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Trotz milder Temperaturen Schneefall in den Alpen

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Trotz milder Temperaturen Schneefall in den Alpen

24.02.2010, 17:20 Uhr

Österreich: Sölden meldete 33 Zentimeter Schneefall (Foto: Imago) Österreich: Sölden meldete 33 Zentimeter Schneefall (Foto: Imago)Obwohl der Schneefall vor allem in den meisten deutschsprachigen Skigebieten geringer ausfiel als vor einer Woche, gab es in den Alpen weiterhin zahlreiche Schneefallmeldungen. Knapp ein Meter Neuschnee fiel in Südtirol. Inzwischen stiegen die Temperaturen in Europa vielfach an, was teilweise zu sonnigen Pisten führte.


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Schneefall in vielen österreichischen Skigebieten

Trotz des momentanen Tauwetters – viele wichtige Skiressorts in Österreich verzeichneten in den letzten sieben Tagen respektable Mengen an Neuschnee. Sölden meldete 33 Zentimeter Schneefall, Axamer – Lizum, Nassfeld und der Stubaier Gletscher gaben jeweils 30 Zentimeter an. Vergleichbare Schneefälle gab es in der letzten Woche auch im Montafon sowie dem Kleinwalsertal. Viele andere Skigebiete wie Ischgl, Söll oder die Gletscher in Hintertux und Pitztal bekamen zwischen 10 und 15 Zentimeter Neuschnee hinzu. Ein dutzend österreichischer Skigebiete einschließlich Sölden und St. Anton am Arlberg verfügen gegenwärtig über Schneehöhen von rund zwei Metern und mehr. Am meisten Schnee liegt jedoch nach wie vor auf dem Mölltaler Gletscher, bis zu 350 Zentimeter sind es dort.

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40 Zentimeter Neuschnee im Engadin

Aus der Schweiz meldete St. Moritz im Engadin 40 Zentimeter frisches Pulver innerhalb einer Woche. Bis zwei Meter Schnee liegen dort nun auf den Pisten. Andermatt und Engelberg gaben jeweils 20 Zentimeter Neuschnee in sieben Tagen an, in Klosters waren es 23 Zentimeter, ebenso in Saas Fee. Neben vielen anderen Schweizer Skigebieten wird dort heute Sonnenschein gemeldet. Wie auch in Österreich ging das Lawinenrisiko in der Schweiz etwas zurück und liegt nun in der Regel bei zwei bis drei auf der bis fünf reichenden Gefahrenskala.

 

Hoher Schnee in Oberstdorf

In Deutschlands Norden herrschen weiterhin kalte Temperaturen, doch im Westen und Süden brachten die letzten Tage mildes Tauwetter mit sich. Die Schneedecke im Wintersportort Reit im Winkel, wo der Deutsche Wetterdienst am Dienstag mit 15 Grad die höchste Temperatur des Landes verzeichnete, schrumpfte bis auf 36 Zentimeter. Trotz der insgesamt wärmeren Temperaturen in Mittel- und Süddeutschland, konnten sich die Oberstdorfer Skigebiete Nebelhorn und Kanzelwand – Fellhorn über die stärksten Schneefälle der letzten sieben Tage freuen. Am Wochenende wurden dort von Skiinfo.de Powderalarms wegen 20-25 Zentimeter Neuschnee in 24 Stunden ausgelöst. Die Temperatur auf dem Nebelhorngipfel wird auch heute noch mit null Grad veranschlagt. Auch zahlreiche andere deutsche Skigebiete – sowohl in den Mittelgebirgen als auch in den Alpen – meldeten in den letzten sieben Tagen Schneefall. Auf dem 1142 Meter hohen Brocken im Harz gab es aktuell 18 Zentimeter Neuschnee.

 

Hohes Lawinenrisiko in Frankreich

In Frankreich stiegen die Temperaturen seit Sonntag an. Dennoch gab Vaugany in den Nordalpen gestern einen Powderalarm. Auch die Skigebiete Les 2 Alpes, La Clusaz und Avoriaz meldeten heute alle mindestens 10 Zentimeter Neuschnee. Schon im Verlauf der letzten Woche hatte es in Frankreichs Gebirgen stark geschneit und die Südalpen profitierten am meisten davon. 85 Zentimeter Schnee fielen etwa in Puy Saint Vincent. Olivier Saez, Manager des Skiressorts, sagte zu Virginie Bernat von Skiinfo Frankreich: „Die Schneebedingungen in Puy Saint Vincent sind sehr gut. Wir haben seit Ende Dezember regelmäßig Schneefall und die Schneehöhe liegt auf den höheren Pisten bei 230 Zentimeter, auf den niedrigeren bei 165 Zentimeter.“ Allerdings wies Saez auch auf das hohe Lawinenrisiko abseits der offiziellen Pisten hin. „Mit einem Kabel, an dem Sprengladungen befestigt sind, lösen wir vorsorglich selbst Lawinen aus, wo sich der Schnee aufgehäuft hat. Die Skifahrer auf den Pisten müssen sich keinen Sorgen machen, aber es wird strengstens angeraten, nicht off Piste zu gehen, denn wir haben hier ein Lawinenrisiko der Stufe vier bis fünf.“ Auch viele andere französische Skigebiete melden derzeit eine hohe Lawinengefahr.  

 

Besonders heftiger Schneefall in Südtirol

Auch in manch italienischem Skigebiet bleibt die Gefahr von Lawinenabgängen akut. Aus Italien wurden in den vergangenen sieben Tagen besonders heftige Schneefälle gemeldet. In Südtirol meldete Gröden / Val Gardena insgesamt 95 cm Schneefall. Zuletzt hatte das Skigebiet am heutigen Morgen einen Powderalarm wegen 20 cm Neuschnee in 24 Stunden ausgelöst. Bereits am Sonntag und Montag gab es in Südtirol Powderalarms für Gröden, Obereggen und Alta Badia. Letzteres Skigebiet meldet nun eine Schneehöhe von 170 cm. Noch deutlich höheren Schnee verzeichnet allerdings Arabba Marmolada: 380 Zentimeter auf dem Berg, bei einem ganzen Meter Schneefall allein in den letzten sieben Tagen. Courmayeur meldete 60 Zentimeter Neuschnee allein am Montag und Dienstag.

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Quelle: t-online.de

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