25.06.2009, 09:55 Uhr
An Bord einer Thomas-Cook-Maschine kam es zum Aufruhr (Symbolbild: dpa)
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Viele der Passagiere glaubten wohl zunächst an einen schlechten Scherz, doch die Fluggesellschaft meinte es ernst. Weil eine der Gepäckklappen klemmte, konnte das Gepäck nur im vorderen Teil des Flugzeugs verladen werden. Um die höhere Frontlast auszugleichen, sollten die bereits eingestiegenen Passagiere ihre Plätze verlassen und im hinteren Teil des Flugzeugs Platz nehmen. Der Kapitän versicherte mehrmals, dass Flugzeug sei sicher. Doch einige wartende Passagiere behaupteten, sie seien von den ankommenden Fluggästen gewarnt worden: Sie sollten nicht an Bord gehen, es sei der schlimmste Flug ihres Lebens gewesen. Daraufhin blieben 71 der ursprünglich insgesamt 186 Passagiere auf dem Boden in Mallorca.
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Der Passagier Dave C. erzählte der "Daily Mail", er sei geschockt gewesen von den Gesichtsausdrücken der Touristen, die das Flugzeug in Mallorca verließen. "Die Menschen küssten den Boden und falteten ihre Hände wie zum Gebet," sagte er. "Als einige der Aussteigenden sagten 'Steigt nicht ein' und uns erzählten, dass etwas mit dem Flugzeug nicht stimmt, weigerten wir uns, an Bord zu gehen. Wir wollten in ein Flugzeug, das das Gleichgewicht halten konnte, ohne uns als Ballast zu benutzen." C. und seine Familie kauften bei einer anderen Gesellschaft neue Tickets für umgerechnet 700 Euro und flogen am nächsten Tag zurück.
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Der Veranstalter Thomas Cook indes sah keinen Grund zur Beunruhigung und besteht darauf, dass es sich bei dem Vorgehen um eine Routine-Prozedur handelte. Für die Fluggäste bestünde keinerlei Gefahr. Ein Sprecher sagte: "Alle Fluggesellschaften müssen darauf achten, dass Gepäck und Passagiere gleichmäßig verteilt sind. Es wird immer Situationen geben, in denen Passagiere gebeten werden, im vorderen oder hinteren Teil des Flugzeugs Platz zu nehmen. Das ist branchenüblich und stellt kein Sicherheitsrisiko dar."
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