt
Tourismus pur, Parkplätze kosten Geld und von den vielen Würmern im Wasser sagt niemand etwas................
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K.S.K schrieb:
am 2. Februar 2012 um 11:44:38
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Geheim Tip
In Cesme (Izmir) gibt es heiße Quellen im & vor dem Fischerhafen von Ilica. Im Winter ein echter Genuss bei Wind & Kälte im
Meerwasser zu Baden bei angenehm warmen Wasser Temperaturen. Manchmal kommt ein großer Schub von den Hotspots am Meeresboden dann wird's richtig heiß.
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